Ein Projekt für die ganze Region

 Die neuen Räume im Abenteuerdorf Wittgenstein haben Hotelqualität. Und symbolisieren das Motto des Abenteuers auf interessante Art und Weise. Foto: Timo Karl
  • Die neuen Räume im Abenteuerdorf Wittgenstein haben Hotelqualität. Und symbolisieren das Motto des Abenteuers auf interessante Art und Weise. Foto: Timo Karl
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tika - Es sind nur scheinbare Gegensätze, die sich ergeben. Es ist ein Ort des Ankommens, der Erholung, der Freiheit. Es ist aber auch ein Ort der Entdeckung, der Spannung, des Abenteuers. Das Abenteuerdorf Wittgenstein schafft eine Symbiose dieser scheinbar ambivalenten Begrifflichkeiten. „Wir haben einen Raum geschaffen, der ein Hafen und Ankerplatz ist, der aber für viele Menschen zugleich auch ein Meer sein soll – ein Ort, an dem man sich hinauswagen kann. Jeder kann sein eigenes Abenteuer erleben“, erklärte Sabine Lang. Die Vorsitzende des Kuratoriums des Abenteuerdorfs Wittgenstein in Wemlighausen war Stolz – und daraus machten sie und ihre Mitstreiter am Donnerstag keinen Hehl bei der Eröffnung nach rund zweijähriger Sanierung und einer durchaus nervenaufreibenden Vorgeschichte.

Es hatte viel Überzeugungsarbeit gebraucht, bis das im Jahr 1975 eröffnete Jugendfreizeitzentrum die Zustimmung für eine grundlegende Sanierung erhielt. „Wir mussten uns auf neue Wege begeben und einen langen Anlauf der Überzeugung gehen. Letztlich haben wir uns aber auf das Abenteuer ,Abenteuerdorf Wittgenstein’ eingelassen – und das, was entstanden ist, ist wirklich toll“, betonte Stefan Berk. Der Superintendent des Evangelischen Kirchenkreises Wittgenstein – Träger des Komplexes – spielte damit auf die langwierigen Diskussionen in der Kreissynode an, die sich über ein Jahr gezogen hatten. Erst danach fiel der Startschuss für das rund 1,8 Mill. Euro teure Projekt. Ein Förderverein, den die Verantwortlichen nach den Sommerferien gründen wollen, soll das Projekt künftig auf eine breite Basis stellen und mitfinanzieren. Mit der feierlichen Eröffnung setzte der Kirchenkreis an Fronleichnam einen Schlusspunkt vor mehreren hundert Gästen. Über 100 Ehrenamtler aus 35 Orten hatten in knapp 6000 Arbeitsstunden das neue Areal inklusive der renovierten und neu eingerichteten Räumlichkeiten geschaffen, die Hotelqualität haben. Das Motto des Abenteuers findet sich in sämtlichen Räumen wieder – vielfach symbolisiert etwa durch die Schifffahrt und das Meer. Insgesamt stehen 80 Betten zur Verfügung. Hinzu kommen sechs neue Komfortzimmer mit insgesamt 16 Betten, 26 weitere Schlafplätze im Bettenhaus am Zeltplatz sowie zwei Wiesenterrassen, um dort Zelte aufzuschlagen.

„Die Neugestaltung des Abenteuerdorfs ist ein großer Fortschritt. Es zeigt, wie wir die Dinge weiterentwickeln können. Dieses Projekt hat einen enormen Stellenwert für den gesamten Kreis Siegen-Wittgenstein. Das ist ein spannendes Konzept mit vielen Facetten – inhaltlich, aber auch hinsichtlich der Unterbringung mitten in einem Naturparadies“, konstatierte der stellvertretende Landrat Karl-Ludwig Bade. In diesen Tenor stimmte auch Bernd Fuhrmann ein. „Wir dürfen stolz darauf sein, dass wir das Abenteuerdorf in Wittgenstein haben. Das ist ein besonderer Ort für ganze Generationen, die Gast waren oder es aktiv mitgestaltet haben. Die Menschen finden eine Heimat in der Natur – das ergibt eine hervorragende Symbiose mit unserer Leitlinie des naturnahen Tourismus. Das Abenteuerdorf fügt sich gut in dieses Konzept ein“, erklärte der Bürgermeister der Stadt Bad Berleburg. Unterstützt und genutzt ist das Abenteuerdorf auch durch heimische Unternehmen, nicht zuletzt von der Firma Ejot aus Bad Berleburg. Der vor einigen Wochen verstorbene Seniorchef Hans-Werner Kocherscheidt galt als großer Förderer. „Hier haben viele Menschen Mut bewiesen, das Abenteuerdorf so zu gestalten, dass es für die Zukunft tragfähig ist. Es wurde ein Angebot geschaffen, dass auch für Unternehmen einen Raum darstellt – von Kinderfreizeiten bis hin zu Seminaren ist alles möglich“, konstatierte Frank Dratschmidt. Der Ejot-Geschäftsführer betonte, dass das Unternehmen auch nach dem Tod des Seniorchefs hinter dem Projekt steht. Denn letztlich hat sich Wittgenstein gemeinsam auf dieses Abenteuer eingelassen – entstanden ist ein Leuchtturm-Projekt für die gesamte Region.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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