Diskussion um Bänke am Siegufer

 Das Café Extrablatt hat eine der Rundbänke unter den Platanen in der Innenstadt zugestellt. Die Bänke sind mit öffentlichen Mitteln an das neue Siegufer gebaut worden. Sie müssen daher auch für die Öffentlichkeit nutzbar sein. Foto: ch
  • Das Café Extrablatt hat eine der Rundbänke unter den Platanen in der Innenstadt zugestellt. Die Bänke sind mit öffentlichen Mitteln an das neue Siegufer gebaut worden. Sie müssen daher auch für die Öffentlichkeit nutzbar sein. Foto: ch
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ch - Eine Rundbank an der Sieg in der Innenstadt sorgt weiterhin für Ärger: Weil ein Gastronom das öffentliche Sitzmöbel aus Beton Tag für Tag in seine Außenbestuhlung einbezieht, hat der Rat der Stadt Siegen die Verwaltung aufgefordert, aktiv zu werden. „Diese Sitzgelegenheit vor dem Café Extrablatt ist vom Steuerzahler bezahlt worden“, so Joachim Boller von den Grünen in der jüngsten Sitzung des Rates. Er monierte, dass das Rathaus einen Beschluss der Politik aus dem Juni 2016 (!) einfach nicht umsetze und die Maßgaben des „Handbuchs öffentlicher Raum“ – ein städtischer Leitfaden für Sondernutzungen – nicht durchsetze. Da nutzte auch der Hinweis von Bürgermeister Steffen Mues nichts, dass die zweite, baugleiche und nicht zugestellte Bank in unmittelbarer Nähe an Siegens neuem Ufer kaum genutzt werde: Boller forderte die Verwaltung stellvertretend für den Stadtrat erneut auf, die Rundbank für die Nutzung durch Jedermann freiräumen zu lassen und das Café Extrablatt endlich dazu zu bewegen, Tische und Bänke 1,5 Meter entfernt von dem Betonring aufzustellen.

„Auch die Rundbank an der ersten Platane vor dem Café Extrablatt soll künftig für die öffentliche Nutzung zugänglich gemacht werden“, erklärte Stadtbaurat Henrik Schumann der SZ auf Anfrage. Ziel aller Beteiligten sei es, „die Rundbank am Siegufer wieder freizustellen, deshalb finden in Kürze entsprechende Abstimmungsgespräche mit dem Betreiber des Cafés statt“. In Kürze? Schumanns Antwort ähnelt den Ausführungen von Amtsvorgänger Michael Stojan, Stadtbaurat im Ruhestand – gemacht vor knapp zwölf Monaten. U. a. die Jamaika-Fraktionen (CDU, Grüne und FDP) hatten bereits damals kritisiert, dass der Stadtrat eine Ausnahmegenehmigung für das Café seitens des Rathauses zur Nutzung der Bank nicht nachvollziehen könne. Dem Gastronomiebetrieb war der Bereich an der Rundbank vor Jahren angeboten worden, als die Großbaustelle Innenstadt im Rahmen des Regionale-2013-Projektes „Siegen – Zu neuen Ufern“ noch im vollen Gange war. Das Café sollte Ausweichmöglichkeiten für seine Ausnahmegastronomie erhalten, weil die Extrablatt-Flächen auf der Bahnhofstraße nicht zur Verfügung standen.

Doch die Baustelle gab es im Sommer 2016 nicht mehr. Es genüge daher nicht, das Auslaufen der Ausnahmegenehmigung bis Ende 2017 „einfach abzuwarten“, sondern die Verwaltung sollte Druck machen. Oder wie es Michael Groß von den Grünen formulierte: „Warum es die Sondernutzung der mit öffentlichen Mitteln finanzierten Rundbank überhaupt noch gibt, verstehen die Leute nicht, verstehe ich nicht!“ Jede Woche, die verstreiche, sei extrem ärgerlich. Sagte Groß vor 40 Wochen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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