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Die Lage hat sich stabilisiert
Einzelhändler leicht im Aufwind

Das Lächeln bei den Einzelhändlern ist zurück.
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  • Das Lächeln bei den Einzelhändlern ist zurück.
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juka/ap Siegen/Olpe. „Es ist nach wie vor keine Entspannung zu erkennen“, nimmt Karina Brühmann vom Handelsverband Südwestfalen gleich vorweg. Für die Modehändler in der Region bleibt die Situation weiterhin angespannt. Die Kaufzurückhaltung bei den Menschen sei weiterhin sehr ausgeprägt. „Die Händler sind noch lange nicht bei den normalen Umsätzen“, erklärt Brühmann. Zwar würden sich viele durch Stammkunden und Online-Shops über Wasser halten, zufriedenstellend sei die Situation aber nicht. „Es fehlt einfach oft der Bedarf und es wird nur ganz gezielt eingekauft. Shopping ist keine Freizeitbeschäftigung mehr“, weiß Brühmann.

Auch die teils großen Rabatte brächten genauso wie die Senkung der Mehrwertsteuer kaum einen Effekt mit sich.

juka/ap Siegen/Olpe. „Es ist nach wie vor keine Entspannung zu erkennen“, nimmt Karina Brühmann vom Handelsverband Südwestfalen gleich vorweg. Für die Modehändler in der Region bleibt die Situation weiterhin angespannt. Die Kaufzurückhaltung bei den Menschen sei weiterhin sehr ausgeprägt. „Die Händler sind noch lange nicht bei den normalen Umsätzen“, erklärt Brühmann. Zwar würden sich viele durch Stammkunden und Online-Shops über Wasser halten, zufriedenstellend sei die Situation aber nicht. „Es fehlt einfach oft der Bedarf und es wird nur ganz gezielt eingekauft. Shopping ist keine Freizeitbeschäftigung mehr“, weiß Brühmann.

Auch die teils großen Rabatte brächten genauso wie die Senkung der Mehrwertsteuer kaum einen Effekt mit sich. „Verkaufsoffene Sonntage könnten hier, wie die Stärkung des Online-Handels, ein Instrument sein. Es ist wichtig, über allen Kanälen mit den Kunden in Kontakt zu bleiben“, appelliert Brühmann.

Und das scheint den Geschäften in der Region zu gelingen. Denn den Umständen entsprechend ist man mit den vergangenen Wochen zufrieden. Die SZ hat sich umgehört:

Adler-Modemarkt Kreuztal

„Bei uns hat es sich ein Stück weit stabilisiert“, freut sich Peter Dietz von Adler Mode. „Das hat aber auch mit unserem Klientel zu tun“, stellt Dietz klar. Auch die Rabattaktionen, mit denen man deutlich früher als normalerweise begonnen habe, trügen ihren Teil dazu bei. „Es läuft insgesamt auf jeden Fall zufriedenstellend. Das Online-Geschäft macht sich zudem positiv bemerkbar, da es den Menschen ein bisschen die Ängste nimmt“, erklärt Dietz.

Modeopfer Siegen

„Wir haben derzeit keine Umsatzeinbußen durch Corona“, erklärt Lisa Moll. In der Boutique in Siegens Oberstadt gibt es zwar rabattierte Ware, aber „gestürzt haben sich die Kunden darauf nicht“, schildert die Verkäuferin. „Bei uns wird man nicht mit Sale-Artikeln erschlagen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass viele Kunden darauf keine Lust haben und eher genervt von der Masse sind“, erklärt die 27-Jährige. Deshalb sei auch die reguläre Ware sehr gefragt, die in einer privaten Atmosphäre mit persönlicher Beratung ganz in Ruhe anprobiert werden kann. Auch der Online-Verkauf laufe gut, vor allem Instagram sei in den letzten Monaten total wichtig geworden. „Wir bewerben dort neue Teile, schicken auch mal auf Wunsch ein Tragebild oder vermessen ein Kleidungsstück. Viele Kunden kommen dann zu uns in den Laden und fragen nach einem Teil, das sie in unserer Story gesehen haben.“

Moanet Siegen

Eine ähnliche Erfahrung haben auch Dennis Henkel und sein Team gemacht. Vor allem der Online-Shop und das aufwendige Onlinemarketing über soziale Netzwerke trage dazu bei, dass der Laden in der Innenstadt „keine großen Einbrüche“ zu verzeichnen hat. Auch hier werden nur vereinzelte Teile mit vergünstigtem Preis angeboten. „Die Leute sind in Kauflaune, das Tagesgeschäft läuft super“, erklärt Verkäufer Christopher Lau. Anlässlich der Corona-Zeit hat das junge Label nicht nur Masken mit eigenem Design, sondern auch die Kollektion „raus“ gelauncht, die die wiedergewonnene Freiheit nach dem Lockdown thematisiert. „Die Leute haben Bock neue Klamotten zu kaufen, sich zu zeigen, sie nach außen zu tragen“, erklärt der 28-jährige Werkstudent.

Stilsicher Olpe

„Die Leute, die in den Laden kommen, wollen auch kaufen“, freut sich auch Ramona Olberts. In ihrem Geschäft gebe es momentan größere Rabattaktionen als normalerweise. „Aber ich bin den Umständen entsprechend zufrieden“, so Olberts, die aber auch festgestellt hat, dass die Menschen gezielter einkaufen gehen. Sorgen bereiten ihr derzeit in erster Linie die steigenden Infektionszahlen. „Wenn wir nochmal alle schließen müssten, würden viele auch nicht mehr aufmachen können“, befürchtet sie. Denn bereits die erste Schließung sei zum schlechtestmöglichen Zeitpunkt gekommen. „März, April und Mai sind eine ganz entscheidende Monate für den Einzelhandel. Da geht es schon um große Summen.“

Das Lächeln bei den Einzelhändlern ist zurück.
Christopher Lau sieht ein gut laufendes Tagesgeschäft.
Autor:

Julian Kaiser aus Siegen

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