Eisenbahnfreunde verkaufen Loks

 52 8134 abfahrbereit hinter 01 1533-7 in Scheuerfeld. Solche Bilder gehören vorerst der Vergangenheit an, verkaufen die Eisenbahnfreunde doch ihren Fuhrpark. Und die Dampflok 52 8134 ist bereits in Österreich. Foto: Verein Das Südwestfälische Eisenbahnmuseum und die Eisenbahnfreunde Betzdorf sind zerstritten, die Deutsche Bahn hatte den Mietvertrag für die Immobilie gekündigt. Archivfoto: Daniel Benfer
  • 52 8134 abfahrbereit hinter 01 1533-7 in Scheuerfeld. Solche Bilder gehören vorerst der Vergangenheit an, verkaufen die Eisenbahnfreunde doch ihren Fuhrpark. Und die Dampflok 52 8134 ist bereits in Österreich. Foto: Verein Das Südwestfälische Eisenbahnmuseum und die Eisenbahnfreunde Betzdorf sind zerstritten, die Deutsche Bahn hatte den Mietvertrag für die Immobilie gekündigt. Archivfoto: Daniel Benfer
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nb/sz  - Die Eisenbahnfreunde Betzdorf (EFB) haben die Lok „Lotti“ verkauft. Eine neue Heimat hat sie im Ampflwang in Oberösterreich gefunden, ist sie doch nun im Besitz der Österreichischen Gesellschaft für Eisenbahngeschichte (ÖGEG). „Lotti“ ist dabei aber nur ein prominenter Fall, denn die Eisenbahnfreunde haben bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung im vergangenen Sommer beschlossen, den Fahrbetrieb komplett aufzugeben. Das schreibt der Verein an die Redaktion.

Am Telefon erklärte der Ehrenvorsitzende Willi Fick, dass es seit anderthalb Jahren keine Einnahmen mehr durch Sonderfahrten gab. Grund: Die Kündigung des Mietvertrages zwischen der Deutschen Bahn und dem Südwestfälischen Eisenbahnmuseum. Als Untermieter waren auch die EFB betroffen und verloren somit ihren Stellplatz im Lokschuppen am Siegener Bahnhof.

Fehlende Einnahmen – da kam ein Schaden an Dampflok 52 8134 zum äußerst ungünstigen Zeitpunkt. Im Frühsommer 2015, so die Pressemitteilung der EFB, erlitt die Lok bei einer Überführungsfahrt einen Rohrschaden und musste durch die Westerwaldbahn von Blankenberg zur Bindweide geschleppt werden. Versicherung und TÜV begutachteten den Schaden – Ergebnis: Er war durch einen Umformfehler der Rohre vor dem seinerzeitigen Einbau entstanden. Der TÜV machte nun zur Auflage, alle 124 Heizrohre zu erneuern. Eine Aufgabe, heißt es weiter, die unter normalen Umständen vom Verein hätte geleistet werden können. Aber eben nicht unter der geschilderten Prämisse.

Und so endete die außerordentliche Mitgliederversammlung im Juli mit dem Entschluss, den Fahrbetrieb einzustellen. „Eine Entscheidung auf breiter Ebene“, unterstrich Willi Fick. Die Eisenbahnfreunde selbst bleiben weiterhin aktiv. 

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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