Ehemalige Schulen als Ladenhüter

 Die Rothaarsteig-Schule in Erndtebrück (hier im Bild) ist der nächste schwierige Fall für die Gemeinde nach der Grundschule in Birkelbach. Foto: Björn Weyand  Eine leer stehende Hauptschule hat ja auch die Stadt Bad Laasphe. Foto: Björn Weyand
  • Die Rothaarsteig-Schule in Erndtebrück (hier im Bild) ist der nächste schwierige Fall für die Gemeinde nach der Grundschule in Birkelbach. Foto: Björn Weyand Eine leer stehende Hauptschule hat ja auch die Stadt Bad Laasphe. Foto: Björn Weyand
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bw - Es ist der nächste Problemfall für die Gemeinde Erndtebrück: Nach der Birkelbacher Grundschule steht auch die Hauptschule nach der Schließung nahezu leer. Ein kleinerer Teil dient zwar als Flüchtlingsunterkunft, andere Räume sind für Vereine wichtig. Doch insgesamt wird es nun still in der Großimmobilie. Was damit geschehen wird, ist derzeit noch ungewiss, auch wenn der Erndtebrücker Bürgermeister Henning Gronau schon die ein oder andere Idee hat, wie er der SZ verrät.

Doch mit guten Vorschlägen alleine ist es bei solchen Sonderimmobilien nicht getan, wie Günter Schmidt von Rothaar-Immobilien nur allzu gut weiß. Er sucht seit geraumer Zeit für die Gemeinde Erndtebrück einen Abnehmer für die vor vier Jahren geschlossene Grundschule in Birkelbach. In Eigenregie hatte die Gemeindeverwaltung keinen Interessenten gefunden, daher war es eine Forderung aus der Kommunalpolitik, auf professionelle Hilfe zu setzen. Zum Erfolg hat freilich auch das bisher nicht geführt. „Bei so speziellen Immobilien ist es schwierig“, sagt Günter Schmidt. Da sei nicht nur ein gutes Konzept gefragt, sondern auch viel Geld. Letztlich sei es allerdings schwierig, eine geeignete Idee für ein solches Objekt zu finden.

Eine Schule dieser Art habe große Räume, lange Gänge und viel Verkehrsfläche – eine schwer vermittelbare Kombination. Dies gilt auch für die Hauptschule Erndtebrück, wo immerhin die Lage etwas bessere Perspektiven verspricht. Das lässt auch die Hoffnung bei Henning Gronau wachsen, auch wenn die Vermarktung solcher Gebäude, die nur für den Schulzweck gebaut worden seien, sehr schwierig sei, wie er feststellt. Das weiß auch sein Laaspher Amtskollege Dr. Torsten Spillmann, der die Folgenutzung der vor zwei Jahren geschlossenen Hauptschule immer im Blick hat. Hin und wieder gebe es auch Anfragen, allerdings seien bisher nur Ideen dabei gewesen, die an diesem Standort nicht umsetzbar gewesen seien.

Die Lage sei durchaus sensibel, weiß der Verwaltungschef. Denn nebenan läuft noch der Schulbetrieb in der Lachsbachschule und auch die Turnhalle wird sehr rege von den bestehenden Schulen genutzt. Daher seien die Anfragen bisher „nicht so prickelnd gewesen“, berichtet Dr. Torsten Spillmann, „wir müssen etwas für den Standort Verträgliches hinbekommen.“ Das erschwert die Lösungsfindung. „Wenn das Gebäude alleine stehen würde, wäre es einfacher. Manchmal ist eben ein Glücksgriff notwendig“, meint der Bürgermeister und verweist auf die umfassenden Umbauarbeiten an der Lahnklinik, die mal schwer vermittelbar gewesen sei.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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