Eiskalt in den Wohnungen

 Das private Studentenwohnheim an der Bürbacher Straße 130 in Bürbach soll jetzt leergeräumt werden. Dann, so der Verwalter, soll eine Komplettsanierung erfolgen und das Objekt wieder als Studentenwohnheim genutzt werden.  Foto: kalle
  • Das private Studentenwohnheim an der Bürbacher Straße 130 in Bürbach soll jetzt leergeräumt werden. Dann, so der Verwalter, soll eine Komplettsanierung erfolgen und das Objekt wieder als Studentenwohnheim genutzt werden. Foto: kalle
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sz/kalle - Der AStA der Universität Siegen schlägt Alarm. Es geht um eine alte Geschichte, die jetzt neu hochkocht: Das private Studierendenwohnheim im Siegener Stadtteil Bürbach an der Bürbacher Straße 130 ist nicht mehr bewohnbar. Bereits im Jahr 2016 wollten die Siegener Versorgungsbetriebe das Wasser abstellen, da fällige Rechnungen nicht beglichen worden waren. Und vor Monaten wollte die Stadt Siegen das Gebäude schließen. Massive Probleme mit dem Brandschutz und weitere bauliche Mängel standen auf der Agenda. Doch nach Gesprächen mit dem Gebäudeverwalter ließ sich die Stadt Siegen auf einen Deal ein. Nach Auskunft des AStA sollen die versprochenen Sanierungen nur zum Teil durchgeführt worden sein.

Aktuell ist es zu einer weiteren Eskalationsstufe gekommen. In dem Gebäude gibt es weder Heizung noch warmes Wasser. Und laut Aushang kann der Verwalter, die 22 Century Management GmbH, „aufgrund großer technischer Probleme“ auch für die Wasserversorgung nicht garantieren. Nach SZ-Informationen wird das Betongebäude noch von insgesamt elf Personen bewohnt, darunter wohl maximal vier Studenten. Die wenigen Bewohner und Bewohnerinnen wurden via Aushang an ihren Wohnungstüren darüber informiert, dass man telefonischen Kontakt mit „22 Century“ aufnehmen solle, um eine kurzfristige Lösung anzupeilen. Nach Informationen des Allgemeinen Studierenden-Ausschusses hat man den wenigen Mietern schnell nahegelegt, ihre Wohnungen zu räumen.

Wohnungsfachleute sprechen von einer geplanten Entleerung des Gebäudes. Den Betonkörper abzureißen, um Platz für neue Immobilien zu schaffen, sehen die Spezialisten als kaum realisierbar an. Dafür seien allein die Abrisskosten des Betonklotzes bei weitem zu hoch. Der Allgemeine Studierenden-Ausschuss: „Wir fordern die Stadt Siegen auf, das private Studierendenwohnheim endgültig zu räumen und für mehr bezahlbaren Wohnraum zu sorgen, damit niemand in Wohnheime wie das in Bürbach ziehen muss“, so Jonas Vollert, stellvertretender Vorsitzender des AStA.

In einem Gespräch mit dem zuständigen Sachbearbeiter bei „22 Century“ in München sagte Philipp Mohnhaupt, allen elf Bewohnern sei im vergangenen Monat fristlos gekündigt worden. Die Planungen liefen, um die Anlage komplett zu sanieren und wieder als Studentenwohnheim auf den Markt zu bringen. Zeitliche Details konnte Mohnhaupt nicht nennen. Gemeinsam mit Stadt und Studierendenwerk werde nun an einer Lösung für die Mieterschaft gearbeitet.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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