„Eberhard“ wütete mit aller Kraft

 Das Wildenburger Land war einer der Schwerpunkte der Einsätze. Am Abend waren noch viele Wehrleute draußen. Foto: Wehr Kirchen  Zahllose entwurzelte und umgestürzte Bäume hinterließ Sturmtief „Eberhard“. Die stürzten teilweise auf Straßen, oder, wie hier in Biersdorf, auf Bahngleise. Foto: Wehr Daaden-Herdorf
  • Das Wildenburger Land war einer der Schwerpunkte der Einsätze. Am Abend waren noch viele Wehrleute draußen. Foto: Wehr Kirchen Zahllose entwurzelte und umgestürzte Bäume hinterließ Sturmtief „Eberhard“. Die stürzten teilweise auf Straßen, oder, wie hier in Biersdorf, auf Bahngleise. Foto: Wehr Daaden-Herdorf
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nb/rai Ordentlich durchgerüttelt hat Sturmtief „Eberhard“ am Sonntag viele Regionen in Deutschland – und so auch den hiesigen Oberkreis. Zahllose entwurzelte Bäume, zerrissene Stromleitungen und Schäden an Häusern, Scheunen und Co. gingen auf sein Konto.

Hatte der Sonntag zwar vielerorts nass, aber noch recht ruhig angefangen, nahm „Eberhard“ ab dem Mittag immer mehr Fahrt auf und blies mit rauem Atem.

In der Verbandsgemeinde Kirchen hieß das: Einsatz für sämtliche Löschzüge mit insgesamt 150 Kräften. Etwa 30 Einsatzstellen, so Pressesprecher Florian Jendrock, warteten auf die Wehrleute. Die Schwerpunkte waren dabei das Wildenburger Land und Niederfischbach. „Eberhard“ sorgte für umgestürzte Bäume und abgerissene Fassadenteile. Und an vielen Stellen für eine Unterbrechung der Stromversorgung – so war gestern Abend, kurz vor Redaktionsschluss, Hahnhof noch teilweise ohne Strom. Außerdem drohte dort eine Birke auf ein Haus zu stürzen. Die Bewohner wurden evakuiert und von der Feuerwehr ein Forstbetrieb hinzugerufen.

Außerdem rief am Nachmittag ein Kellerbrand in Brachbach die Siegtaler Kameraden auf den Plan. Auslöser des Brands war nach Aussage von Jendrock wohl ein Kurzschluss.

Rund 25 Einsätze gab es in der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain. Ca. 155 Feuerwehrleute, so Wehrleiter Hans-Peter Halft, waren im Einsatz. „Eberhard“ deckte eine Scheune in Malberg ab, zerriss in Scheuerfeld Stromleitungen und warf Bäume um.

Und auch im Stadtgebiet Betzdorf war der Einsatz der Motorsäge gefordert. Bäume „jeden Kalibers“ waren dabei, so Josef Kipping, Wehrführer des Löschzuges Betzdorf. Im dortigen Gerätehaus wurden die Einsätze in der Funkeinsatzzentrale sowie im Einsatzleitwagen Kausen, der in der Halle stationiert war, koordiniert.

Umgestürzte Bäume ebenfalls im Bereich Steineroth, Molzhain und Kausen. Auch an der L 288, der Schnellstraße in Richtung Hachenburg, waren Bäume umgestürzt, hauptsächlich im Bereich zwischen Elkenroth und der Abfahrt Rosenheim. Dieser Abschnitt war gestern zunächst gesperrt worden. Wann die Straße frei geräumt werden sollte, war zunächst noch offen, erst sollte der Sturm nachlassen. Auf der L 281, zwischen Schwedengraben und Gebhardshain, war ein Auto praktisch von umgestürzten Bäumen eingeschlossen, aber die Feuerwehrleute konnten den unverletzten Fahrer retten und in Sicherheit bringen.

Auch in der „Gässert“ in Betzdorf war eine Einsatzstelle: Hier waren die Kräfte an der zweigleisigen Bahnstrecke in Richtung Herdorf bzw. Daaden aktiv. In Scheuerfeld habe es mehrere Einsätze wegen zerrissener Stromleitungen gegeben, die teils auf Dächern, teils auf dem Boden gelegen hätten, schilderte Kipping. Mehrere Einsätze auch an der Kupferhütte in Alsdorf und an der Landstraße zwischen Alsdorf und Daaden.

Sechs Einheiten der Verbandsgemeindewehr Daaden-Herdorf mussten insgesamt 14 Einsätze bewältigen. Die gute Nachricht zuerst: Verletzte gab es in der Verbandsgemeinde, Stand Sonntagabend, ebenfalls keine. Das berichtete der stellvertretende Wehrleiter André Fries. Insbesondere umgefallene Bäume bescherten den Kameraden Arbeit. Besonders arg hatte es die K 110 zwischen Daaden und Oberdreisbach getroffen, wo viele Bäume sehr nah an der Straße stehen. Nachdem sich die Arbeit hier als zu gefährlich herausgestellt hatte, wurde der Einsatz dort abgebrochen und die Straße voll gesperrt. Und diese Sperrung, so die Einschätzung von André Fries, wird auch noch mindestens bis heute andauern. Bei Biersdorf wiederum stürzte ein Baum auf die Strecke der Daadetalbahn.

Daneben rüttelte der Sturm auch hier ordentlich an Gebäuden – herumfliegende Dachteile waren die Folge. Und am Rewe in Herdorf wurde der Stand für die Einkaufswagen komplett „zerlegt.“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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