Dokumente eines großen Musikers

 Der Puderbacher Komponist Friedrich Kiel hat zwischen 1841 und 1878 zahlreiche Briefe geschrieben, die jetzt in einem ersten Band veröffentlicht wurden“, herausgegeben im Auftrag der Friedrich-Kiel-Gesellschaft. Foto: Holger Weber
  • Der Puderbacher Komponist Friedrich Kiel hat zwischen 1841 und 1878 zahlreiche Briefe geschrieben, die jetzt in einem ersten Band veröffentlicht wurden“, herausgegeben im Auftrag der Friedrich-Kiel-Gesellschaft. Foto: Holger Weber
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howe - Briefe und andere zeitgenössische Dokumente von und über Friedrich Kiel - so lautet der Titel des aktuellen Buches aus der Reihe der „Friedrich-Kiel-Forschungen“, herausgegeben im Auftrag der Friedrich-Kiel-Gesellschaft. Das aktuelle Werk ist der erste Teil einer auf zwei Bände angelegten Briefausgabe. Die Friedrich-Kiel-Gesellschaft setzt sich zum Ziel, Briefe und andere Dokumente des Komponisten aus Puderbach in Archiven und Bibliotheken aufzuspüren. Der Band enthält 67 Schreiben Kiels aus nahezu 40 Jahren - von 1841 bis 1878.

Sie zeigen den jungen Friedrich Kiel auf der Suche nach einem Verlag seiner Werke und dokumentieren sein Wirken als Lehrer sowie seine wachsende Anerkennung als Komponist. Der Leser könne den beharrlichen und gewiss schwierigen Aufstieg Friedrich Kiels aus kleinen, dörflichen Verhältnissen zu einer führenden, aber stets unabhängig bleibenden Musikerpersönlichkeit im Berlin der Gründerzeit anschaulich mitvollziehen“, schreibt der Verlag. Friedrich Kiel wurde am 7. Oktober 1821 in Adams Haus in Puderbach geboren - und zwar als Sohn des Dorfschullehrers Johann Jost Kiel und der Johanne Marie Jung.

Als die Familie gemeinsam mit ihrem sechsjährigen Friedrich nach Schwarzenau zog, begann der Kleine ohne Anweisung Klavier zu spielen. Unterricht erhielt er vom Vater und von seinem Elsoffer Lehrer Karl Batta. Ihm widmete Kiel später „VII Fugen für das Pianoforte“. Friedrich Kiels „Karriere“ begann in Wittgenstein, denn als Fürst Albrecht zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg den jungen Mann im Orchester der Hofkapelle sah, da erhielt Friedrich Kiel Violin-Unterricht bei Fürst Albrechts Bruder Prinz Carl. Friedrich Kiel arbeitete als 19-Jähriger am Hofe derer zu Sayn-Wittgenstein-Berleburg, war konzertmeister der Hofkapelle und gab den fürstlichen Kindern Musikunterricht.

In Berlin startete Friedrich Kiel zwei Jahre später durch. Von ihm stammen Kammermusikwerke für verschiedene Besetzungen, Klavierkonzerte, Chorwerke, Requien, Missa solemnis und Oratorien.

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