Eichen-Kreuztal jubelt doppelt

 An der Aachener Deckung vorbei bringt Clemens Jahn (rechts) vom VC Freudenberg seinen Schmetterball zum Punktgewinn. Der Neuzugang zeigte gleich in seinem ersten Spiel, dass er eine Verstärkung für die Mannschaft ist. Foto: hajo
  • An der Aachener Deckung vorbei bringt Clemens Jahn (rechts) vom VC Freudenberg seinen Schmetterball zum Punktgewinn. Der Neuzugang zeigte gleich in seinem ersten Spiel, dass er eine Verstärkung für die Mannschaft ist. Foto: hajo
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SG PTSV Aachen/Dürener TV - TV Dresselndorf 3:1 (25:18, 27:25, 26:28, 25:10).  „Ich bin nicht nur über das Ergebnis, sondern auch über die Art und Weise, wie wir verloren haben, sehr enttäuscht“, machte Dresselndorfs Trainer Tom Brinkmann aus seinem Herzen keine Mördergrube. Gegen einen keineswegs übermächtigen Gegner zeigten die „Hicken“ in allen Mannschaftsteilen eine schwache Leistung und hatten vor allem in der Annahme immense Probleme, obwohl die Gastgeber kaum risikoreich aufschlugen. „Wir haben mit Leif Otto eine echte Waffe, aber die haben wir viel zu selten eingesetzt“, so Brinkmann, dessen Mannschaft im 2. Satz gar einen 24:20-Vorsprung nicht ins Ziel brachte. „Dieser Satz war der entscheidende, hier hätten wir das Spiel kippen können.“ So war der gewonnene dritte Durchgang nicht mehr als Ergebniskosmetik, zumal die Südsiegerländer im letzten Satz eine echte Demütigung ertragen mussten. „Das war ganz schlimm und tat weh, weil auch die Einstellung nicht stimmte.“

VC Freudenberg - Aachener VV 3:2 (25:13, 19:25, 19:25, 25:22, 15:11). Zwei wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt sicherten sich die Freudenberger, die erstmals mit dem erfahrenen Neuzugang Clemens Jahn antraten. „Er hat gezeigt, dass er uns weiterhilft“, freute sich VC-Coach Norbert Homrighausen, „wir haben uns die Punkte hart erarbeitet. Man hat der Mannschaft angemerkt, dass die Lockerheit etwas fehlt, aber der Blick geht in der Tabelle natürlich nach unten.“ Gegen Aachen startete das Homrighausen-Team furios, dominierte das Spiel zunächst klar und setzte die abwehrstarken Gäste mit guten Aufschlägen gleich unter Druck. Allerdings verloren die Freudenberger ihre Linie in den Sätzen zwei und drei, agierten nicht mehr so konsequent und mussten daher den 1:2-Satzrückstand quittieren. „Im vierten Satz haben wir uns dann wieder gesteigert, im Angriff haben wir wichtige Punkte gemacht und auch im Block besser gestanden“, bilanzierte Homrighausen, der erfreut zur Kenntnis nahm, dass seine Mannschaft ihren wieder gewonnenen Schwung auch in den Tie-Break mitnahm und – angetrieben vom Routinier Michael Kölsch – über 5:3 und 9:5 den Sieg letztlich souverän nach Hause fuhr. In zwei Wochen haben die „Flecker“ mit der Partie gegen Stolberg und dem Nachholspiel in Köln gleich zweifach die Möglichkeit, weitere wichtige Punkte zu sammeln und im Kampf um den Ligaverbleib für klare Verhältnisse zu sorgen.

SG Eichen-Kreuztal - DJK Rheinkraft Neuss 3:2 (25:20, 16:25, 22:25, 25:20, 15:12). Glückwunsch, SG Eichen-Kreuztal: Durch den Sieg gegen den Tabellenführer und die Resultate der Konkurrenz hat das Team von Trainer Andreas Irle den direkten Klassenerhalt geschafft und kann dem letzten Saisonspiel in Heiligenhaus umso entspannter entgegen sehen. „Spitzenreiter scheinen uns zu liegen“, freute sich Irle, „wir wollten verhindern, dass Neuss in unserer Halle die Meisterschaft feiert und wir weiter um den Klassenerhalt zittern müssen, und der Plan ist voll aufgegangen.“ Die Nordsiegerländer kamen gut ins Spiel und gewannen den ersten Durchgang, in der Folgezeit spielten die Gäste, die sich mit einem „Dreier“ die Meisterschaft gesichert hätten, aber ihre Klasse aus und standen schon kurz vor dem Titelgewinn. „Im vierten Satz haben wir wieder unseren Kampfgeist bewiesen und den Willen gezeigt, das Spiel noch zu drehen“, berichtete Andreas Irle, „auch im Tie-Break haben wir uns nicht nervös machen lassen, obwohl Neuss mit dem Schiedsgericht alles andere als einverstanden war. Aber das hat uns zum Glück nicht beeindruckt.“ So konnten die Kreuztaler mit ihren Zuschauern im Rücken den Sieg über den Fast-Aufsteiger feiern – und erhielten am nächsten Tag die Nachricht vom auch rechnerisch geschafften Klassenerhalt.

