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Siegen-Wittgenstein belegt Platz 2 im NRW-Vergleich
Die zweitwenigsten Corona-Infizierten

Bis vor Kurzem war Siegen-Wittgenstein noch auf dem 1. Platz - dann kamen die Reiserückkehrer.

vö Siegen/Bad-Berleburg. Die Corona-Disziplin in der heimischen Region passt nach wie vor: Der Kreis Siegen-Wittgenstein hat seine Spitzenposition zwar eingebüßt, allerdings nach wie vor die zweitwenigsten Infizierten pro 100 000 Einwohner. Diese Meldung ist Bestandteil einer Pressemitteilung aus dem Siegener Kreishaus.
300 Personen in QuarantäneAktuell hat das Kreisgesundheitsamt für 300 Personen zwischen Wilnsdorf und Bad Berleburg Quarantäne angeordnet. Dabei handelt es sich nach Angaben des Kreises um Erkrankte und Kontaktpersonen. Zusätzlich müssen sich 150 Reiserückkehrer zu Hause absondern, bis ein Testergebnis vorliegt.

Siegen/Bad-Berleburg. Die Corona-Disziplin in der heimischen Region passt nach wie vor: Der Kreis Siegen-Wittgenstein hat seine Spitzenposition zwar eingebüßt, allerdings nach wie vor die zweitwenigsten Infizierten pro 100 000 Einwohner. Diese Meldung ist Bestandteil einer Pressemitteilung aus dem Siegener Kreishaus.

300 Personen in Quarantäne

Aktuell hat das Kreisgesundheitsamt für 300 Personen zwischen Wilnsdorf und Bad Berleburg Quarantäne angeordnet. Dabei handelt es sich nach Angaben des Kreises um Erkrankte und Kontaktpersonen. Zusätzlich müssen sich 150 Reiserückkehrer zu Hause absondern, bis ein Testergebnis vorliegt. Damit sei in einem Zeitraum von zwei bis spätestens drei Tagen zu rechnen, sagten Vertreter des Netzwerks Ärzte in der Region Hinterland/Wittgenstein (ADR) am Samstag bei einem Pressegespräch in Bad Berleburg. Sollte das Ergebnis positiv ausfallen, wird für die Reiserückkehrer ebenfalls Quarantäne angeordnet, ist der Test negativ, können sie die häusliche Absonderung beenden.

Siegen-Wittgenstein bis vor Kurzem Spitzenreiter

Zurück zur Statistik, die das Landeszentrum Gesundheit NRW veröffentlicht hat: Betrachtet man den Zeitraum seit Beginn der Pandemie bis zum heutigen Tag, hatte Siegen-Wittgenstein bis vor Kurzem die geringste Anzahl von Corona-Infizierten pro 100 000 Einwohner. Aktuell liegen Siegerländer und Wittgensteiner bei einer Inzidenz von 175,8, vorbeigezogen ist der Kreis Soest mit 156. Auf der anderen Seite der Tabelle vorne liegt – nicht ganz überraschend – der Kreis Heinsberg. Der aktuelle Wert: 796,6. Knapp dahinter rangiert mit 762,2 der Kreis Gütersloh, der im Zuge der vorübergehenden Schließung der Fleischfabrik Tönnies in die Schlagzeilen geraten war.

Olpe auf dem 3. Platz

Auf Platz 3 in Sachen Inzidenz pro 100 000 Einwohner kommt der Kreis Olpe mit einem Wert von 535,7. Im Mittelfeld Nordrhein-Westfalens zwischen Spitze und „rotem Bereich“ pendeln sich der Märkische Kreis (201,9) und der Hochsauerlandkreis (302,1) ein. Siegen-Wittgensteins Landrat Andreas Müller analysiert den Verlust der Spitzenposition in Nordrhein-Westfalen laut Pressemitteilung „durch die vielen positiv getesteten Reiserückkehrer“. Der Kreishaus-Chef führt das wiederum auf mehrere Faktoren zurück.

Von Anfang an zeitnahe Coronatests

Neben der Einsicht und dem vernünftigen Verhalten der Siegerländer und Wittgensteiner sei es von Anfang an die Strategie des Kreises Siegen-Wittgenstein gewesen, zeitnahe Tests durchzuführen, um Infektionsketten zu durchbrechen – unabhängig von der Frage der Kostenerstattung. Dies gelte für symptomatische Patienten wie für Reiserückkehrer. Maßgeblich zum Erfolg dieser Strategie beigetragen haben nach Angaben aus dem Kreishaus auch die beiden Testzentren und die mobilen Teams, mit denen der Kreis direkt zu Beginn der Pandemie eine effektive Test-Infrastruktur eingerichtet hatte. Stichwort Tests: Das Wittgensteiner ADR-Netzwerk rührte aktuell erneut die Werbetrommel, in Sachen Corona möglichst nichts dem Zufall zu überlassen.

Nach der Reise zum Hausarzt

Der erste Weg nach dem Urlaub führe am besten direkt zum Hausarzt – zumal viele Unternehmen von Reiserückkehrern nachgewiesen haben wollten, dass sie sich nicht mit Corona infiziert hätten. Spannend ist in diesem Zusammenhang auch der Blick über die nordrhein-westfälische Landesgrenze. Im Kreis Altenkirchen bilanzierte Pressesprecher Andreas Schultheis auf Anfrage – Stand Montag – 195 Infizierte seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der gemeldeten Infektionen der vergangenen sieben Tage pro 100 000 Einwohner liege bei acht. Die Inzidenz in Altenkirchen beträgt rund 150. Aktuell werde im Kreis Altenkirchen montags und donnerstags aktualisiert, erklärte Andreas Schultheis. Aber: „Abhängig von der weiteren Entwicklung werden wir den Melderhythmus wieder verändern.“

Viele Urlauber kommen noch

Zumindest teilweise liegen die Nachbarkreise in Hessen noch unter dem niedrigen Niveau in Altenkirchen: Der Lahn-Dill-Kreis meldet eine Inzidenz von 158 pro 100 000 Einwohner, Waldeck-Frankenberg liegt derzeit bei 134 und der Kreis Marburg-Biedenkopf bei 101. Klar ist aber auch: Noch sind längst nicht alle Reiserückkehrer zu Hause – und noch nicht beim Arzt ihres Vertrauens.

Autor:

Martin Völkel (Redakteur) aus Bad Berleburg

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