Ein Flohmarkt für alle Nostalgiker

 Die Eigentümer Uwe und Kai Rompel (v.r.) begrüßten am Samstag viele Interessierte im „Wittgensteiner Hof“, bei dem Flohmarkt half ihnen Thomas Aderhold (l.). Bevor das marode Hotel abgerissen wird, stand noch ein Ausverkauf des Inventars an. Foto: aber
  • Die Eigentümer Uwe und Kai Rompel (v.r.) begrüßten am Samstag viele Interessierte im „Wittgensteiner Hof“, bei dem Flohmarkt half ihnen Thomas Aderhold (l.). Bevor das marode Hotel abgerissen wird, stand noch ein Ausverkauf des Inventars an. Foto: aber
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aber - Am Samstagmorgen öffnete das traditionsreiche, aber leider sehr baufällige Hotel „Wittgensteiner Hof“ in der Bad Berleburger Oberstadt zum letzten Mal seine Pforten. Unter der Aufsicht der beiden Eigentümer Uwe und Kai Rompel konnten Nostalgiker hier einige letzte Erinnerungstücke des alteingesessenen Gebäudes erwerben. Zwischen Lampenschirmen, handgeschnitzten Holzfiguren und Blumenvasen in allen erdenklichen Variationen fand sich eine Menge, was das detailverliebte Sammlerherz begehrt.

Bei Küchenausstattung, Inneneinrichtungen und vielseitigen Dekorationsobjekten wurde auch für den privaten Gebrauch so einiges wieder ans Tageslicht befördert, was wieder genutzt werden kann. So wurden die schönsten Stücke der Küchenausstattung, Tischdecken und Gemälde schon früh am Morgen von ihren stolzen neuen Besitzern aus dem maroden Gebäude befördert. Vom Salzstreuer bis hin zur ausgefallenen Möblierung war quasi für jeden Geldbeutel etwas dabei und alle, die trotzdem leer ausgegangen waren, wurden von den fleißigen Eigentümern immerhin mit frischem Kaffee und allerhand informativen Anekdoten versorgt.

Bereits Ende Oktober steht der angekündigte Abriss des ehemaligen „Wittgensteiner Hofes“ an. Der Neubau soll sich bestens in das Gesamtbild der Stadt einfügen. Anders ließe die Stadtverwaltung das Vorhaben ja auch gar nicht zu – Sorgen dieser Art seitens der Anwohner seien also völlig unbegründet. Auch während des Ausverkaufs am Samstag hingen die bereits bestehenden Neubaupläne des Architekturbüros Andreas Mayer aus. Nach dem Abschluss der Bauarbeiten, die voraussichtlich zu Beginn des Frühjahrs beginnen werden, ist neben fünf Eigentumswohnungen im Obergeschoss auch ein Ladenlokal geplant. Erinnern soll dieses an die Bäckerei „Frische-Eck“ in der Poststraße und den Einwohnern der Oberstadt eine nahe Einkaufsmöglichkeit sowie ein kleines Café bieten. Die Vermarktung nehmen die Gebrüder in die eigene Hand, Interesse an den Wohnungen besteht.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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