Einigkeit in Sachen Geisweider Freibad

kk Geisweid. Krisen schüren manchmal auch Hoffnungen. Beispielsweise auf Sanierung und Modernisierung des Geisweider Freibads. Das hat mittlerweile 56 Jahre auf dem Buckel und entspricht weder in Sachen Technik noch in Sachen Badespaß heutigen Ansprüchen. Wie die Verwaltung gestern im Bauausschuss darlegte, ist noch nicht einmal sicher, ob die Warmwasserbereitung die laufende Sommersaison durchhält: „Wenn der Wärmeerzeuger kaputtgeht, ist die Badesaison zu Ende.“ Ersatzteile für das Schätzchen seien mittlerweile nur sehr schwer zu beschaffen.

Doch umfassende Rettung ist in Gestalt des Konjunkturpakets II in Sicht. Sobald defintiv geklärt ist, ob ein Teil des in die Krönchenstadt fließenden Geldes unter dem Oberbegriff Infrastruktur auch fürs Warmwasserfreibad Geisweid ausgegeben werden darf, scheint es seitens der Politik grünes Licht zu geben. Die Mitglieder des Bauausschusses ließen zumindest keinen Zweifel daran aufkommen. Nur Ansgar Cziba (Bündnisgrüne) enthielt sich bei der Abstimmung über die Verwaltungsvorlage der Stimme.

Die Vorlage geht nun ordnungsgemäß durch die zuständigen Gremien, nachdem das Prozedere im März für den Geschmack etlicher Politiker einfach zu schnell über die Bühne gehen sollte (die SZ berichtete). Wolfgang Vetter (UWG): „Das hat aber nicht bedeutet, dass wir gegen das Freibad sind. Keine Fraktion möchte die Erneuerung nicht.“ Für eine Beschlussfassung hätten einfach grundlegende Informationen beispielsweise hinsichtlich der Finanzierung gefehlt. Unterstützung fand sein Statement bei Vertretern der SPD wie auch der Grünen. Das abschließende Votum darüber, wie genau mit der Einrichtung verfahren wird, soll nun am 3. Juni im Rat fallen.

Zur Abstimmung im Ausschuss stand die so genannte Kompaktversion, die einem Vorentwurf der Verwaltung, dem Gutachten des Bundesverbands öffentlicher Bäder, der Weiterentwicklung der Vorschläge durch eine Projektgruppe sowie Ergebnissen eines Projektcontrollings erwachsen ist. Ziel ist es, das Geisweider Bad zu vertretbaren Kosten sowie auf lange Sicht auf Vordermann zu bringen und zudem für die Besucher attraktiver zu machen.

Der Zehn-Meter-Turm soll dabei quasi als Alleinstellungsmerkmal erhalten bleiben. Insgesamt aber wird die Wasserfläche vor allem zur Reduzierung der Betriebskosten deutlich verkleinert. Schwimmbecken, Nichtschwimmer- und Erlebnisbecken sowie ein Kinderspielgarten sollen auf den neuesten Stand der Technik wie auch der Ansprüche gebracht werden.Planerisch gibt es dabei noch Spielraum. Allerdings, so Manfred Reitz (CDU), müsse sich alles unter dem Kostendeckel der veranschlagten 2,7 Mill. Euro bewegen. Geheizt werden soll künftig überwiegend mit Sonnenenergie. Wo genau die benötigten Solarflächen entstehen, ist dabei noch nicht abschließend geklärt. Die Inanspruchnahme der hangseitigen Liegefläche wurde von einigen Ausschussmitgliedern eher skeptisch bewertet.Die Ausschreibung der Maßnahme könne voraussichtlich im Herbst erfolgen, mutmaßte ein Verwaltungsvertreter. In Anbetracht der umfangreichen Arbeiten wie beispielsweise der Installation des Edelstahlbeckens sei eine Öffnung des Bades zur Freiluftsaison 2010 eher unwahrscheinlichh.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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