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Zwischen 2 G und 2-G-Plus
Diese Corona-Regeln gelten in den heimischen Kinos

Das Licht in den Kinos – hier das Viktoria in Dahlbruch – bleibt an. Überall im Gebäude, auch auf den Sitzplätzen besteht aber derzeit 2 G und Maskenpflicht.
  • Das Licht in den Kinos – hier das Viktoria in Dahlbruch – bleibt an. Überall im Gebäude, auch auf den Sitzplätzen besteht aber derzeit 2 G und Maskenpflicht.
  • Foto: Jan Schäfer
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

Kinobetreiber der Region wähnen sich schon seit Beginn der Corona-Pandemie im falschen Film. Die neuerlichen Regeln machen es den Filmtheatern wieder einmal schwer. Allgemein gilt die 2-G-Regel, in bestimmten Fällen muss sogar ein "Plus" nachgewiesen werden. Wann das der Fall ist und in welchen Kinos der Region welche Regel gilt - die Siegener Zeitung hat den Überblick.

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Kinobetreiber der Region wähnen sich schon seit Beginn der Corona-Pandemie im falschen Film. Die neuerlichen Regeln machen es den Filmtheatern wieder einmal schwer. Allgemein gilt die 2-G-Regel, in bestimmten Fällen muss sogar ein "Plus" nachgewiesen werden. Wann das der Fall ist und in welchen Kinos der Region welche Regel gilt - die Siegener Zeitung hat den Überblick.

js Siegen/Olpe/Bad Laasphe/Dahlbruch. Im falschen Film wähnt sich so mancher Kinobetreiber – und das schon seit Beginn der Corona-Pandemie vor knapp zwei Jahren. Immer wieder mussten sich die Lichtspielhausleiter unter dem Damoklesschwert drohender Schließungen ducken, mussten einen monatelangen Lockdown verdauen und seit der Wiedereröffnung zahlreiche Auflagen erfüllen, Einschränkungen verschmerzen. Auch in den Filmtheatern gilt derzeit die 2-G-Regel. In bestimmten Fällen muss sogar ein „Plus“ nachgewiesen werden.

Im Kino 2-G-Plus-Regel im Foyer

Darauf wies das Cineplex-Kino in Olpe dieser Tage hin: Wer dort in der kommenden Woche Til Schweigers neuen Film bei Kaffee und Kuchen sehen möchte, kann dies bei einer Sonderveranstaltung unter dem Titel „Film-Café“ tun – er muss aber den entsprechenden G-Nachweis erbringen können. Das heißt: Wer nur den Film sehen möchte, muss eine Maske tragen und muss geimpft oder genesen sein (2G). Wer aber zudem im Foyer die im Ticketpreis enthaltene Verköstigung im Foyer genießen möchte, der muss „2G plus“ erfüllen – analog zu den Besuchern der Gastronomie.

Wie gehen die anderen heimischen Kinos mit der Unterscheidung zwischen 2G ohne und mit dem „Plus“ um? Weder für das Siegener Cineplex noch für das Dahlbrucher Viktoria bedeutet dies momentan eine Umstellung. „Wir weisen unsere Besucher darauf hin, dass sie die gekauften Speisen und Getränke nur am Sitzplatz verzehren dürfen“, erklärt Jochen Manderbach, Betreiber des Dahlbrucher Filmtheaters. Im Foyer stehen in Corona-Zeiten keine Sitzgelegenheiten und Stehtische bereit, der Hinweis der Olper Kollegen spielt im Viktoria daher keine Rolle. Filmreihen, bei denen auch Verpflegung dazu gehört, pausieren derzeit in Dahlbruch. Konkret sind das die Reihen Senioren- und Frauenkino, die unter Pandemie-Bedingungen kaum Besucher finden.

Im Cinestar Siegen darf nur am Platz gegessen und getrunken werden

Michael Schreiber vom Cinestar berichtet, dass auch in Siegen kein Verzehr im Foyer möglich ist – nur am Platz darf gegessen und getrunken werden. Der Barbereich ist geschlossen, es stehen momentan keine Stehtische bereit. Insofern kommt die 2-G-Plus-Regel an Reichwalds Ecke nicht zum Tragen. Hier wie in allen Kinos gilt für jeden, der gerade nichts verzehrt, die Maskenpflicht. Auch am Platz.
Das Residenz-Kino in Bad Laasphe muss gegebenenfalls nach dem „Plus“ fragen, also nach einem zusätzlichen aktuellen negativen Testergebnis oder der erfolgten Boosterimpfung. „Wer bei uns in der Lounge ein Bier trinken muss, muss einen entsprechenden Nachweis bringen“, erklärt Betreiber Kai Winterhoff. Die Zahl der Lounge-Gäste in Laasphe sei aber überschaubar, der Mehraufwand halte sich also in Grenzen. „Solange wir Kino machen können, ist es uns das wert.“

Die Kinos leiden deutschlandweit unter der Corona-Pandemie

Auch wenn die aktuelle Veränderung im Corona-Maßnahmenkatalog sich nicht direkt auf den Betrieb auswirke, so sei die Branche deutschlandweit stark betroffen, erklärte Jochen Manderbach. Die unterschiedlichen Regelungen in den Bundesländern – hier geschlossene Kinos, dort verschärftes 2-G-Plus – bremse den Markt aus. Werbekampagnen für neue Filme seien schließlich bundesweit ausgelegt. Wenn Filme aber nicht überall gezeigt werden könnten, würden die Starttermine von den Verleihen zunächst einmal verschoben. Das sei vor allem bei deutschen Produktionen wie beispielsweise aktuell „Der Nachname“ von Sönke Wortmann oder „Wunderschön“ von Karoline Herfurth der Fall. „Das betrifft uns schon“, bedauert Manderbach die Auswirkungen auf seine gebeutelte Branche. Die Kinos hätten nun das Problem, dass sie zwar geöffnet seien – dafür aber ohne Corona-Hilfen auskommen müssten.
Ein Happy-End ist für die Kinos also noch nicht in Sicht.

Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

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