Drei Geschenke am »Weißen Sonntag«

Die Sportfr. Siegen zeigten dem »Abstiegsgespenst« die Zähne

Zuschauer bekamen nicht alltägliche Treffer zu sehen / Einstellung der Siegener stimmte

rege Siegen. Die Sportfr. Siegen haben dem »Abstiegsgespenst« gestern die Zähne gezeigt und das Polster zu den Abstiegsplätzen der Fußball-Regionalliga Süd mit dem eminent wichtigen 3:1 (2:1)-Erfolg über die akut abstiegsgefährderten Amateure von Eintracht Frankfurt wieder auf vier Punkte ausgebaut. Gut möglich, dass die Siegerländer in den nächsten Tagen zwei Danksagungskarten nach Frankfurt schicken werden, denn Eintracht-Keeper Sven Schmitt und der zum Profikader gehörende Brasilianer Matheus Coradini Vivian trugen maßgeblich zum Triumph der »Sportfreunde« bei.

So wurden am gestrigen »Weißen Sonntag« nicht nur zahlreiche Kommunionkinder, sondern auch die Siegener beschenkt – und das gleich dreimal! Über das erste Geschenk durften die Rot-Weißen sich in der 30. Minute freuen, als Vivian in eine Flanke von Jozef Kotula »segelte« und diese in Torjäger-Manier zum zwischenzeitlichen 1:1 eiskalt im eigenen Netz versenkte. Besser hätte es Til Bettenstaedt auch nicht machen können! Danach übernahm Sven Schmitt die Rolle des Geschenkeverteilers: In der 42. Minute ließ der Frankfurter Torhüter sich völlig überflüssigerweise von Andreas Nauroth den Ball abjagen. »Tore aus einem unglaublich spitzen Winkel« zu erzielen, gehört neuerdings offenbar zu den Spezialitäten des Malbergers, im Gegensatz zum Spiel in Darmstadt trudelte der Ball diesmal aber flach (nahezu parallel zur Torauslinie) in Richtung Torlinie – und zum richtigen Zeitpunkt dann auch über selbige (so jedenfalls sah es der Schiedsrichter-Assistent). Präsent Nummer 3 erhielten die Gastgeber in Minute 48, als Sven Schmitt sich bei einer Kotula-Flanke gehörig verschätzte. Der Ball gelangte zu Til Bettenstaedt, und der bewies »Auge« und passte quer zu Joshua Caleb Norkus, der mutterseelenallein am Fünf-Meter-Raum stand und die Kugel nur noch über die Linie schieben musste.

»Sportfreunde« beherzt und engagiert

Letztlich waren es zwar diese drei individuellen Fehler, die den »Sportfreunden« den so dringend benötigten »Dreier« bescherten, doch die drei Punkte waren auch der Lohn für ihr beherztes und engagiertes Auftreten. Schon in der Anfangsphase war den Siegerländern anzumerken, dass sie mit der richtigen Einstellung in das Spiel gingen und einiges gutmachen wollten. Sie machten in den ersten Minuten eigentlich alles richtig, attackierten die Hessen früh, ließen die Gäste kaum aus der eigenen Hälfte kommen und erarbeiten sich auch mehrere gute Torchancen, doch im Abschluss haperte es noch. Umso bitterer war die Pille, die das Team von Trainer Ingo Peter in der 12. Minute schlucken musste: Nach einem dummen Foul des ehemaligen Frankfurters Slobodan Kresovic, der seine Fußball-Schuhe von 1981 bis 1994 für die Eintracht schnürte, zirkelte Giovanni Speranza den Ball über die Siegener Mauer hinweg zum 1:0 in die Maschen.

Siegen schaltete nach 3:1 Gang zurück

Von diesem Schock erholten sich die »Sportfreunde« nur langsam und für 15 Minuten geriet die völlig neuformierte Siegener Abwehr dann auch mal so richtig ins »Schwimmen«. Nach diesem »Durchhänger«, den die Südwestfalen nur mit Glück und dank Andreas Koch ohne weiteren Gegentreffer überstanden, übernahmen die Siegener wieder das Kommando – und die Frankfurter hätten sich zur Pause über einen höheren Rückstand auch nicht beschweren können (u.a. hatte Siegen noch einen Pfosten-Kopfball).

Als der Peter-Elf kurz nach dem Wiederanpfiff dann das beruhigende 3:1 glückte, war die Messe gelesen. Die »Sportfreunde« schalteten einen Gang zurück und ließen die Frankfurter nun kommen. Die Hessen wussten mit dem ihnen nun zu Verfügung stehenden Platz jedoch nichts Sinnvolles anzufangen und waren im Strafraum dermaßen harmlos, dass der Siegener Sieg nicht mehr in Gefahr geriet.

Die »Sportfreunde« beschränkten sich darauf, gelegentlich Konter zu fahren, die aber auch nichts mehr einbrachten. Zugute halten müssen wir den Kickern allerdings, dass die Wetterkapriolen (böiger Wind und heftige Regenschauer) ab der 60. Minute ihren Teil dazu beitrugen, dass das Spielniveau sank. Und vielleicht hat der Wind dem »Abstiegsgespenst« ja auch dermaßen heftig ins Gesicht geblasen, dass es sich in den nächsten Wochen endgültig aus dem Leimbachtal verzieht ...

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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