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Fachwerktraum Herborn
Ein Ausflug ins Mittelalter

Eine Besonderheit des Herborner Rathauses (zum Teil links im Bild) ist der umlaufende Fries mit den Wappen Herborner Bürgerfamilien. Bis heute ist es Sitz der gesamten Stadtverwaltung, des Stadtparlaments und der Räte (Anbau an der Turmstraße). Auf diesem Bild ist im Schatten rechts auch der Marktbrunnen aus dem Jahr 1732 zu sehen.
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  • Eine Besonderheit des Herborner Rathauses (zum Teil links im Bild) ist der umlaufende Fries mit den Wappen Herborner Bürgerfamilien. Bis heute ist es Sitz der gesamten Stadtverwaltung, des Stadtparlaments und der Räte (Anbau an der Turmstraße). Auf diesem Bild ist im Schatten rechts auch der Marktbrunnen aus dem Jahr 1732 zu sehen.
  • Foto: soph
  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

soph Herborn. Beim Gedanken an eine mittelalterliche Stadt gehören für viele bestimmt Fachwerkhäuser mit verzierten Schildern für Bäcker, Metzger und Co. und kleine Gässchen, eine Stadtmauer mit dem ein oder anderen Turm und ein Schloss dazu. Wer bei dem Gedanken an eine solche historische Fachwerkstadt leuchtende Augen bekommt, dem sei ein Ausflug nach Herborn und damit sozusagen direkt ins Mittelalter ans Herz gelegt.
Mitten im FachwerktraumLegt man die Siegener Innenstadt zugrunde, braucht man nur etwas länger als eine halbe Stunde in die mittelhessische Stadt an der Dill. Vom Kallenbach-Parkplatz mit sehr erträglichen Ticketpreisen ist man theoretisch in wenigen Minuten mitten im Fachwerktraum.

soph Herborn. Beim Gedanken an eine mittelalterliche Stadt gehören für viele bestimmt Fachwerkhäuser mit verzierten Schildern für Bäcker, Metzger und Co. und kleine Gässchen, eine Stadtmauer mit dem ein oder anderen Turm und ein Schloss dazu. Wer bei dem Gedanken an eine solche historische Fachwerkstadt leuchtende Augen bekommt, dem sei ein Ausflug nach Herborn und damit sozusagen direkt ins Mittelalter ans Herz gelegt.

Mitten im Fachwerktraum

Legt man die Siegener Innenstadt zugrunde, braucht man nur etwas länger als eine halbe Stunde in die mittelhessische Stadt an der Dill. Vom Kallenbach-Parkplatz mit sehr erträglichen Ticketpreisen ist man theoretisch in wenigen Minuten mitten im Fachwerktraum. Wir laufen allerdings für den vierbeinigen Begleiter des Ausflugs noch einen kleinen Umweg, was uns einen wunderschönen Blick über die Dill zu einem der erhaltenen Türme der 1048 erstmals urkundlich erwähnten Stadt ermöglicht.

Wappen von Bürgerfamilien aus Herborn

Das erklärte erste Ziel ist der Marktplatz mit dem Marktbrunnen aus dem Jahr 1732 und dem Rathaus mit seinem umlaufenden Fries mit den Wappen Herborner Bürgerfamilien. Kleine Anekdote am Rande (geprüft aus Wikipedia entnommen): Seit 2010 stehen Rathaus und „Hohe Schule“ unter dem Schutz der Haager Konvention zum Schutz von Kulturgut bei bewaffneten Konflikten. Ein vorsätzlicher Angriff samt Beschädigung wäre im Falle eines Krieges ein Kriegsverbrechen und könnte daher vom Internationalen Strafgerichtshof geahndet werden.

Bronzefiguren sind neues Bürgerdenkmal

Wir wollen uns dem Marktplatz über die Hauptstraße nähern – und stoppen am Platz an der Linde. Zum einen, weil es dort einen wirklich fantastisch sortierten Obst- und Gemüseladen gibt, mit süßen Kirschen aus der Region und allerlei anderem Angebot. Zum anderen, weil wir durch Zufall auf Heinz „’s Heinzche“ Friese, Ernst de la Motte und „Katzemarie“ Maria Cyriax gestoßen sind. Allesamt Herborner Persönlichkeiten. Zu finden sind die Bronzefiguren dort seit 2017 und werden als das neue Bürgerdenkmal bezeichnet.

Erklärungen für Besucher

Denn auf dem Marktplatz, auf dem nun auch wir mit einem Rucksack voller Obst- und Gemüse eintreffen, ist das alte Denkmal für berühmte Zeitgenossen der Stadt zu finden: Ferdinand Nicodemus (mit Stock), Johann Heinrich Hoffmann (mit Bart) und Albert Schumann standen zu Beginn des 20. Jahrhunderts so oft auf dem Marktplatz im Plausch zusammen, dass sie es nun in Bronze gegossen für die Ewigkeit können. Nicht nur an dieser Stelle, auch an vielen Häusern finden sich Tafeln mit Erklärungen für Besucher.

Schloss Herborn muss warten

Den Marktplatz und die umliegenden Gassen kann man wirklich nur als wunderschön bezeichnen. Die gehegten und gepflegten Fachwerkhäuser wirken, als seien die Jahrhunderte spurlos an ihnen vorbeigezogen. „Wie gemalt sehen die aus“, so die Expertise der achtjährigen Begleiterin. Wir finden einen Platz in einem italienischen Restaurant, und beim Essen und dem Cappuccino danach vergeht die Zeit so schnell, dass das restliche Tagesprogramm umgeplant werden muss. Schloss Herborn und die evangelische Stadtkirche heben wir uns für einen nächsten Besuch auf, denn vor den Stadttoren gibt es noch mehr zu entdecken, das ein wenig höher auf unserer Prioritätenliste steht.

Aussichtsturm Dillblick

Der Aussichtsturm Dillblick thront auf dem Dollenberg, und von seiner Aussichtsplattform in 14 Metern Höhe hat man einen schönen Blick ins Tal. Eigentlich führt ein Wanderweg zu unserem letzten Ziel des Tages – dem kostenlosen Wildgehege –, aber ein Infozettel verweist uns auf einen anderen Zuweg. Im Wildgehege darf man Anstiege nicht scheuen – an den Gehegen von Dam- und Rotwild geht es kontinuierlich den Berg hinauf. Das Highlight für die Kinder sind neben äußerst fressfreudigen Ziegen und Eseln vor allem die Spielgeräte: Auf der Seilpyramide und -bahn lassen wir unseren Ausflug ausklingen.

Freitag ist Wochenmarkt

Wer unterhalb der Woche nach Herborn fahren möchte, dem sei – nicht aus eigener Erfahrung, aber mehrfacher Empfehlung – der Freitag nahegelegt. Dann ist von 8 bis 18 Uhr Wochenmarkt auf dem Kornmarkt, auf dem man auch dem Maskottchen, der Gans Frieda, begegnen kann.

Eine Besonderheit des Herborner Rathauses (zum Teil links im Bild) ist der umlaufende Fries mit den Wappen Herborner Bürgerfamilien. Bis heute ist es Sitz der gesamten Stadtverwaltung, des Stadtparlaments und der Räte (Anbau an der Turmstraße). Auf diesem Bild ist im Schatten rechts auch der Marktbrunnen aus dem Jahr 1732 zu sehen.
Der Blick über die Dill hin zur Stadt, umrahmt von grüner Natur, verspricht einen idyllischen Ausflug.
Autor:

Katja Fünfsinn (Redakteurin) aus Siegen

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