Ein Querbalken über der Einfahrt

 Die Beschilderung ist eigentlich eindeutig, denn neben diesem Verbotsschild für Fahrzeuge mit einer Gesamthöhe von mehr als 3,60 Meter hängen auf der anderen Seite des Mühlenwegs noch zwei gleich lautende Schilder. Dennoch fahren immer wieder Lkw-Fahrer in den Mühlenweg, der für die hohen „Brummis“ zur Sackgasse wird. Foto: Björn Weyand
  • Die Beschilderung ist eigentlich eindeutig, denn neben diesem Verbotsschild für Fahrzeuge mit einer Gesamthöhe von mehr als 3,60 Meter hängen auf der anderen Seite des Mühlenwegs noch zwei gleich lautende Schilder. Dennoch fahren immer wieder Lkw-Fahrer in den Mühlenweg, der für die hohen „Brummis“ zur Sackgasse wird. Foto: Björn Weyand
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bw - Navi-Fallen gibt es einige im Gemeindegebiet von Erndtebrück. Da ist die Ortsdurchfahrt von Birkefehl, wo es immer wieder an einer Hausecke in der Ortsmitte kracht, sobald lange Sattelzüge versuchen, in Richtung Berghausen abzubiegen. Oder auch Schameder, wo manche Lkw-Fahrer über Steimel und Baierbach ins Industriegebiet Jägersgrund gelangen wollen – und sich festfahren. Eine weitere Navi-Falle ist der Mühlenweg in Erndtebrück. Dort weisen eigentlich gleich drei Schilder darauf hin, dass hier Lkw mit einer Gesamthöhe von 3,60 Meter oder mehr nicht durchkommen, weil eine Fußgängerbrücke über den Mühlenweg die Durchfahrt verhindert.

Trotzdem kommt es immer wieder zu haarsträubenden Szenen, wie Ratsmitglied Heinz-Georg Grebe (FDP) berichtet. Die Fahrer von Sattelzügen, die höher sind als 3,60 Meter, biegen – voreilig und dabei angeleitet von ihrem Navigationsgerät – in den Mühlenweg ab, nur um dort unter sehr schwierigen Bedingungen zu wenden oder rückwärts wieder auf die Bundesstraße zurück zu gelangen. „Wir werden da am Ball bleiben und wenn nötig einen Antrag stellen“, sagt der FDP-Politiker, der auch eine sehr konkrete Vorstellung hat, wie sich die Situation dort im Mühlenweg bessern könnte: „Da muss entweder die Beschilderung schon auf die andere Straßenseite oder noch besser Querbalken über die Straße, um schon das Einfahren zu verhindern.“ So etwas sei in Siegen schon möglich, so Heinz-Georg Grebe – warum nicht auch in Erndtebrück? Und noch besser wäre, wenn ein solcher Querbalken auch in der Bahnhofstraße über der Einfahrt angebracht würde, um den massiven Lkw-Verkehr dort einzudämmen. „Da wackeln die Kaffeetassen bei den Anwohnern im Schrank“, weiß Grebe.

Die Gemeindeverwaltung will die Thematik auch noch einmal im Fachausschuss beraten lassen, wie die SZ auf Anfrage erfuhr. Das Rathaus verwies auch auf die Beschilderung an der B62, die ja auf die Zufahrt zum Gewerbegebiet Edertal über die Bundesstraße und die Hauptmühle deutlich hinweist, um die Zufahrt über Mühlenweg und die Bahnhofstraße zu verhindern. „Über weitere mögliche Lösungsansätze wird der zuständige Fachausschuss beraten“, heißt es abschließend in der Mitteilung aus dem Rathaus.

Weiter gediehen ist die Lösung für die Navi-Falle in Schameder. Hier sei bereits eine neue Beschilderung angeordnet, verrät Kreis-Pressesprecher Torsten Manges. Verbotsschilder sollen eine Benutzung von Steimelweg und Baierbach in Richtung Industriegebiet durch Lkw-Fahrer zukünftig verhindern. Außerdem habe der Kreis bei den Firmen im Industriegebiet und bei Speditionen noch Aufklärungsarbeit betrieben, um sie darauf hinzuweisen, dass der Eisenbahntunnel problemlos von Fahrzeugen durchfahren werden kann, die fünf Meter und höher sind. „Die 3,80 Meter gelten ja nur am Rand“, gibt Torsten Manges zu bedenken. Und nicht zuletzt hat der Kreis auch die Hersteller von Navigationsgeräten kontaktiert, um sich nach technischen Lösungswegen zu erkundigen.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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