Kreisjugendamt führt Software webKITA ein
Ein Schritt nach vorn

sz Siegen/Bad Berleburg. Eltern können sich künftig zuhause am Computer über Betreuungsangebote für ihre Kinder informieren und diese auch online anmelden. Möglich macht das die neue Software „webKITA“, die das Kreisjugendamt zum Kindergartenjahr 2020/21 einführen will. Am Dienstag, 18. Juni, wird das neue Angebot im Jugendhilfeausschuss (16 Uhr, Kreishaus Siegen) erstmals öffentlich präsentiert. Den Trägern wurde „webKita“ bereits am 25. April vorgestellt.

Bisher haben Eltern in den zehn Kommunen, für die das Kreisjugendamt zuständig ist – die Stadt Siegen verfügt über ein eigenes Jugendamt, das auch die Kindertagesbetreuung eigenverantwortlich organisiert –, ihre Sprösslinge ausschließlich in den Kindertageseinrichtungen vor Ort angemeldet. Künftig soll das in der Regel online geschehen – für einen oder mehrere Kindergärten und unter Angabe der gewünschten Betreuungszeiten. Die Anmeldebestätigung erhalten die Eltern direkt nach der Anmeldung ebenfalls elektronisch.

„Da wir wissen, dass nicht alle Eltern über einen Internetzugang verfügen, oder z. B. auch sprachliche Gründe gegen die Nutzung des Online-Anmeldeverfahrens sprechen können, gibt es natürlich auch künftig die Möglichkeit, sein Kind direkt in einem Kindergarten vor Ort anzumelden“, unterstreicht Landrat Andreas Müller. Dann trage die jeweilige Einrichtung den Anmeldewunsch in „webKITA“ ein.

Die Anmeldefrist für das jeweils folgende Kindergartenjahr endet einheitlich am 15. Januar, wobei laut Pressemitteilung Anmeldewünsche, die bis Ende Januar eingehen, ebenfalls berücksichtigt werden. Zu- und Absagen werden dann ab 1. Februar erteilt. Natürlich seien auch in Zukunft jederzeit Anmeldungen oder Änderungen für das laufende oder das nächste Kindergartenjahr möglich – künftig sowohl online als auch direkt in einer Kita.

„Selbstverständlich gilt auch weiterhin die Zusage, dass Eltern für jedes Kind, für das sie es wünschen, ein Betreuungsangebot erhalten werden“, betont Müller in diesem Zusammenhang – „auch wenn das nicht immer im Wunschkindergarten sein kann.“

Die neue Software sei nicht nur für Eltern ein Schritt nach vorne. Sie mache es auch den Mitarbeitern des Kreisjugendamts wesentlich einfacher, zeitnah einen genauen Überblick über die tatsächlichen Betreuungsbedarfe zu erhalten, erläutert der Landrat: „Wir erhalten deutlich bessere Auswertungsmöglichkeiten, die den Verwaltungsaufwand und die Aufbereitung der Daten für die Bedarfsplanung erheblich reduzieren.“

Entwickelt wurde die Software von der Firma BOS GmbH aus Koblenz. Diese hatte sich in einem Ausschreibungsverfahren durchgesetzt. Aktuell wird die Software den Wünschen und Erfordernissen des Kreises Siegen-Wittgenstein angepasst.

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