Ein Hauch von Rom in Dermbach

 Prälat Stanislaw Budyn leitete gestern auf der „Concordia“ die heilige Messe, vorne im Bild ist Pfarrer Domian Lewinski, der Geschäftsführer der Begegnungsstätte, zu sehen. Fotos: rita   Dicht gedrängt standen die Gläubigen unter der Überdachung vor dem Altar, um vom Regen geschützt zu sein.
  • Prälat Stanislaw Budyn leitete gestern auf der „Concordia“ die heilige Messe, vorne im Bild ist Pfarrer Domian Lewinski, der Geschäftsführer der Begegnungsstätte, zu sehen. Fotos: rita Dicht gedrängt standen die Gläubigen unter der Überdachung vor dem Altar, um vom Regen geschützt zu sein.
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

 rita  - Mehrere hundert Gläubige polnischer Herkunft feierten am Sonntag an der Begegnungsstätte „Haus Concordia“ die Heiligsprechung der beiden Päpste Johannes Paul II. und Johannes XXIII. Gemeinsam sahen sich die polnischen Katholiken die Übertragung der Feierlichkeiten aus dem Vatikan an, um anschließend in großer Runde eine heilige Messe zu feiern. In dieser standen das Gemälde mit dem Titel „Barmherzigkeit Gottes„ sowie Reliquien von Schwester Faustina,  Papst Johannes Paul II. und dem heiligen Michael Sopocko im Mittelpunkt.

Das Gemälde, das den auferstandenen Jesus zeigt, aus dessen Herz Blut und Wasser strömen, wurde in den 1930er Jahren von Schwester Faustina in Wilnius gemalt. In einem Tagebuch hielt sie ihre Gedanken zur Lehre der Barmherzigkeit fest. Bild und Text waren aber lange Zeit in Polen verboten, bis nach einer theologischen Untersuchung im Jahr 2002 vom Vatikan offiziell bestätigt wurde, dass die Lehre keine Fehler enthielt. Danach wurde das Bild weltbekannt. Eigens für die Begegnungsstätte in Dermbach fertigte ein Maler aus Krakau eine Kopie des Originals an. Gemeinsam mit den Reliquien soll das Gemälde auf Wanderschaft durch Deutschland gehen und alle polnischen Gemeinden besuchen. Die nächste Station wird Siegen sein, in etwa eineinhalb bis zwei Jahren kehren Bild und Reliquien wieder zur „Concordia“ zurück.

Erstmals zum Einsatz kam während der heiligen Messe ein Messkelch, der dem „Haus Concordia“ von Papst Johannes Paul II. geschenkt worden war. Zur Feier des Tages hatte Schwester Andrea, die über mehrere Jahre auf der „Concordia“ gewirkt hat und vielen Menschen der Region noch in guter Erinnerung ist, eine Kerze gestiftet, die während des Gottesdienstes brannte. Prälat Stanislaw Budyn, Delegat der Deutschen Bischofskonferenz für die polnische Seelsorge, sprach angesichts der Heiligsprechung zweier Päpste von einem außergewöhnlichen Ereignis in der Katholischen Kirche. Beide Kirchenoberhäupter hätten in ihren Amtszeiten viel bewirkt für die Kirche und die Menschen. Der Prälat erinnerte an die zahlreichen Pilgerreisen von Papst Johannes Paul II. und dessen Engagement für die Jugend, die Kranken und Armen.

Am Gottesdienst wirkten sowohl ein Kinderchor aus Mainz áls auch eine Jugendband aus Remagen mit. Am Nachmittag gab es noch eine Andacht, in der erstmals ein Lied vorgetragen wurde, das der Komponist Kayn Leimin aus Recklinghausen speziell für Johannes Paul II. komponiert hat.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen