Drohneneinsatz gegen Wildschweine

 Auch in Siegen dringen Wildschweine vermehrt in die Wohngebiete ein, wie dieses vor wenigen Tagen an der Achenbacher Straße im gleichnamigen Stadtteil geschossene Foto belegt. Foto: rt
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mir - Tausende Wildschweine leben mitten in Berlin, das ist bekannt. In Siegen ist die Lage noch nicht ganz so dramatisch, aber die schlauen Tiere sind trotz 484 Abschüssen im Stadtgebiet allein 2016/17 weiter auf dem Marsch in die Wohnbezirke. Am Donnerstag debattierte der Ausschuss für Feuerschutz, Sicherheit und Ordnung darüber mit der Erkenntnis, die Schwarzkittel suchen in allen Ortschaften die Gärten heim. Michael Langenbach, der Abteilungsleiter Ordnung/Stadtreinigung, kündigte gezielte Gegenwehr an: „In den nächsten Tagen werden wir am Wellersberg einen Drohneneinsatz durchführen, um die Einstände der Rotten zu lokalisieren.“ Der Anlass ist klar, wilde Säue hatten dort in Vorgärten gewütet. Vom früheren Munitionsdepot oberhalb der Kinderklinik gibt es Sichtungen, aber auch in der am unteren Wellersberg gelegenen Blücherstraße ist aktuell Schwarzwild beobachtet worden. Erste Maßnahmen haben gefruchtet. Beispielsweise am Emmy-Noether-Campus, wo verstärkt das Unterholz gerodet und gejagt wurde. Ergebnis laut Langenbach: „Die Säue sind abgewandert.“

Die Liste betroffener Wohngebiete ist lang, offiziell gelten der Tiergarten, der Rosterberg und der Wellersberg sowie der Fischbacherberg als „Hotspots“ mit erhöhter Wildschweindichte im innerstädtischen Bereich (ohne Ortschaften). „Das Festsetzen von Rotten in diesen Wohngebieten soll und muss verhindert werden“, erklärte Langenbach und bezog sich dabei auf ein Fachgespräch mit Vertretern des Umweltministeriums und der Forschungsstelle für Jagdkunde im Januar 2018. Generell gilt: An gefährdeten Orten sollte das Unterholz erheblich gelichtet werden, lautet der Rat des Experten aus dem Rathaus. Was können Bürger selbst tun: Ein fester Zaun könnte helfen, nachts eventuell unter Strom gesetzt wie bei einer Tierweide. Langenbach berichtete, man habe an Friedhöfen angefangen, Zäune mit Matten im Boden zu verankern. Ganz wichtig: nicht füttern. „Es gibt Meldungen, dass Bürger dieser Stadt Wildschweine mit Mais gefüttert haben. Das geht gar nicht“, fügte der Mann aus dem Rathaus hinzu. Auch Komposthaufen (mit Essensresten) müssten gesichert werden. Die Stadt Siegen ist nach eigenen Angaben bemüht, den Druck weiter aufrecht zu halten. Weitere „Hotspots“ sollen abgearbeitet werden, die Koordination mit der Kreisverwaltung soll weiter intensiviert werden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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