Ein wenig Zeit zum Durchschnaufen

 Zwar sind die Räumlichkeiten in der ehemaligen Turnhalle des Christlichen Jugenddorfs in Birkelbach inzwischen fertig, mit der Belegung wird aber erst im Januar begonnen, wenn neue Flüchtlinge zugewiesen werden. Foto: Björn Weyand
  • Zwar sind die Räumlichkeiten in der ehemaligen Turnhalle des Christlichen Jugenddorfs in Birkelbach inzwischen fertig, mit der Belegung wird aber erst im Januar begonnen, wenn neue Flüchtlinge zugewiesen werden. Foto: Björn Weyand
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bw - Die kurze Weihnachtspause ist vorüber für die Gemeindeverwaltung Erndtebrück. Seit Montag muss das Rathaus wieder mit neuen Zuweisungen von Flüchtlingen zur Unterbringung rechnen. Über Weihnachten und Neujahr hatte ja die Bezirksregierung Arnsberg von Zuweisungen an sämtliche Kommunen abgesehen. Somit hatte auch die Erndtebrücker Verwaltung etwas Zeit zum Durchschnaufen. Ab Heiligabend blieben die Zuweisungen aus und in dieser Woche soll laut der Bezirksregierung Arnsberg nur sehr moderat zugewiesen werden, damit die Kommunen nicht durch eine Welle überfordert werden.

Freilich kamen auch über die Feiertage deutlich weniger Flüchtlinge als erwartet nach Nordrhein-Westfalen, so dass der Druck auch nicht so groß sei, wie Benjamin Hahn aus der Pressestelle der Bezirksregierung Arnsberg auf Anfrage der SZ verriet. Und er wies auch darauf hin, dass nun verstärkt Flüchtlinge den Großstädten zugewiesen würden, die bislang ihre Quote nicht erfüllt hätten. Das würde nun Erndtebrück entlasten, das mit behutsamen Zuweisungen rechnet, wie die Gemeinde der SZ auf Anfrage verriet. „Wie sich die tatsächliche weitere Zuweisungspraxis durch die Bezirksregierung gestaltet, kann seitens der Gemeinde aber nicht beantwortet werden“, ist das Rathaus der Edergemeinde zurückhaltend ob der Aussicht, dass nun verstärkt die Großstädte an der Reihe sein sollen.

Zuletzt hatte die Gemeindeverwaltung am 23. Dezember fünf Neuankömmlinge in Erndtebrück begrüßt. Aktuell leben in den Einrichtungen der Gemeinde exakt 163 Flüchtlinge. Außerdem haben zwei Flüchtlinge eine „eigene“ Wohnung anmieten können. Nach dem Bau der Unterkunft in der ehemaligen Turnhalle des CJD in Birkelbach kann die Gemeinde Erndtebrück momentan relativ entspannt sein. Aufgrund der Vielzahl der durch eigene Bauleistungen und Anmietungen geschaffenen Unterbringungsplätze seien aktuell noch Kapazitäten vorhanden. Mit der Belegung der Einrichtung in Birkelbach werde im Laufe des Monats Januar mit neu ankommenden Flüchtlingen begonnen – bisher genügten die zuvor bereits geschaffenen Räumlichkeiten, sei es mit den Containern am Mühlenweg, mit der Unterkunft in einem Klassenraum in der Rothaarsteig-Schule oder mit angemieteten Wohnungen.

Trotzdem: Die Gemeinde hält weiter die Augen offen, um noch weitere Unterkünfte in der Reserve zu haben. „Die Überlegungen zu der weiteren Schaffung von Unterbringungsmöglichkeiten können aufgrund der weltweit bestehenden Fluchtsituationen nicht eingestellt werden. Die Gemeinde ist daher weiterhin dauerhaft auf der Suche nach geeignetem Wohnraum.“

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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