SZ

Braun-Weiße Tourismustafeln an Autobahnen
Diese Motive finden sich in der heimischen Region

Auch in Siegerland und Sauerland gibt es die markanten Schilder: Die Hinweise auf den Panoramapark (hier an der A4) sind die jüngsten in der Region – sie wurden vor neun Jahren installiert.
2Bilder
  • Auch in Siegerland und Sauerland gibt es die markanten Schilder: Die Hinweise auf den Panoramapark (hier an der A4) sind die jüngsten in der Region – sie wurden vor neun Jahren installiert.
  • Foto: Jan Schäfer
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

js Siegen/Olpe. Unsere Region kann sich sehen lassen. Diese Nachricht ist für Kenner keineswegs neu, spätestens seit der in Corona-Zeiten in Mode geratenen Umlanderkundung per pedes oder Rad wissen Siegerländer, Wittgensteiner und Südsauerländer das nur zu genau. Aber ist das auch all denjenigen bewusst, die nur auf der Durchreise sind? Ein paar dezente Hinweise in braun/weiß könnten helfen.
Wer auf deutschen Autobahnen unterwegs ist, ob aus dienstlicher Verpflichtung oder auf dem Weg in den Urlaub, kennt es nur zu gut: Am Fahrbahnrand gibt es hier und da Hinweise auf Sehenswürdigkeiten, die sich in erreichbarer Nähe der kommenden Abfahrt befinden.

js Siegen/Olpe. Unsere Region kann sich sehen lassen. Diese Nachricht ist für Kenner keineswegs neu, spätestens seit der in Corona-Zeiten in Mode geratenen Umlanderkundung per pedes oder Rad wissen Siegerländer, Wittgensteiner und Südsauerländer das nur zu genau. Aber ist das auch all denjenigen bewusst, die nur auf der Durchreise sind? Ein paar dezente Hinweise in braun/weiß könnten helfen.
Wer auf deutschen Autobahnen unterwegs ist, ob aus dienstlicher Verpflichtung oder auf dem Weg in den Urlaub, kennt es nur zu gut: Am Fahrbahnrand gibt es hier und da Hinweise auf Sehenswürdigkeiten, die sich in erreichbarer Nähe der kommenden Abfahrt befinden.

1983 wurde die erste Tourismustafel errichtet

Ob Schloss Neuschwanstein oder Neandertalmuseum, ob Rheinisches Braunkohlerevier oder Burg Eltz, ob Zugspitzland oder Naturpark Schlei, ob Freiburger Münster oder Kölner Dom – sie alle haben eines gemeinsam: Sie sind Motive einer sogenannten touristischen Unterrichtungstafel.
Seit dem ersten Schild dieser Art, das seit 1983 an der A 8 die Burg Teck in Baden-Württemberg bewirbt, wurden bundesweit mehr als 3400 Schilder mit mehr als 1800 Motiven angebracht. Auch im Siegerland und im Kreis Olpe, bekanntlich mit Anschluss an die Autobahnen 4 und 45, gibt es eine Reihe solcher Hinweistafeln, die selbst Unvorbereiteten als Inspiration dienen könnten, die nächste Abfahrt zu nehmen und sich etwas umzuschauen in der Region.

"Sauerland" macht im April 1991 den Anfang

Neun Motive sind es, um genau zu sein, die gut sichtbar hinter der Leitplanke Besucher anwerben sollen. Die ältesten von ihnen stehen nun schon seit drei Jahrzehnten parat. Den Anfang machte im April 1991 ein Schild am Autobahnkreuz Olpe-Süd. „Sauerland“ heißt es dort ganz richtig und zeigt einen typischen Landstrich mit Bergkonturen und Nadelbäumen. Den Auftrag dazu erteilte seinerzeit der Kreis Olpe.

