Donnerstag kommen 400 Flüchtlinge

 Gestern sind die Security-Mitarbeiter ein letztes Mal für lange Zeit über die Straßen eines nahezu ausgestorbenen Lagers auf dem Stegskopf gestreift. Ab heute wird sich mit der Flüchtlingsbelegung einiges ändern. Archivfoto: dach
  • Gestern sind die Security-Mitarbeiter ein letztes Mal für lange Zeit über die Straßen eines nahezu ausgestorbenen Lagers auf dem Stegskopf gestreift. Ab heute wird sich mit der Flüchtlingsbelegung einiges ändern. Archivfoto: dach
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sz/dach - Bereits am Donnerstag werden auf dem Stegskopf die ersten 400 Flüchtlinge erwartet. Damit reagiert die Mainzer Landesregierung auf die Hilferufe aus Bayern, wie das Integrationsministerium in einer Mitteilung auf seiner Internetseite schreibt: „Angesichts der großen Zahl an Flüchtlingen, die vom Balkan über Österreich in das südliche Bundesland kommen, hat die bayrische Landesregierung an die Solidarität der anderen Länder appelliert.“ Ministerin Irene Alt: „Um jetzt zusätzliche Flüchtlinge aus Bayern in Rheinland-Pfalz aufnehmen zu können, muss die Einrichtung auf dem Stegskopf umgehend in Betrieb genommen werden. Dort besteht die beste Möglichkeit, kurzfristig Kapazitäten zu schaffen.“ Sie sei sich sicher, „dass die Bevölkerung im Westerwald für diese notwendige vorgezogene Entscheidung Verständnis hat“.

Auch Winfried Conrad, der Leiter der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA), sieht die „sehr angespannte Situation in Bayern“. Daher müssten nun alle Einrichtungen im Land, ob bereits fertiggestellt oder nicht, Flagge zeigen. Wann genau die Flüchtlinge im ehemaligen Bundeswehrlager eintreffen – ob etwa in den frühen Morgenstunden oder erst am späten Abend –, wusste Conrad gestern noch nicht. Aber er hätte sich das anders gewünscht: „Wir sitzen hier auch auf heißen Kohlen, wir müssen ja auch die Leute involvieren, die sich bei der Ankunft um die Flüchtlinge kümmern wollen.“

Bislang waren auch noch keine Möbel angeliefert worden. Aber der AfA-Leiter ist sich sicher: „Wir kriegen Betten.“ Laut Ministerium soll ein Provisorium helfen: Das DRK wird mit 400 Feldbetten und Schlafsäcken aushelfen. „Die Feldbetten werden wieder abgebaut, wenn in den nächsten Tagen die bestellten Doppelstockbetten geliefert werden“, wird Integrationsministerin Irene Alt in dem Bericht zitiert. Winfried Conrad erläuterte im Telefonat mit der SZ, dass die Betten stets nur dorthin geliefert würden, wo auch Flüchtlinge einquartiert werden – also dorthin, wo sie gebraucht werden.

Der Ankunft der Flüchtlinge sieht Conrad, bei allem Stress in den vergangenen Wochen, gelassen entgegen. Der AfA-Leiter hat keinerlei Bedenken, dass es für die Mannschaft rund um den Stegskopf zu größeren Schwierigkeiten kommen wird: „Das Rote Kreuz ist schon aktiviert.“ Wann der nächste Schwung Flüchtlinge kommen wird, steht noch in den Sternen, so Conrad. Das könnte allerdings relativ schnell gehen. Der AfA-Leiter verweist in diesem Zusammenhang auf den Flüchtlingsstrom an der österreichisch-bayerischen Grenze: „Wenn es da in dieser Größenordnung weitergeht…“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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