Drei Jahre Haft für früheren Wirt

 Im April 2014 ist das Haus Tüschebach ein Raub der Flammen geworden. Das Feuer geht aufs Konto des Wirts – das jedenfalls ist die Überzeugung des Gerichts. Foto: Archiv
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damo - Mehr als ein Dutzend Zeugen sind vernommen, zwei Gutachter gehört, viele Indizien thematisiert worden – und am Ende eines viertägigen Prozesses steht ein Schuldspruch: Wegen schwerer Brandstiftung ist der frühere Wirt des Hauses Tüschebach zu drei Jahren Haft verurteilt worden.

Richterin Melanie Neeb und ihre Schöffen haben „keine vernünftigen Zweifel“ daran, dass der 58-jährige Jochen H. (Name geändert) im April 2014 sein eigenes Lokal in Brand gesteckt hat. Bekanntlich ist die Gaststätte bis auf die Grundmauern niedergebrannt, der Schaden liegt bei 1,2 Mill. Euro.

In ihrer Urteilsbegründung führte Neeb detailliert aus, warum die Kammer zu einem Schuldspruch gelangt ist. Sie stützte sich dabei auf Gutachten und Zeugenaussagen und machte deutlich, dass die Kammer „keine vernünftigen Zweifel“ an der Täterschaft des Angeklagten habe. Das Strafmaß - drei Jahre Haft - deckt sich mit der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Verteidigerin Rita Holstein-Brass hingegen hatte in ihrem Plädoyer massive Zweifel angemeldet: „Die Brandursache ist nach wie vor unklar, die Täterschaft nicht nachgewiesen.“ Ergo hatte die Juristin einen Freispruch gefordert - erfolglos.

Schon beim Verlassen des Gerichtssaals kündigte Holstein-Brass an, dass sie für ihren Mandanten Berufung einlegen werde. Das heißt: Der Fall wird vor dem Koblenzer Landgericht noch einmal neu aufgerollt. Damit bleibt Jochen H. erst einmal auf freiem Fuß.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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