(Update) Fliegerbombe in Siegen entschärft
Ein Stadtteil atmet auf

Nach einer halben Stunde konzentrierter Arbeit hatten Uwe Pawlowski (r.) und Peter Asmussen den Zünder der Fliegerbombe aus dem Zweiten-Weltkrieg entschärft.
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  • Nach einer halben Stunde konzentrierter Arbeit hatten Uwe Pawlowski (r.) und Peter Asmussen den Zünder der Fliegerbombe aus dem Zweiten-Weltkrieg entschärft.
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ch/kay/sz Siegen. Am Dienstagabend atmeten alle auf, und die Spezialisten vom Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung in Arnsberg wischten sich den Schweiß von der Stirn: Nach einer halben Stunde konzentrierter Arbeit hatten Uwe Pawlowski und Peter Asmussen den Zünder der Fliegerbombe aus dem Zweiten-Weltkrieg entschärft. Entwarnung für den Siegener Stadtteil. 

Fund am Morgen bei Bauarbeiten

Die Einsatzkräfte von Polizei, Feuerwehr, Maltesern und dem Siegener Ordnungsamt waren am Morgen angerückt, weil besagte Bombe auf einem privaten Grundstück an der Friedrich-Wilhelm-Straße  gefunden worden war. Sie besaß einen intakten Zünder. Deshalb wurde in einem 250-Meter-Radius evakuiert; knapp 1300 Menschen waren betroffen. Auch das Seniorenzentrum Christofferhaus musste geräumt werden. Im Radius des Blindgängers lagen die Dillenburger Straße, die Fludersbach, eben die Friedrich-Wilhelm-Straße, die  Hambergstraße sowie die Straße "Am Schwarzen Barth" und "Auf der Hohenfuhr".

250-Kilo-Bombe

Die Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am Morgen gegen 8 Uhr bei Bauarbeiten bzw. bei Baggerarbeiten entdeckt. Das Areal wurde sofort sicherheitshalber abgesperrt. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst Westfalen-Lippe der Bezirksregierung Arnsberg eilte herbei und begutachtete  den Zufallsfund. Ergebnis: Der Blindgänger, der eine scharfe Zündvorrichtung aufwies, musste im Laufe des Dienstages kontrolliert entschärft werden. Immerhin handelte es sich um eine 250-Kilo-Bombe.

250-Meter-Radius: 960 Anwohner betroffen

Vor Beginn der Arbeiten musste deshalb der Stadtteil  evakuiert und abgesperrt werden. Aus Sicherheitsgründen wurde der Bereich in einem 250-Meter-Radius rund um die Fundstelle geräumt. Die Größe der Sicherheitszone war abhängig von der Entscheidung des Entschärfers vor Ort. 

Spezielle Fahrzeuge für Christofferhaus-Bewohner

Betroffen waren nach Schätzung der Feuerwehr rund 960 Anwohner und weitere 300 Menschen in den Büros und Werkstätten in der Nachbarschaft. Im Radius befand sich auch das Seniorenzentrum Christofferhaus, dessen rund 80 Bewohner nach Angaben der Feuerwehr mit speziellen Fahrzeugen zur eigens in der Siegerlandhalle eingerichteten Sammelstelle gebracht werden mussten. Für Bürger, die nicht mobil waren, stand ein Fahrdienst bereit, für bettlägerige Menschen kamen im Bedarfsfall Krankenwagen und Rettungswagen zum Einsatz.

Sammelstelle in der Siegerlandhalle

Im Hüttensaal der Siegerlandhalle (Seiteneingang)/ Foyer Leonard-Gläser-Saal wurde die Betreuungs- und Sammelstelle eingerichtet. „Hier betreuten Helfern von Feuerwehr und Hilfsorganisationen Personen ohne andere Aufenthaltsmöglichkeit“, so Matthias Ebertz, als Leiter der Feuerwehr Koordinator der Evakuierung. Er wurde von rund  120 Einsatzkräften unterstützt. "Alles lief professionell, ruhig und reibungslos ab", lobte  Ebertz den Verlauf und das Engagement.

Schüler blieben in der Schule

Für Änderungen im "Fahrplan des Alltags" sorgte der Bombenfund an anderer Stelle: Mit den Leitungen der Spandauer Schule  und der Montessori-Grundschule am Lindenberg war vereinbart worden, dass die Schüler für die Dauer der Evakuierung in den Schulgebäuden bleiben, um nicht zu Fuß auf dem Heimweg in die gesperrten Bereiche zu laufen. Sie wurden bis zum Ende der Evakuierungsmaßnahmen in den Einrichtungen betreut und konnten dort von den Eltern bzw. Betreuungspersonen abgeholt werden.

Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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