Erntedank-Gespräch im Siegener Kreishaus
Ederauenkonzept: Zähes Ringen mit gutem Ausgang

Alljährlich bringen die Landfrauen des Kreises Siegen-Wittgenstein zum Erntedankfest die Ernteerzeugnisse der Bauernfamilien aus der Region ins Kreishaus. Beim Gespräch mit dem Landrat und betroffenen Dezernenten diskutieren Vertreter des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes und des Waldbauernverbandes die Themen, die sie gemeinsam klären können.
  • Alljährlich bringen die Landfrauen des Kreises Siegen-Wittgenstein zum Erntedankfest die Ernteerzeugnisse der Bauernfamilien aus der Region ins Kreishaus. Beim Gespräch mit dem Landrat und betroffenen Dezernenten diskutieren Vertreter des Landwirtschaftlichen Kreisverbandes und des Waldbauernverbandes die Themen, die sie gemeinsam klären können.
  • Foto: Kreis
  • hochgeladen von Christian Hoffmann (Redakteur)

sz Siegen/Bad Berleburg. „Das Ederauenkonzept ist das Beispiel eines gemeinsamen zähen Ringens aller beteiligten Gruppen, um ein Ergebnis im Konsens zu erreichen – das haben wir geschafft.“ Beim jährlichen Erntedankgespräch im Siegener Kreishaus mit dem Landrat im Kreishaus ging Landrat Andreas Müller noch weiter: „Es war ein mühsames Arbeiten, aber jetzt sind Zwischenergebnisse vorzeigbar. Diese sind auch mit Fördermitteln hinterlegt und warten auf eine Umsetzung!“ Der Förderbescheid des Landes zu den vereinbarten Maßnahmen liege bereits vor, so Müller zu den Vertretern der Land- und Forstwirtschaft.

Schwieriger gestalteten sich da die neuen Entwicklungen in der Düngeverordnung. Henner Braach, Kreisverbandsvorsitzender des westfälisch-lippischen Landwirtschaftsverbands warb um Verständnis bei den Vertretern des Kreises: „Wenn wir in dieser Region Nitratbelastungen senken sollen, die hier nicht vorhanden sind, dann halten wir das für sinnlos.“ Die Vertreter der Landwirtschaft betonten, dass ein Umsetzen der Gülleverordnung nach dem „Gießkannenprinzip“ keinen Sinn mache und in der Bergregion des Sieger- und Wittgensteiner Landes ein Wirtschaften nahezu unmöglich mache. Die Gestaltungsmöglichkeiten des Landes NRW nach der Länderöffnungsklausel sollten unbedingt dort Verbesserungen festsetzen, wo Nitratbelastungen des Grundwassers auch durch die Landwirtschaft verursacht seien. Dies sei aber im ganzen Kreis Siegen-Wittgenstein nicht der Fall. Der Landrat teilt diese Auffassung und sagte zu, sich beim Land dafür einzusetzen, die Frage der Nitratbelastung differenziert zu betrachten.

Zum Naturparkplan waren alle Gesprächsteilnehmer einig, dass die Sichtbarkeit der Landwirtschaft größer werden müsse. Sie solle den Stellenwert erhalten, der ihr zustehe. Dies wolle man im nächsten Naturparkausschuss gemeinsam einbringen.

Große Sorgen machten sich alle um die Zukunft des heimischen Waldes. Man erwarte nach der großen Käferkalamität mit stark geschwächten Waldrändern weitere große Sturmschäden. Hier rechtzeitig für geeignete Nasslagerplätze zu sorgen, läge denn auch im Interesse des Kreises, betonte Landrat Andreas Müller. Dezernent Arno Wied verwies auf eine bereits gegründete Arbeitsgruppe des Kreises, an der sich neben den Fachbehörden künftig auch die Land- und Forstwirtschaft beteiligen kann.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

12 folgen diesem Profil
ThemenweltenAnzeige
Die Siegener Zeitung begrüßt den Lenz mit einem Sonder-Abo: Sparen Sie drei Monate lang mit unserem Frühlings-Abo.

SZ+ informiert schnell und gut
Mit dem Frühlings-Abo drei Monate sparen

Der Frühling hat - kalendarisch- begonnen und die Siegener Zeitung begrüßt den Lenz mit einem Sonder-Abo: Sparen Sie drei Monate lang mit unserem Frühlings-Abo. Verlässliche Informationen trotz unruhiger Corona-LageIn diesem einmal mehr besonderen Jahr sehnen sich viele Menschen noch mehr nach den ersten Frühlingsboten. Ist doch mit den steigenden Temperaturen, den kräftiger werdenden Sonnenstrahlen und dem Aufblühen der Natur im zweiten Jahr der Corona-Pandemie noch mehr Hoffnung verbunden als...

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen