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Angeklagte sollen sich einlassen
Ende im Burbach-Prozess in Sicht?

Für den 16. Dezember ist der nächste Verhandlungstag im Burbach-Prozess vor dem Landgericht Siegen terminiert.
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  • Foto: SZ-Archiv
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

mick Siegen. Ein Satz, der aufhorchen lässt. Die Angeklagten im Burbach-Verfahren sollen sich bis zum nächsten Termin am Mittwoch, 16. Dezember, Gedanken machen, ob sie sich „zur Person“ einlassen möchten. Das war die Bitte der Vorsitzenden Richterin Elfriede Dreisbach am Mittwoch, die damit zumindest den Anfang vom Ende dieses Langzeit-Prozesses in Aussicht stellt.
"Problemzimmer" als kleiner Raum in der Nähe des Büros der Sicherheitsleute
Für diesen drittletzten Verhandlungstag im auslaufenden Jahr 2020 sind ursprünglich zwei Zeugen geladen gewesen. Bei einem müsse allerdings noch der Aufenthalt ermittelt werden, ließ das Gericht wissen. Der andere, ein 28-jähriger Klimatechniker aus Dinklage, wurde von der Polizei nach Siegen gebracht. Er ist einer von jenen Bewohnern, die 4.

mick Siegen. Ein Satz, der aufhorchen lässt. Die Angeklagten im Burbach-Verfahren sollen sich bis zum nächsten Termin am Mittwoch, 16. Dezember, Gedanken machen, ob sie sich „zur Person“ einlassen möchten. Das war die Bitte der Vorsitzenden Richterin Elfriede Dreisbach am Mittwoch, die damit zumindest den Anfang vom Ende dieses Langzeit-Prozesses in Aussicht stellt.

"Problemzimmer" als kleiner Raum in der Nähe des Büros der Sicherheitsleute

Für diesen drittletzten Verhandlungstag im auslaufenden Jahr 2020 sind ursprünglich zwei Zeugen geladen gewesen. Bei einem müsse allerdings noch der Aufenthalt ermittelt werden, ließ das Gericht wissen. Der andere, ein 28-jähriger Klimatechniker aus Dinklage, wurde von der Polizei nach Siegen gebracht. Er ist einer von jenen Bewohnern, die 4. März 2014 nach der Anklage in einem Aufenthaltsraum beim Rauchen erwischt und dann „in ein Zimmer gebracht“ wurden. Er bestätigte auf Nachfrage des Gerichts, dass es sich um das „Problemzimmer“ handelte und beschreibt es als kleinen Raum in der Nähe des Büros der Sicherheitsleute. Zwei Betten habe es gegeben. Die Tür war aus Metall und verschlossen, das Fenster vergittert: „Wie ein Gefängnis.“
Dass er einmal von vier oder fünf Security-Mitarbeitern spricht, die ihn und die anderen begleitet hätten, davor aber von „bis zu sechs“, rief Verteidiger Tim Timmer auf den Plan. Andere Zeugen hätten von maximal drei Sicherheitsleuten gesprochen und davon, dass die Zimmertür nicht auf herkömmliche Weise verschlossen gewesen, vielmehr die Klinke abmontiert gewesen sei. Er selbst wisse nach einem Besuch vor Ort, dass die Tür aus Holz und nicht aus Metall bestanden habe, betonte der Anwalt.

Zeuge: Niemand ist geschlagen worden

Nach sechs Jahren seien seine Erinnerungen nicht mehr gut, meinte der Zeuge und unterstrich, er werde sich hier nicht zu einer Lüge bewegen lassen. Er wisse nicht mehr, dass ein Stuhl durch eine glühende Kohle beschädigt wurde und von den Bewohnern bezahlt werden sollte. Mit dem anderen sei er sich aber sicher. Geschlagen worden sei niemand, aber die genannte Anzahl von Sicherheitsleute reiche aus, Menschen einzuschüchtern. Freiwillig sei niemand in jenes Zimmer gegangen an jenem Tag.

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Redaktion Siegen aus Siegen

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