Unterrichtungstafeln mit diesen Motiven finden sich an den Autobahnen des Kreises Olpe und des Siegerlandes.
  • Unterrichtungstafeln mit diesen Motiven finden sich an den Autobahnen des Kreises Olpe und des Siegerlandes.
  • Foto: SZ
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

Im Januar 1992 folgten einige Kilometer südlich davon an der A45 die beiden Schilder „Historischer Stadtkern Freudenberg“ und „Siegerland“ bei Wilnsdorf – in Fahrtrichtung Frankfurt das eine und in Fahrtrichtung Dortmund das andere. Beide Tafeln zeigen übrigens den Alten Flecken. Auftraggeber waren seinerzeit die Stadt Freudenberg bzw. der Kreis Siegen-Wittgenstein.
„Historischer Stadtkern Siegen“ heißt es seit Anfang 2002 in beide Fahrtrichtungen, bildlich symbolisiert mit dem Dicken Turm, der gekrönten Nikolaikirche und dem Oberen Schloss. Auftraggeberin war die Stadt.

Der Rothaarsteig schafft es 2004 auf die Tafel

Der „Rothaarsteig“ schaffte es mit Wandermotiv im Januar 2004 auf eigene Unterrichtungstafeln im Bereich der Kalteiche, in Auftrag gegeben vom Rothaarsteigverein. Ein Jahr später kam der „Biggesee“ zu Ehren, in beiden Fahrtrichtungen der A 45 machte Sauerland-Tourismus als entsprechender Hinweisgeber verdient. 2006 sorgte der gleiche Verein dafür, dass am Kreuz Olpe-Süd auch an der A 4 ein „Sauerland“-Schild montiert wurde.

2007 kam das Motiv „Attahöhle Attendorn“ hinzu, beide Fahrtrichtungen wurden berücksichtigt – wie vom Auftraggeber, der Tropfsteinhöhle, gewünscht. „Siegen-Wittgenstein“ kam in zweifacher Ausführung hinzu, und zwar im Januar 2009 und im Auftrag des Kreises. Die jüngsten Unterrichtungstafeln wurden 2012 montiert, sie verweisen an der A 45 in Fahrtrichtung Dortmund bzw. an der A 4 in Fahrtrichtung Krombach auf den „Panoramapark Wildpark“ hin, der von den jeweils folgenden Ausfahrten zu erreichen ist. Den Auftrag dazu erteilten die Betreiber des Rinsecker Freizeitparks selbst.

Weitere Tourismustafeln in Siegerland und Sauerland sind möglich

Ob und wann weitere Motive in Siegerland und Sauerland hinzukommen, steht zurzeit nicht fest. Möglich ist das durchaus, es muss sich nur ein entsprechender Antragsteller finden, der auch die Kosten übernimmt – und der sich natürlich an bestimmte Vorgaben hält. So sollen die Hinweise (ohne wegweisende Funktion) entweder von der Autobahn sichtbar sein oder nicht mehr als 10 Kilometer Luftlinie von einer Anschlussstelle entfernt liegen. Ausnahmen sind besondere touristische Highlights, diese dürfen auch etwas weiter entfernt liegen. Es sind nur Hinweise auf bedeutsame touristische Ziele möglich, die permanent (ganzjährig) öffentlich zugänglich sind mit üblichen täglichen Öffnungszeiten. Sie müssen über eine befestigte Zufahrtstraße verfügen, ausreichend Parkraum bieten und vom Parkplatz aus fußläufig sicher erreichbar sein. Die Zahl der Tafeln ist zudem begrenzt, auch der Mindestabstand zu blauen Wegweisern ist vorgegeben.

Sollten die Kriterien erfüllt sein, muss ein formloser Antrag bei der zuständigen Autobahnniederlassung gestellt werden, hier ist das neuerdings die Autobahn Westfalen GmbH. Ein Beratergremium aus Fachleuten in den Bereichen Stadtentwicklung, Denkmalpflege, Tourismus, Natur und Landschaft berät über die Anträge. Wenn es grünes Licht gibt, muss die Unterrichtungstafel innerhalb von drei Jahren angebracht werden. Einmal jährlich tritt dieses Gremium zusammen, 2021 war das noch nicht der Fall.

Auch in Siegerland und Sauerland gibt es die markanten Schilder: Die Hinweise auf den Panoramapark (hier an der A4) sind die jüngsten in der Region – sie wurden vor neun Jahren installiert.
Unterrichtungstafeln mit diesen Motiven finden sich an den Autobahnen des Kreises Olpe und des Siegerlandes.
Autor:

Jan Schäfer (Redakteur) aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

10 folgen diesem Profil

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen