Drei „schwarze“ Gewinner

 Volkmar Klein neben Ehefrau Dorothee im Kreise seiner Töchter im Siegener Lÿz. Der CDU-Abgeordnete holte den Wahlkreis 148 erneut direkt. Der Burbacher wird Siegen-Wittgenstein in den nächsten vier Jahren in Berlin vertreten. Foto: Christian Hoffmann
  • Volkmar Klein neben Ehefrau Dorothee im Kreise seiner Töchter im Siegener Lÿz. Der CDU-Abgeordnete holte den Wahlkreis 148 erneut direkt. Der Burbacher wird Siegen-Wittgenstein in den nächsten vier Jahren in Berlin vertreten. Foto: Christian Hoffmann
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ch/win - Lange bevor alle Schnellmeldungen im Wahlzentrum Lÿz eingegangen waren, stand der Gewinner des Abends bzw. des Wahlkreises 148 fest: Der Bundestagsabgeordnete Volkmar Klein (CDU) wird auch in den kommenden vier Jahren den Kreis Siegen-Wittgenstein im Bundestag direkt vertreten. Lange bevor also die letzten 10.000 Stimmen ausgezählt waren, konnte der Burbacher, der mit seiner kompletten Familie zur Wahlparty gekommen war, feiern und vom Wahlleiter und Landrat Andreas Müller (SPD) den Blumenstrauß als Symbol des Sieges entgegen nehmen.

Ein Sieg mit Schmerzen: Am Ende gaben 40,1 Prozent der 162.349 Wähler (Wahlbeteiligung: 76,3 Prozent, plus 3,7 Prozentpunkte) ihre Erststimme Volkmar Klein. Im Jahr 2013 waren es noch satte 45,8 Prozent. Vermutlich hat Klein Stimmen an den Liberalen Hermann Siebdrat (7,3 Prozent) und AfD-Mann Andreas Appelt, der 9,8 Prozent der Erststimmen erhielt, abgeben müssen.

Am Ende ließ der Christdemokrat den SPD-Herausforderer Heiko Becker deutlich hinter sich. Der Kreuztaler, der bei dieser Wahl zum ersten Mal angetreten ist und damit versuchte, dem noch amtierenden SPD-Abgeordneten Willi Brase nachzufolgen, konnte nur 30,2 Prozent der Erststimmen einholen – Brase schaffte im Herbst 2013 immerhin noch 36,5 Prozent.

Wie im Bund verlor die CDU in Siegen-Wittgenstein bei den Zweitstimmen deutlich, wenn auch das Ergebnis bei 33,95 Prozent landete und damit leicht besser als auf Bundesebene ausfiel. Die Sozialdemokraten erhielten vom Wähler ebenfalls eine schallende Ohrfeige. Sie fuhren zwar in Siegen-Wittgenstein nicht ganz so schlimme Verluste wie auf Bundesebene ein, landeten am Ende des Wahlabends aber bei nur noch 26,4 Prozent der Zweitstimmen.

Der Kreis Olpe bleibt „schwarz“, ebenso wie der komplette Wahlkreis 149, zu dem noch sechs Gemeinden aus dem Märkischen Kreis gehören: Matthias Heider wird erneut dem Bundestag als direkt gewählter Abgeordneter angehören. Allerdings hat er Verluste eingefahren. Bei den Zweitstimmen ist die hier erfolgsverwöhnte CDU deutlich unter die magischen 50 Prozent gefallen. Herausforderin Nezahat Baradari gelang es nicht, mit ihrem engagierten Wahlkampf zu überzeugen.

Allen Grund zum Jubel hatte gestern Erwin Rüddel: Der Christdemokrat hat den Wahlkreis Neuwied – und damit den Kreis Altenkirchen – zum dritten Mal in Folge direkt geholt. Zwar hat der 61-Jährige sein Ergebnis der letzten Bundestagswahl (46,9 Prozent) nicht wiederholen können. Doch seine 42,7 Prozent reichten locker, um den SPD-Kandidaten Martin Diedenhofen auf Distanz zu halten. Der 22-Jährige kam auf 28,8 Prozent. Auch sein Listenplatz reicht nicht, um ihm ein Mandat in Berlin zu sichern – ganz im Gegensatz zu Sandra Weeser (FDP) und Andreas Bleck (AfD). Weil beide auf den Landeslisten ihrer Partei vordere Plätze hatten, wird der Wahlkreis künftig von drei Abgeordneten im Bundestag vertreten.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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