SZ

CDU-Landtagsabgeordnete im SZ-Gespräch
"Düsseldorf hat die Kinder im Fokus"

Milliarden stellt das Land, abgesegnet vom Landtag in Düsseldorf (Foto), in Corona-Zeiten zur Verfügung. NRW ist zum Beispiel das erste Bundesland, das seine rund 160 000 Lehrer flächendeckend mit Laptops oder Computern versorgen will.
  • Milliarden stellt das Land, abgesegnet vom Landtag in Düsseldorf (Foto), in Corona-Zeiten zur Verfügung. NRW ist zum Beispiel das erste Bundesland, das seine rund 160 000 Lehrer flächendeckend mit Laptops oder Computern versorgen will.
  • Foto: Pixabay (Symbolbild)
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

ch Siegen/Bad Berleburg. Wir sind noch immer mitten in der Pandemie, die zweite Corona-Welle droht auch den Kreis Siegen-Wittgenstein zu überrollen. Klar dass sich da der SZ-Talk zur politischen Sommerpause in NRW mit den beiden heimischen Landtagsabgeordneten Anke Fuchs-Dreisbach und Jens Kamieth vor allem um eines dreht: um das Virus und die Covid-19-Folgen im Alltag. Dabei geht es natürlich auch um die Maskenpflicht und das Beachten von Hygiene- und Abstandsregeln, deren künftige Einhaltung die beiden Christdemokraten „unbedingt” einfordern und für deren bisherige Umsetzung das Duo sich bei allen „aufrichtig” bedankt. Doch vor allem denken Fuchs-Dreisbach und Kamieth nach den Sommerferien in erster Linie an den Nachwuchs: „Düsseldorf hat die Kinder im Fokus”.

ch Siegen/Bad Berleburg. Wir sind noch immer mitten in der Pandemie, die zweite Corona-Welle droht auch den Kreis Siegen-Wittgenstein zu überrollen. Klar dass sich da der SZ-Talk zur politischen Sommerpause in NRW mit den beiden heimischen Landtagsabgeordneten Anke Fuchs-Dreisbach und Jens Kamieth vor allem um eines dreht: um das Virus und die Covid-19-Folgen im Alltag. Dabei geht es natürlich auch um die Maskenpflicht und das Beachten von Hygiene- und Abstandsregeln, deren künftige Einhaltung die beiden Christdemokraten „unbedingt” einfordern und für deren bisherige Umsetzung das Duo sich bei allen „aufrichtig” bedankt. Doch vor allem denken Fuchs-Dreisbach und Kamieth nach den Sommerferien in erster Linie an den Nachwuchs: „Düsseldorf hat die Kinder im Fokus”.

Kitas wieder im Regelbetrieb

Die großen wie die kleinen. Seit Montag sind etwa die Kitas in den Regelbetrieb zurückgekehrt.

Kitas gehen zum Regelbetrieb über

„Die NRW-Koalition hat damit ihr klares Konzept der schrittweisen Öffnung der Kindertagesbetreuung unter Berücksichtigung des Infektionsgeschehens konsequent fortgesetzt”, so Jens Kamieth, familienpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag. Die Coronakrise habe vor den Kindergärten und Kindertagesstätten nicht halt gemacht, „das Virus hat viele Familien vor große Herausforderungen gestellt. Dies gilt auch für unsere Kleinen und Kleinsten, die durch die Einschränkungen zum Schutz von Leben und Gesundheit einen Teil der Bürde zu tragen hatten.” Die schrittweise Öffnung der Betreuungsangebote nach dem Lockdown Mitte März – erst die Freigabe der Spielplätze, dann der Neustart der offenen Kinder- und Jugendarbeit und zuletzt die Öffnung der Kita-Türen nach Sonderspielregeln – habe Stück für Stück Entlastung für die Eltern bedeutet.
Kamieths Blick nach vorne fällt im SZ-Sommergespräch auf das große Thema Testung der Lehrer, Erzieher und Beschäftigten an Schulen und Kindertageseinrichtungen. Sie können sich bekanntermaßen alle 14 Tage auf SARS-CoV-2 testen lassen. Freiwillig. „Wir tragen damit den Bedürfnissen sowohl des Gesundheitsschutzes als auch der Betreuung und des Lernens unserer Kinder ausreichend Rechnung“, ist Kamieth überzeugt, man sei doch dem Anliegen vieler Lehrer, Erzieher, Kindertagespflegepersonen und der Gewerkschaften nachgekommen.

