Lia hofft auf Stammzellspende
DRK führt 366 Typisierungen durch

Die fünfjährige Lia kämpft gegen Blutkrebs. Die Hoffnung der Familie liegt auf einer Stammzellentherapie - dafür hat jetzt eine Typisierungsaktion stattgefunden.
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schn Weidenau. Das Schicksal der kleinen Lia aus Eisern habe ihn ganz persönlich sehr bewegt, sagt Stephan David Küpper vom Blutspendedienst West des Deutschen Roten Kreuzes. Er steht auf dem Parkplatz des Weidenauer Henry-Dunant-Hauses. Um ihn herum lebhaftes Treiben. „Ich habe am Donnerstag im Büro gesessen und war richtig angefasst“, so Küpper.
Lia ist fünf Jahre alt und kämpft gegen den Blutkrebs. Inzwischen hat die Kleine die zweite Chemotherapie erhalten – und der Kampf geht weiter. Die größte Hoffnung wäre eine Stammzellenspende von einem genetischen Zwilling. Die Stammzellentherapie hat sich in der Behandlung etabliert und schon viele Leben gerettet. Das Schwierigste dabei ist freilich, einen geeigneten Spender zu finden.

Stammzellen werden aus dem Blut gewonnen

„Vor einer schmerzhaften und gefährlichen Prozedur bei der Spende muss eigentlich niemand mehr Angst haben“, erklärt Küpper. Wurden früher die Stammzellen direkt aus dem Knochenmark gewonnen, so kann man sie heute aus dem Blut gewinnen. Der Spender macht also im Falle eines Falles eine Blutspende. Nur in ganz wenigen Fällen ist noch eine Knochenmarkspende nötig, und der Spender kann jederzeit immer noch Nein sagen. „Das ist sehr wichtig, um das Vertrauen der Menschen zu stärken“, berichtet Küpper.

Lia kämpft gegen die bösen Zellen im Blut

Aufrufe wie der für Lia animieren potenzielle Spender

Die am Sonntag gesammelten Daten wandern in die WSZE, die Westdeutsche Spender-Zentrale, die vom Blutspendedienst des DRK betrieben wird. Solche Spendenaufrufe wie für die kleine Lia seien immer Anlässe, bei denen sich viele Menschen aufgerufen fühlten, sich registrieren zu lassen: „Die Emotionalität ist viel größer, vielleicht kennt man die Betroffenen. Die Spende ist nicht mehr abstrakt.“
Die Typisierung ist ziemlich einfach. Bei der Blutspende wird eine Röhrchen Blut extra abgenommen. Die Alternative ist ein überdimensioniertes Wattestäbchen, das mehrfach über die Wangeninnenseiten gerieben wird. Dabei lösen sich Gewebezellen, die später im Labor ausgewertet werden. Beide Verfahren sind für den potentiellen Spender schmerzlos.

DRK-Kreisverband übernimmt Typisierungsaktion

Heinz-Wilhelm Upphoff, Vorsitzender des DRK -Ortsvereins Eiserfeld-Eisern, hatte die Idee, eine Typisierungsaktion auf die Beine zu stellen. „Der Kreisverband hat das übernommen, weil wir das Gelände haben und den Zugriff auf das Buchungssystem“, erklärte DRK-Pressesprecher Marcus Sting. Stolz war man beim DRK darauf, die erste „Live-Aktion“ seit einem Jahr auf die Beine gestellt zu haben, in weniger als einer Woche. Die Freude bei allen Beteiligten sei groß, endlich wieder in dieser Form mit Menschen arbeiten zu können, so Sting.
Das Rote Kreuz nutzte die Möglichkeit der Terminvergabe, um den Besucherstrom ein wenig zu koordinieren. „Über 200 Menschen haben sich angemeldet. Der größere Teil bei der reinen Typisierung, der kleinere bei der Blutspende“, erklärte Sting.
Parallel lud das DRK zur Blutspende ein. Während Blutspende und Typisierung von hauptamtlichen Kräften durchgeführt wurden, kümmerten sich die Ehrenamtlichen der Ortsvereine Eiserfeld-Eisern und Burbach um die Logistik. An jedem Eingang und an neuralgischen Punkten im Gebäude standen Lotsen, um die Besucher in die richtige Richtung zu leiten. „Dieses System werden wir nach Corona fortführen, auch die Terminvereinbarung“, sagte Küpper. Diese Mittel hätten sich im vergangenen Jahr absolut bewährt.

An Spenderdateien wenden weiterhin möglich

Am Nachmittag rief der DRK-Kreisverband über die sozialen Medien potenzielle Spender auf, sich spontan zu melden. Die Kapazitäten waren bei Weitem nicht ausgeschöpft.
Wer sich jetzt noch typisieren lassen will, der kann sich an die bekannten Spenderdateien wenden. Dort werden die Probensets auch verschickt. Auch bei normalen Blutspendeterminen ist immer eine Typisierung möglich. Typisieren lassen können sich Menschen im Alter zwischen 17 und 45 Jahren.

Die fünfjährige Lia kämpft gegen Blutkrebs. Die Hoffnung der Familie liegt auf einer Stammzellentherapie - dafür hat jetzt eine Typisierungsaktion stattgefunden.
Ein potenzieller Spender bei der Anwendung des Probensets.
Autor:

Guido Schneider aus Siegen

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