Ende der Ära Rosenbauer

 2015 gratulierte Landrat Michael Lieber (r.) Dr. Josef Rosenbauer zur Wiederwahl als Kreisvorsitzender, jetzt wird es um seinen Abschied gehen. Archivfoto: thor
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thor - Als er ins Amt kam, war er der jüngste Kreisvorsitzende, den die Union im Kreis Altenkirchen je hatte. Mittlerweile ist er in diesem Amt der Dienstälteste – und das nicht nur in seiner Partei. Doch nun hat die Ära ein Ende: Dr. Josef Rosenbauer wird sich von der Spitze der Kreis-CDU zurückziehen. Das bestätigte der Herkersdorfer auf Nachfrage der SZ. Beim Parteitag am Samstag nächster Woche wird er nicht zur Wiederwahl antreten.

Der 52-Jährige, beruflich als Geschäftsführer der Diakonie Südwestfalen mehr als nur eingespannt, nannte mehrere Gründe für seine Entscheidung – neben privaten Belangen ist für ihn dieser Satz entscheidend: „20 Jahre sind ziemlich lang, daher ist es an der Zeit, dass auch mal andere Verantwortung übernehmen.“

Und die Nachfolge? Da gab Rosenbauer mehr als nur einen Wink mit dem Zaunpfahl: Seine Erfahrung als Kreisvorsitzender und auch als früherer Landtagsabgeordneter habe gezeigt, dass man einen „Apparat im Rücken“ haben müsse, um die Arbeit bewältigen zu können. Soll heißen: Der neue Kreisvorsitzende sollte auch beruflich mit der CDU verknüpft sein. Insofern kommen momentan im AK-Land nur die beiden Landtagsabgeordneten Dr. Peter Enders (Eichen) und Michael Wäschenbach (Wallmenroth) in Betracht. Dieser Spekulation der SZ wollte Rosenbauer denn auch nicht widersprechen. Wer von beiden es wird, dürfte freilich noch eine spannende Angelegenheit werden.

Ohne Enders und Wäschenbach zu nahe treten zu wollen: Beide sind älter als Rosenbauer, dessen Bestreben es stets war, die jüngere Generation in Ämter und Mandate zu hieven. Gut möglich also, dass die CDU nun eine Art Interimslösung anstrebt, bis einer der jungen Hoffnungsträger nachrücken kann.

Rosenbauer hatte 1998 den Vorsitz von Dr. Alfred Beth übernommen, nachdem er zwei Jahre zuvor in den Landtag eingezogen war. Wenn er nun den Parteivorsitz abgibt, reduziert sich seine politische Tätigkeit auf den Kreistag. Wobei: Wer den 52-Jährigen auch nur ansatzweise kennt, kann sich kaum vorstellen, dass er nicht hinter den Kulissen weiter Fäden ziehen. Wie sagte doch einmal einer seiner langjähriger Mitstreiter zur SZ: „Der Josef macht eigentlich am liebsten Personalpolitik.“

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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