SZ

Hufeisenbrücke Siegen
Die Zeit drängt: Braucht Siegen eine Ersatzbrücke?

Marode: Ampeln regeln den Einbahnverkehr auf der Siegener Hufeisenbrücke, vor Weihnachten noch soll ein Beschluss für einen Neubau gefasst werden.
  • Marode: Ampeln regeln den Einbahnverkehr auf der Siegener Hufeisenbrücke, vor Weihnachten noch soll ein Beschluss für einen Neubau gefasst werden.
  • Foto: mir
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

mir Siegen. Sie ist nicht mehr belastbar und kann wegen ihres schlechten Zustands nicht mehr saniert werden, die Hufeisenbrücke am Hauptbahnhof steht zur Disposition. Neu bauen oder ganz darauf verzichten? Die Zeit drängt, noch vor Weihnachten soll der Rat der Stadt Siegen einen Grundsatzbeschluss fassen.
Hufeisenbrücke als wichtige Verbindung für Radfahrer
Für die Jahre bis 2028 gibt es ein Betriebskonzept. Mit eigenwirtschaftlichem ÖPNV als Basis, die jetzt wackelt, weil die Linienbündel im Busverkehr nur per öffentlichem Dienstleistungsvertrag sichergestellt werden. Ein neuer Nahverkehrsplan ist in Arbeit und wird ab 2028 wirksam. Ein Verzicht auf eine neue Brücke würde Umwegfahrten aller Busse vom Busbereitstellungsplatz zum ZOB nach sich ziehen. Über 900.

mir Siegen. Sie ist nicht mehr belastbar und kann wegen ihres schlechten Zustands nicht mehr saniert werden, die Hufeisenbrücke am Hauptbahnhof steht zur Disposition. Neu bauen oder ganz darauf verzichten? Die Zeit drängt, noch vor Weihnachten soll der Rat der Stadt Siegen einen Grundsatzbeschluss fassen.

Hufeisenbrücke als wichtige Verbindung für Radfahrer

Für die Jahre bis 2028 gibt es ein Betriebskonzept. Mit eigenwirtschaftlichem ÖPNV als Basis, die jetzt wackelt, weil die Linienbündel im Busverkehr nur per öffentlichem Dienstleistungsvertrag sichergestellt werden. Ein neuer Nahverkehrsplan ist in Arbeit und wird ab 2028 wirksam. Ein Verzicht auf eine neue Brücke würde Umwegfahrten aller Busse vom Busbereitstellungsplatz zum ZOB nach sich ziehen. Über 900.000 Euro Mehrbelastung könnte das jährlich bedeuten.

Brücken ständig unter der Lupe

Für den Radverkehr ist die Hufeisenbrücke quasi die einzige fahrbare Verbindung zwischen Seelbach/Trupbach und der Innenstadt, es sei denn, der geneigte Radler benutzt die Unterführung bzw. die Personenüberführung am Hauptbahnhof. Gäbe es keine Brücke mehr, wären die überregionalen Strecken – Oranier-Route und NRW-Radroute – nicht mehr durchgängig nutzbar. Für Fußgänger ist die Brücke entbehrlich. Diverse Varianten hat die Stadtverwaltung untersuchen lassen. Die Schleppkurven der alten Brücke gelten bautechnisch als ideal, der Querschnitt könnte bei einem Neubau beibehalten werden. Kalkuliert wird mit Baukosten von 21,6 Millionen Euro (Variante 1 a).

Stadtverwaltung Siegen hat klare Vorstellungen für Hufeisenbrücke

Untersucht worden ist auch eine Variante 1 b, Rampen und Brücke sollten in einer Geraden gebaut werden. Im Bereich der Hauptpost gibt es die dazu nötigen Flächen nicht – ab in den Papierkorb.
Variante 2 konzentriert sich auf eine Light-Version nur als Rad- und Fußgängerbrücke. Mit einer lichten Breite von 6 Metern (und nicht das Doppelte wie bei einer Straßenbrücke). Entsprechend reduzieren sich die Baukosten auf 9,4 Millionen Euro. Variante 3 kommt als Rad- und Fußwegunterführung daher. 5 Meter tief und 120 Meter lang. Der Bau unter den Gleisen bei laufendem Betrieb könnte Zusatzkosten verursachen, jetzt gehen die Planer von 14,8 Millionen Euro aus.

Variante 1 a erscheint der Stadtverwaltung eine praktikable Lösung zu sein, sie wird auch explizit vorgeschlagen. Variante 2 hätte den smarten Vorteil, billiger zu sein. Jedenfalls im Bau ohne die jährlichen Mehrkosten für den ÖPNV für die Dauer von 80 Jahren.

Verkehr um den Hauptbahnhof Siegen muss ebenfalls betrachtet werden

Allein mit der Brücke ist es nicht getan, mit betrachtet werden sollte auch der übrige Verkehr rund um den Hauptbahnhof. Kann/soll/muss die Hindenburgstraße eine Einbahnstraße bleiben? Falls ja, wie fließt der Verkehr wieder ab? Ohne Hufeisenbrücke bliebe nur die jetzige Spur an der City-Galerie vorbei bis Kochs Ecke. Wohin mit Schutzstreifen für Radfahrer? Werden die Parkbuchten gebraucht?
Über 20 Millionen Euro Kosten, der Stadtanteil wird 30 bis 50 Prozent betragen. Für 2022 will man mit Planungskosten von einer halben Million einsteigen. Der Zeitplan: Grundsatzbeschluss vor Weihnachten, im Frühjahr Entscheidung über eine Vorzugsvariante, 2023 Zuschüsse beantragen, 2025/2026 Durchführung der Baumaßnahmen.

Autor:

Michael Roth (Redakteur) aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

7 folgen diesem Profil

1 Kommentar

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen