„Ein wahrer Anziehungsmagnet“

 Nach der Schur durften die Kinder die Schafe beim Wollmarkt wieder streicheln und füttern. Das traditionelle Brauchtumsfest fand zum 27. Mal auf dem Bad Berleburger Marktplatz statt. Foto: Marie-Christine Spies
  • Nach der Schur durften die Kinder die Schafe beim Wollmarkt wieder streicheln und füttern. Das traditionelle Brauchtumsfest fand zum 27. Mal auf dem Bad Berleburger Marktplatz statt. Foto: Marie-Christine Spies
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mac - Es braucht nur wenige, geübte Handgriffe, schon hat Schäfer Oliver Junker-Matthes das große, zottelige, braun-weiße Ungetüm auf dem Rücken liegen. Die Augen hat es weit aufgerissen, für das Schaf ist es die erste Schur überhaupt. „Wichtig ist“, sagt der Mann und legt die Schermaschine kurz wieder weg, „dass das Schaf keinen Boden unter die Hufe bekommt – denn dann verspürt es das dringende Bedürfnis, sofort loszurennen.“ Der Apparat beginnt monoton zu summen und Junker-Matthes damit, das Tier von der stark verschmutzten Bauchwolle zu befreien. Dass er das vor dutzenden staunenden Zuschauern machen muss, stört ihn nicht weiter – er ist nicht zum ersten Mal ein Teil des Programms des Wollmarkts.

Das traditionelle Brauchtumsfest fand zum 27. Mal auf dem Bad Berleburger Marktplatz statt, eröffnet von Schirmherrin Waltraud Schäfer. In ihrem Grußwort blickte die stellvertretende Landrätin auf die Geschichte des Markts zurück. Insbesondere für Kinder sei dieser Tag eine gute Gelegenheit, um verschiedene Tiere wie Schafe, Kaninchen und Ziegen aus nächster Nähe sehen und streicheln zu können. „Von Anfang an war und ist diese wunderschöne Heimatveranstaltung für mich ein wahrer Anziehungsmagnet“, schwärmte die Schirmherrin. Vor allem aber dankte sie den Helfern der neu formierten Veranstaltergemeinschaft, bestehend aus Verkehrs- und Heimatverein Bad Berleburg, BLB-Tourismus GmbH, Jugendförderverein Bad Berleburg und Dorfverein Aue Wingeshausen.

In das Programm des Wollmarkts aufgenommen hatten die Organisatoren erstmalig in diesem Jahr den NRW-Vorentscheid zur „myboshi“-Häkel-Weltmeisterschaft. Besonders beliebt bei den jüngsten Besuchern war jedoch das Zelt des Kleintierzuchtverseins Bad Berleburg und Umgebung, der sogenannte Kaninchenstreichelzoo mit zahlreichen kleinen und zum Teil besonders großen sowie flauschigen Langohren.

In den Räumen des Jugendcafés am Markt hatten die Briefmarkenfreunde Wittgenstein ihre Zelte aufgeschlagen. Kein schlechter Verkaufsstandort, wie sich schnell herausstellte. Denn bereits kurz nach der Eröffnung des Markts, gegen 12 Uhr, waren, so Vorsitzender Andreas Scheuer, über 30 Prozent der Briefmarken verkauft. Auch 350 Postkarten hatte der Verein zu diesem Zeitpunkt schon veräußert.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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