TV Eiche Horn Bremen - VC SFG Olpe 3:0 (25:20, 25:13, 25:16). Die Frauen des VC SFG Olpe haben trotz der eigenen Niederlage nun auch rechnerisch den Klassenerhalt in der Tasche und bleiben drittklassig. Allerdings muss sich das Team von Trainer Michael Jürgens in der kommenden Spielzeit wieder steigern, um eine andere Rolle zu spielen. In Bremen schlugen sich die Sauerländerinnen, die auf Janina Mester verzichten mussten und bei denen Caro Clemens nach dem ersten Satz verletzt ausschied, wieder einmal unter Wert. „Der erste Satz war noch in Ordnung, aber in den beiden letzten Sätzen haben wir eine ganz schwache Leistung gezeigt, viele Aufgaben verschlagen und verdient verloren. Da kamen wir auch mit den zwangsläufigen personellen Umstellungen nicht klar“, resümierte Olpes Tami Heide, „wenn wir nicht sämtliche Spielerinnen an Bord haben und in allen Bereichen alles geben, dann wird es in diesem Jahr schwierig für uns. Das Beste an diesem Wochenende ist der realisierte Klassenerhalt, jetzt wollen wir in der kommenden Woche in Langenfeld wenigstens noch einen versöhnlichen Saisonausklang schaffen, auch wenn wir von Platz 8 nicht mehr vorrücken können.“

SG SV Werth/TuB Bocholt - TV Salchendorf 3:1 (25:12, 25:14, 20:25, 25:21). Die Salchendorferinnen haben es beim Tabellenzweiten verpasst, den Klassenerhalt vorzeitig zu sichern, haben den Ligaverbleib aber weiterhin vollends in eigener Hand und reisen in zwei Wochen zu ihrem nächsten „Matchball“ im direkten Duell nach Düsseldorf. „Wir haben nach katastrophalem Spielbeginn in den letzten beiden Sätzen gut gespielt und einen davon gewonnen, das nehmen wir jetzt mit und bereiten uns auf die Partie in Düsseldorf vor“, berichtete TVS-Trainer Alfred Terkowsky, „die Niederlage haben wir schon abgehakt, haben aber gesehen, dass wir gegen keinen Gegner chancenlos sind.“ In den ersten beiden Sätzen scheiterten die Südsiegerländerinnen an ihrem eigenen Aufbauspiel und konnten keinen Druck aufbauen, fanden aber ab dem dritten Durchgang ins Spiel. Am Ende des vierten Satzes machten die Salchendorferinnen durch drei Annahmefehler ihre Möglichkeit zunichte, den Aufstiegskandidaten in den Tie-Break zu zwingen. „Es war heute nicht mehr drin, weil wir auch ohne Zuspielerin antreten mussten“, bilanzierte Terkowsky, „die Sätze drei und vier machen aber Mut. Wir brauchen für den direkten Klassenerhalt noch drei Punkte und sind sicherlich in der Lage, diese in den verbleibenden zwei Spielen zu holen.“

SG Schwerte - VC SFG Olpe 2. 1:3 (25:27, 26:24, 22:25, 12:25). „Wir haben uns die Chance auf einen letzten Strohhalm erhalten, und so lange es den gibt, werden wir alles versuchen“, gibt sich Olpes Coach Gereon Unterste nach dem Pflichtsieg in Schwerte kämpferisch, wohl wissend, dass sein Team mit den Spielen gegen den Tabellenführer und den Rangdritten das schwerste Restprogramm aller Konkurrenten im Abstiegskampf erwartet. „Wir werden alles mobilisieren und können befreit aufspielen, weil wir nichts zu verlieren haben“, so Unterste, „am Tabellenende ist es sehr eng, und auch unsere Gegner haben den Druck, aufsteigen zu wollen. Es wird ein heißes Saisonfinale.“ Gegen das abgeschlagene „Schlusslicht“ aus Schwerte brauchten die Olperinnen lange, um sich von ihrer Nervosität zu befreien. Die ersten beiden Sätze waren äußerst knapp, erst im dritten Durchgang gewann die Sauerländerinnen langsam die Oberhand und konnten letztlich einen entspannten vierten Satz nach Hause bringen.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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