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Studentin Laura Mühlichen hilft internationalen Kommilitonen bei Uni-Einstieg
Digitale Brücke nach Fernost

Laura Mühlichen betreut Masterstudenten in Bangkok und Uganda aus ihrem Wohnzimmer in der Siegener Oberstadt.
  • Laura Mühlichen betreut Masterstudenten in Bangkok und Uganda aus ihrem Wohnzimmer in der Siegener Oberstadt.
  • Foto: Alexandra Pfeifer
  • hochgeladen von Alexander W. Weiß (Redakteur)

ap Siegen. Zum Semesterbeginn erhielten Studenten der Fakultät I eine E-Mail des International Office. Eine Empfängerin war die Bachelorstudentin Laura Mühlichen. Gesucht wurden Freiwillige, die Kommilitonen aus aller Welt dabei helfen, sich an der Siegener Universität zurechtzufinden. „Super Sache“, dachte sich die 24-Jährige und bewarb sich als Mentorin für das Programm – mit Erfolg.
Ihr wurden gleich zwei Masterstudenten zugeteilt: einer aus Kampala in Uganda und eine Studentin aus Bangkok. Abubakar und Limin haben sich für „Roads to Democracy“ eingeschrieben – ein Studiengang auf Englisch, den es an keiner anderen Universität der Welt gibt. Deshalb sei die Fachrichtung bei (internationalen) Studenten sehr beliebt, sagt Laura.

ap Siegen. Zum Semesterbeginn erhielten Studenten der Fakultät I eine E-Mail des International Office. Eine Empfängerin war die Bachelorstudentin Laura Mühlichen. Gesucht wurden Freiwillige, die Kommilitonen aus aller Welt dabei helfen, sich an der Siegener Universität zurechtzufinden. „Super Sache“, dachte sich die 24-Jährige und bewarb sich als Mentorin für das Programm – mit Erfolg.
Ihr wurden gleich zwei Masterstudenten zugeteilt: einer aus Kampala in Uganda und eine Studentin aus Bangkok. Abubakar und Limin haben sich für „Roads to Democracy“ eingeschrieben – ein Studiengang auf Englisch, den es an keiner anderen Universität der Welt gibt. Deshalb sei die Fachrichtung bei (internationalen) Studenten sehr beliebt, sagt Laura. Das Interesse an dem Mentoren-Programm sei jedoch eher gering. „Das liegt wahrscheinlich daran, dass es einfach nicht genug beworben wird“, glaubt die engagierte Siegenerin und vermutet: „Sonst würden sicher viel mehr ausländische Studis mitmachen.“ Auch sie habe zuvor noch nicht von dem Programm gehört. Schade, wie die Bachelorstudentin findet, denn jeder in einem fremden Land sei sicher froh über ein wenig Unterstützung.

Hilfe wegen Corona nur digital

Wegen Corona kann ihre Hilfe allerdings bislang nur digital stattfinden. „Normalerweise wohnen die Auslandsstudenten hier in der Stadt. Man kann sich auf einen Kaffee treffen, gemeinsam nach einer geeigneten Wohnung suchen und ist einfach immer als Ansprechpartner in der Nähe“, erklärt die gebürtige Hanauerin. Ihre beiden Schützlinge besuchen zwar schon einige Online-Veranstaltungen, aufgrund der derzeitigen Umstände planen sie aber, erst im April nach Deutschland zu kommen. Bis dahin kommunizieren die drei via Textnachricht und Videotelefonie. Worüber die Kommilitonen dann sprechen? „Manchmal führen wir einfach Small Talk und lernen uns besser kennen. Oftmals helfe ich aber auch bei organisatorischen Dingen“, schildert die Mittzwanzigerin, beispielsweise bei Visa-Anträgen. Abubakar und Limin erkundigten sich außerdem regelmäßig über den aktuellen Corona-Stand und die städtischen Auflagen.

Vorlesung um Mitternacht

Trotz ihrer Hilfestellung empfänden die Chinesin und der Ugander den Einstieg in das Siegener Uni-Leben als sehr schwer. Ein Grund dafür sei die Zeitverschiebung. Denn: Wenn eine Vorlesung hierzulande nachmittags stattfindet, ist es in Ostasien bereits Mitternacht. „Limin muss sich teilweise nachts einen Wecker stellen, um an den Vorlesungen teilnehmen zu können“, erzählt Laura besorgt. Zwischen den Programmteilnehmern zeigten sich zudem immer wieder sprachliche Barrieren und kulturelle Unterschiede. „Meine Chinesin telefoniert zum Beispiel immer und überall über Skype. Beim Spazierengehen, Einkaufen oder in der U-Bahn“, zeigt sich Laura verwundert. Sie selbst macht es sich lieber bei einem Videotelefonat auf dem heimischen Sofa gemütlich. „Ich glaube aber, Limin findet mein Verhalten genauso komisch“, gesteht die Studentin und lächelt selbstironisch. Mit Abubakar schreibe sie mehr über Whatsapp. „Weil er so schlechtes Internet in Uganda hat“, erklärt Laura.
Dennoch merke sie, welchen (Mehr-)Wert ihre ehrenamtliche Arbeit für die beiden hat. Und auch für die Siegenerin ergibt sich so mancher Vorteil aus der Zusammenarbeit: „Wie cool ist das, wenn man jemanden aus Bangkok kennt, den man mal besuchen kann?“

Autor:

Alexandra Pfeifer

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