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Ältestenrat Siegen
Elektrische Heizstrahler für Außengastronomie zugelassen

Siegens Gastronomen, etwa hier in der Alten Poststraße, dürfen auf ihren Außenflächen Heizstrahler und Pavillons aufstellen, wenn der Brandschutz sichergestellt ist und eine Genehmigung erteilt wurde.
  • Siegens Gastronomen, etwa hier in der Alten Poststraße, dürfen auf ihren Außenflächen Heizstrahler und Pavillons aufstellen, wenn der Brandschutz sichergestellt ist und eine Genehmigung erteilt wurde.
  • Foto: Christian Hoffmann
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

ch Siegen. Die Gastronomen in der Alten Poststraße hoben am Donnerstag den Daumen: Die Krönchenstadt lässt als befristete Maßnahme für Restaurants und Cafés den Einsatz von elektrischen Heizstrahlern auf ihren Außenflächen zu. Außerdem werden die sonst fälligen Sondernutzungsgebühren für die Flächen erlassen; zudem können Pavillons errichtet werden, um es den Gästen auch an nasskalten Herbst- und Wintertagen einigermaßen gemütlich machen bzw. um sie überhaupt zur Einkehr bewegen zu können. Das hat der Ältestenrat der Stadt Siegen dieser Woche beschlossen.
Dehoga fordert Erlaubnis für Heizpilze in der Außengastronomie
Und zwar als „dringende“ Maßnahme.

ch Siegen. Die Gastronomen in der Alten Poststraße hoben am Donnerstag den Daumen: Die Krönchenstadt lässt als befristete Maßnahme für Restaurants und Cafés den Einsatz von elektrischen Heizstrahlern auf ihren Außenflächen zu. Außerdem werden die sonst fälligen Sondernutzungsgebühren für die Flächen erlassen; zudem können Pavillons errichtet werden, um es den Gästen auch an nasskalten Herbst- und Wintertagen einigermaßen gemütlich machen bzw. um sie überhaupt zur Einkehr bewegen zu können. Das hat der Ältestenrat der Stadt Siegen dieser Woche beschlossen.

Dehoga fordert Erlaubnis für Heizpilze in der Außengastronomie

Und zwar als „dringende“ Maßnahme. Die gilt bis Ende April 2021, „mit ihr nehmen wir die Anliegen und Nöte der Branche auf, die aufgrund der coronabedingten Einschränkungen mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen hat“, so Stadtbaurat Henrik Schumann im Gespräch mit der SZ. Man wolle mit der Ausnahme unbürokratisch helfen, „Unterstützung leisten“, sagt er.

E-Heizpilze sind teurer 

Diesen Satz und das Angebot hört Lars Martin, Chef des lokalen Hotel- und Gaststättenverbandes gerne: „Wir klammern uns dankbar an jeden Strohhalm, der hoffentlich nicht durch komplizierte Bürokratie platt gewälzt wird.“ Grundsätzlich findet es Martin gut, „dass Politik und Verwaltung die Lage der Gastronomie auf dem Schirm haben und dass sie Kompromisse für eine Übergangszeit anbieten“. Doch angesichts der Umsatzausfälle, die jeden Tag größer würden und die gesamt Branche in eine „eine prekäre Situation“ brächten, müsse jeder Gastrounternehmer auf’s Geld und damit genau auf den Kompromiss schauen. „E-Heizpilze z. B. sind teurer als die leider weiterhin verbotenen Gasbrenner, und wenn wir jetzt beim Aufstellen der Zelte auf die Farbgestaltung gemäß irgendwelcher Satzungen für die Innenstadt achten müssen, wird es aufwendig und damit in der Anschaffung ebenfalls kostenspielig“, warnt der Dehoga-Vertreter.

Wildwuchs soll verhindert werden

Damit spielt Lars Martin darauf an, dass das Pavillons nur nach den Spielregeln des „Handbuchs zur Gestaltung des öffentlichen Raums“ aufgestellt werden dürfen, es sollen „nur geringe Abweichungen“ erlaubt werden, so Stadtbaurat Schumann. Dafür gebe es „gute Gründe“ sagt er: „Wir wollen eine Ausnahme mit Augenmaß und keinen Wildwuchs. Stellen Sie sich mal die Alte Poststraße zugestellt mit Pavillons vor, auf denen grelle Werbung in allen Farben prangt!“
Mit anderen Worten: Mitten in der Pandemie sollen keinen Pflöcke eingerammt werden – irgendwann ist auch einmal die Coronakrise ausgestanden. Schumann: „Es geht hier und heute um Soforthilfe, technisch saubere Lösungen, Brandschutz und praktikable Pavillonkonstruktionen mit bis zu 30 Kubikmetern Volumen, die keiner langwierigen Baugenehmigung bedürfen!“ Wie praktikabel der Kompromiss am Ende wirklich ist, wird die nahe Zukunft zeigen. Mal schauen ob die Gastronomen in der Alten Poststraße dann immer noch den Daumen heben.
Übrigens: Auch der Einzelhandel darf bis Ende April 2021 öffentliche Straßenflächen, Wege oder Plätze für seine Warenauslagen nutzen, ohne Gebühren dafür zu bezahlen. Die Flächen müssen vom Rathaus genehmigt werden.

Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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