Ein ordentliches Betriebsergebnis

Volksbank im Siegerland:

Bilanz 2003: Erträge stabil / 5,5 Prozent Dividende / Hilchenbacher Filiale wird umgerüstet

ch Siegen. Wie in der gesamten Finanzdienstleistungsbranche »spiegelte sich das schwierige Wirtschaftsjahr 2003 auch in unseren Büchern wider«, so Gerhard Kötter, Vorstandssprecher der Volksbank im Siegerland, gestern. Gemeinsam mit seinen Vorstandskollegen Norbert Kaufmann und Friedhelm Plate zog Kötter in einer Pressekonferenz Bilanz. Trotz Konjunkturflaute und Investitionszurückhaltung im Mittelstand, trotz Verunsicherung in den privaten Haushalten und Konsumzurückhaltung erhöhte die Genossenschaftsbank mit ihren rund 62000 Kunden das Anlage- und Kreditvolumen in 2003 um gut 4 Prozent bzw. 63 Mill. e auf insgesamt 1,45 Mrd. e im Vergleich zum Vorjahr. Zu diesem Wachstum haben laut Vorstandssprecher Kötter vor allem mehr Anlagen in den Wertpapierdepots und auf Investmentanlagekonten mit einem Bestandsplus von etwa 43 Mill. e und die Aufstockung der Kreditbestände beigetragen.

Die Ertragslage der Bank wurde gestern vom Vorstand mit Blick auf die wirtschaftlichen Rahmendaten als »noch zufrieden stellend« bezeichnet. Der Zinsüberschuss habe sich nach einer deutlichen Verschlechterung der Zinsmarge während der vergangenen drei Jahre endlich stabilisiert. Zugleich konnte das Ergebnis aus dem Dienstleistungsbereich – Erlöse aus dem Zahlungsverkehr, dem Wertpapiergeschäft, der Risikoabsicherung sowie aus dem kommerziellen Auslandsgeschäft und dem Geschäftsfeld Immobilie – an die guten Zahlen der Vorjahre anknüpfen. Kötter: »Wir haben ein ordentliches Betriebsergebnis erwirtschaftet«, es liegt bei gut 1,3 Prozent des Bilanzvolumens der Volksbank.

Erfreulich: Aus diesem Ergebnis könne ohne weiteres der weiterhin hohe Risikoaufwand für das gewerbliche Kreditgeschäft, sprich die Vorsorge gegen Ausfälle durch Insolvenzen, abgedeckt werden. Außerdem kündigte das Trio Kötter, Kaufmann und Plate nach Dotierung der Rücklagen wie in den Vorjahren eine Dividendenausschüttung an. Sein Vorschlag an die Vertreterversammlung der Genossenschaftsbank: Die Dividende soll 5,5 Prozent auf die eingezahlten Geschäftsanteile der 23100 Bankmitglieder (2002: 22300) betragen. »Dies zufrieden stellende Ergebnis haben wir ohne den Abbau von Beratungsleistungen für die Kunden, ohne die Schließung von Geschäftsstellen und auch ohne Reduzierung des Personalbestandes, sprich Entlassungen, erreicht,« so das Fazit Kötters nicht ohne ein wenig Stolz.

Die Volksbank mit ihren drei Standbeinen Service-, Privatkunden- und Firmenkundengeschäft beschäftigt derzeit 211 Mitarbeiter, jährlich werden sechs bis acht bis Auszubildende fit für die berufliche Zukunft gemacht. Die Bank ist in Siegen, Kreuztal, Hilchenbach, Netphen und Teilen von Wilnsdorf sowie im Nordosten des Kreises Altenkirchen mit insgesamt 21 Geschäftsstellen präsent. Im Jahr 2003 wurden die Niederlassungen in Weidenau und Geisweid mit einem Investitionsaufwand von insgesamt rund 1,6 Mill e um- und aufgerüstet. Auch in diesem Jahr investiert das Unternehmen weiter: Es steckt rund 850000 e in die Filiale Hilchenbach. Die Nahtstelle zum Kunden, der direkte Dialog ist für die Banker trotz ausgeweiteter Telefon- und Onlinebanking-Möglichkeiten – etwa 12 Prozent des gesamten Zahlungsverkehr werden bereits rein elektronisch abgewickelt – enorm wichtig: Hier in der aktiven Kundenbetreuung liegen echte Ertragschancen. Zwei Beispiele: Das Gesamtvolumen der Immobilienfinanzierung hat sich in 2003 gegenüber dem Vorjahr um mehr als 60 Prozent auf 66 Mill. e erhöht, Bausparverträge boomten. Und die Zuwachsraten beim Abschluss von Lebens- und Rentenversicherungen lagen bei fast 50 Prozent, 30 Prozent mehr Verträge bei den Sachversicherungen als im Vorjahr wurden ausgehandelt.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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