Eine Universität speziell für Kinder

Kooperation zwischen Uni Siegen und Siegener Zeitung:

Themen aus der Wissenschaft werden Kindern zwischen acht und zwölf Jahren erklärt

kk Siegen. Der Wissensdurst von Kindern ist riesig. Warum, wieso, weshalb? Es gibt Fragen über Fragen. Die Materie ist oftmals komplex. Vielfach sind selbst Erwachsene überfragt. Und dennoch wollen Kinder ihre Umwelt verstehen. Das können sie auch, wenn die Antworten altersgerecht ausfallen und anschaulich vermittelt werden. Daheim, im Kindergarten und selbst noch in der Schule fehlen oftmals Mittel, Fachkenntnisse und Zeit, um schwierigen Fragestellungen und Phänomenen auf den Grund zu gehen. Deshalb gibt es in der Region bald eine Alternative für all diejenigen Mädchen und Jungen, die einfach mehr wissen und lernen wollen: die Kinderuniversität!

Das Modell ist nicht neu. Es wurde im Jahr 2002 in Tübingen aus der Taufe gehoben. Nunmehr hält es auch in Siegen Einzug. Die Kinderuniversität entsteht in Kooperation zwischen der Universität Siegen und der Siegener Zeitung. Der Startschuss fällt am Dienstag, 6. Februar. Eingeladen sind Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren. Nach diesem Einstieg, der allen Beteiligten als Orientierung dienen soll, geht es im Mai richtig los. Genau wie am 6. Februar ist zwischen dem 8. und dem 29. Mai der große Hörsaal am Emmy-Noether-Campus (altes Jung-Stilling-Krankenhaus an der Walter-Flex-Straße am unteren Fischbacherberg) dienstags zwischen 17 Uhr c.t. und 18 Uhr fest für Kinder reserviert. »Cum tempore« – im Hochschuljargon kurz »c.t.« genannt – bedeutet: Beginn ist eigentlich erst um 17.15 Uhr. Die akademische Lehrstunde umfasst halt 45 Minuten.

Nicht nur der Vorlesungsbeginn orientiert sich an der »richtigen« Universität. So gibt es auch für die »Studierenden« der Kinderuni spezielle Ausweise. Jeder Besuch wird mit einem Stempel quittiert. Die ganz eifrigen Teilnehmer erhalten zu Semesterende eine Diplom-Bescheinigung. Selbstverständlich wartet auch auf die Professoren, die sich freiwillig die Mühe machen, komplizierte Themen kindgerecht aufzuarbeiten und zu vermitteln, zum Abschluss ein süßes »Bonbon«.

Am 6. Februar, 17 Uhr c.t., findet also die Premiere statt. Das Thema lautet: »Glühwürmchen, Leuchtfische und Katzenaugen. Wie kommt das Licht ins Dunkel?« Die Chemikerin Prof. Dr. Claudia Wickleder freut sich bereits darauf, einem jungen Publikum diese Fragestellung näher zu bringen. Dabei dürfen die Zuhörer sich auf Augen- wie Ohrenschmaus einstellen. An faszinierenden Experimenten wird es in der Vorlesung nicht fehlen.

Während die Kinder im Hörsaal in die Welt der Wissenschaft eintauchen, können die Begleiterinnen und Begleiter in der schicken Mensa des Emmy-Noether-Campus verweilen, einen Kaffee oder ein Teilchen genießen und sich – so gewollt – mit der Thematik vertraut machen, in die ihre Kinder derweil tiefere Einblicke gewinnen. Selbstverständlich steht auch Gesprächen zwischen den »Erwachsenen« nichts im Wege. Am Emmy-Noether- Campus sind Parkplätze vorhanden. So weit die offizielle Planung. Damit alles gelingt, sind aber besonders die Kinder gefragt. Über deren Köpfe hinweg soll nicht entschieden werden. Gleich in zwei Fragen sind die Künste und die Interessen der Mädchen und Jungen unabdingbar. Die Kinderuniversität soll ein unverwechselbares Logo erhalten. Deshalb startet am nächsten Samstag auf der SZ-Kinderseite ein Wettbewerb. Also: Greift zu Malstiften oder Pinsel und bringt auf Papier, wie ihr euch die Kinderuniversität vorstellt (Adresse: Siegener Zeitung, Kinderredaktion, Obergraben 39, 57072 Siegen). Aus den Bildern kreiert ein Graphiker das Logo. Selbstverständlich winken den eifrigen Künstlern auch Preise.

Zudem sind Themenwünsche erbeten. Denn: Das Thema am 29. Mai ist drängenden Kinderfragen vorbehalten. Der 8., 15. und 22. Mai sind bereits beplant. So wird der Physiker Prof. Dr. Thomas Mannel die Kinder in die Welt der »großen Maschinen und kleinen Teilchen« entführen. Der Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Hans Werner Heymann zeigt auf: »Wo ist die Unendlichkeit zu Ende?«, und der Psychologe Prof. Dr. Berthold Stötzel spielt auf wissenschaftlicher Ebene mit seinen Hörern das Spiel »Ich sehe was, was du nicht siehst«. Für den 29. Mai aber sind Kinderwünsche erbeten. Also Kinder, wenn Euch eine Frage, ein Thema besonders beschäftigt, schreibt uns das.

Der 6. Februar ist zwar noch eine ganze Zeit lang hin, die Vorfreude darf aber jetzt schon einsetzen. Jedes Kind, das wissensdurstig ist, ist willkommen. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, hilft den Organisatoren aber bei der Planung. Wer also vor dem 6. Februar absehen kann, dass sein Kind Hörer der Kinderuniversität Siegen werden will, ist gebeten, entweder per Postkarte an die Kinderredaktion der Siegener Zeitung oder aber bei der Universität Siegen unter www.kinderuni@uni-siegen.de ein Signal zu geben.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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