Die große Angst vor dem nächsten Lockdown

Sein Blick verrät, dass er weiß, dass viele sich fragen, ob mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen diese Testungen ausreichend sind. Und dass sie sich fragen, wie es im Fall der Fälle weitergeht: Die Tests könnten schließlich die Schließung ganzer Schulen oder Kitas nach sich ziehen, wenn das Kreisgesundheitsamt die Infektionslage als ernst einstuft. Der nächste Lockdown droht, die Unsicherheit ist groß. Die Sorgen der Familien seien der schwarz-gelben Landesregierung sehr wohl bewusst, entgegnet da der Siegener CDU-Mann. „Jedes Kind muss schnellstens und so gut wie möglich von Bildungs- und Betreuungsangeboten profitieren können“, betont Kamieth, also seien die Coronatests „ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer neuen, verantwortungsvollen Normalität“.
An dieser Stelle erlaubt sich Kamieth, im ersten Berufsleben Anwalt, mitten in der laufenden Legislaturperiode einen Rückblick und ein Klopfen auf die eigene Schulter. Das Kinderbildungsgesetz (KiBiz) sei die Grundlage für diese neue Normalität: „Mit dem neuen KiBiz wird zwar nicht alles anders – aber vieles besser. Darauf bin ich stolz!” Es sei die Finanzierungsgrundlage für die allermeisten Kitas bei uns und ist Anfang August zum Kindergartenjahr 2020/21 in Kraft getreten. Es bringt viel Geld für die neue Normalität: „Ab jetzt werden jährlich 1,3 Milliarden Euro zusätzlich aus Bundes-, Landes- und Kommunalmitteln in Kitas und Kindertagespflege investiert“, erklärt Kamieth.

NRW will Lehrer mit Laptops ausstatten

Noch mehr Geld pumpt Düsseldorf in die Bewältigung der Folgen der Pandemie. Insgesamt 8,9 Milliarden Euro. Mittel für den Rettungsschirm der Kommunen (Stichwort: Investitionsfähigkeit), Krankenhäuser, Solo-Selbstständige und Kultureinrichtungen sowie für den Klimaschutz … und für die Digitalisierung im Bereich Schule und Bildung. Ein Schwerpunkt: Die Landesregierung will alle Lehrer und benachteiligte Schüler mit digitalen Endgeräten ausstatten.
„Wir haben ein Investitionspaket von über 350 Millionen Euro für die Digitalisierung geschnürt, das es so noch nie gab“, sagt Anke Fuchs-Dreisbach, Mitglied im Fraktionsausschuss für Digitalisierung und Innovation. 105 Millionen Euro stammen aus Bundesmitteln, 18 Millionen Euro von Schulträgern. NRW sei das erste Bundesland, das seine rund 160 000 Lehrer flächendeckend mit Laptops oder Computern versorge. Und: Zusätzlich sollen vor allem bedürftige Schüler Leihgeräte zur Verfügung gestellt bekommen. Die Landtagsabgeordnete aus Sassenhausen: „In der Corona-Krise hat sich gezeigt, dass der Wechsel zwischen Präsenz- und Fernunterricht häufig unter anderem daran scheitert, dass Lehrer keine eigenen Dienstgeräte haben. Das muss sich zügig ändern!” Jene, die auf eigene Computer zurückgriffen, gingen ein Datenschutzrisiko ein. Grotesk.

Schulen sollen Technik zügig beschaffen

Schlimmer noch: So konnten viele Schüler beim „homeschooling” nicht mitmachen, weil es ihnen an digitalen Geräten mangelte. Welche Schüler tatsächlich ein Leihgerät erhalten, müssen die Lehrer nach Bedürftigkeit entscheiden, erläutert Anke Fuchs-Dreisbach. Spätestens bis Ende des Jahres müssen die elf Siegen-Wittgensteiner Städte und Gemeinden das Geld für die Laptops oder Tablets ausgegeben haben. Die gelernte Schornsteinfegerin und examinierte Physiotherapeutin kommentiert den „Anreiz”: „Wir machen den Schulen Druck, die Technik schnell zu beschaffen.” Sie dämpft zugleich allzu hohe Erwartungen an digitalen Unterricht, der vielleicht schon in Kürze wieder notwendig sein wird: Erst Ende 2022 werden alle Schulen in unserem Bundesland an schnelles Internet angebunden sein.

Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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