Von der Polizei auf Distanz gehalten
"Dritter Weg" und Gegendemonstranten schrien sich an

Vor das Dutzend Mitglieder des "Dritten Weges", hinten - von der Polizei auf der anderen Straßenseite auf Distanz gehalten - die Gegendemonstranten.
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  • Vor das Dutzend Mitglieder des "Dritten Weges", hinten - von der Polizei auf der anderen Straßenseite auf Distanz gehalten - die Gegendemonstranten.
  • Foto: Christian Hoffmann
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ch Siegen. Die einen brüllten ins Megafon, die anderen erhoben ihre Stimme: Rund 200 Gegendemonstranten übertönten am Mittwochabend in Siegen eine Kundgebung der Organisation „Der dritte Weg“. Ein Dutzend Frauen und Männer der rechtsextremistischen Kleinstpartei, offenbar samt Anhang angereist, hatte sich am Kölner Tor eingefunden – unter Beobachtung massiver Polizeikräfte.

"Schämt euch, Nazis!"

Anlass war laut der Gruppierung der blutige Vorfall auf dem Fischbacherberg in der Woche zuvor. Ein Jugendlicher (15) hatte einen Familienvater mit einem Messer derart verletzt, so dass der 47-Jährige verstarb. Daraus machte der „Dritte Weg“ in abscheulich abstrusen wie menschenverachtenden Redebeiträgen einen Akt des „Ausländerterrors“. Der Jugendliche aus einer Einwandererfamilie ist in Siegen geboren.

Massive Polizeikräfte

Die Gegendemonstranten, von der Polizei auf Distanz gehalten, sprachen vom „Missbrauch eines Mordes“. Die zumeist jungen Menschen aus Gewerkschaften, Politik, Kirche, Antifa und anderen Gruppierungen skandierten denn auch lautstark: „Schämt euch, Nazis!“ Die Veranstaltung verlief insgesamt laut, aber friedlich.

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