Entlastung nur mit HTS

Verkehr Hauptthema bei Bürgerversammlung Niederschelden

Niederschelden. Eng ging es gestern Abend zu, in der Aula der Hauptschule Eiserfeld. Rund 180 Niederscheldener wollten ihren Informationsbedarf über die anstehenden Planungen und Vorhaben in ihrem Ort sättigen. Und zahlreiche Vertreter aus Rat und Verwaltung wollten ihr Scherflein dazu beitragen. So gab Gerald Kühn, Leiter des Fachbereichs Stadtentwicklung im Siegener Rathaus, gestern Abend »den Startschuss für die Vorbereitung der Stadtteilentwicklungsplanung Niederschelden«. Die Beteiligung der Bürger »vom ersten Tag an« sei dabei wünschenswert. Mit einem Ende der Maßnahmen sei dann etwa im Jahre 2008 zu rechnen.

»Wir sollten gemeinsam mit der rheinland-pfälzischen Nachbargemeinde planen«, befand Bürgermeister Ulf Stötzel. Über allem stehe die Frage, was man machen könne, damit die Ortsmitte lebenswerter werde. »Dennoch sollte die Stadt schon mal Verbesserungsmaßnahmen vornehmen«, appellierte Rüdiger Holdinghausen von der Aktionsgemeinschaft Niederschelden an die Planer, »damit die Wohn- und Einkaufsqualität schon jetzt verbessert wird.« Sonst seien die Läden, bevor die Planung richtig losgehe, zu.

Massiver Bestandteil der Planungen ist natürlich die Hüttentalstraße, auf deren Weiterbau nicht nur die Niederscheldener sehnlichst warten. Insgesamt 3,1 km fehlen noch, davon 168 m in Rheinland-Pfalz, wie Klaus-Jürgen Theis, Leiter der Siegener Niederlassung des Landesbetriebs Straßenbau NRW, berichtete. Durch den Bühlrücken werde ein 525 m langer Tunnel getrieben, sieben Brücken zwischen 15 und 550 m Länge sorgten dafür, dass die Hüttentalstraße ihrem »Stelzenimage« gerecht werde. Insgesamt 142 Mill. DM will man »in Beton gießen«. Wann mit dem Bau begonnen werden könne, wusste indes auch Theis nicht.

»Das ist eine ungeheuerliche Summe, die bundesweit Begehrlichkeiten weckt«, betonte Stötzel. Wenn sie nicht hier verbaut würde, würde sie jemand anderes bekommen. »Daher bitte ich alle mitzuhelfen, damit dieser Bereich endgültig seine verkehrliche Entlastung findet«, wandte sich Stötzel auch an die HTS-Gegner. Noch bewegender konnte das der Eiserfelder Geschäftsmann Walter Linschmann: »Die Eiserfelder und die Niederscheldener müssen sich zusammentun, um dieses Projekt zu Ende zu bringen! Lassen sie uns gemeinsam die Südstadt nach vorne bringen!«

Dazu gehört auch die Verkehrsberuhigung der Höllenwaldstraße. »Hier fehlt die HTS deutlich«, sagte Paul Sondermann von der städtischen Bauverwaltung. Inzwischen sei durch die Errichtung einer Tempo-30-Zone eine gewisse Verkehrsberuhigung eingetreten, weitere Maßnahmen wie ein Lkw-Durchfahrtsverbot seien auch erwirkt. Stimme alles nicht, meinte Helga Gaden (SPD) unter Applaus. Lkw würden nach wie vor die Höllenwaldstraße als Abkürzung nutzen. Das werde sich jedoch ändern, entgegnete die Verwaltung. Die Polizei habe für die nächsten Wochen verstärkte Verkehrsüberwachungen zugesagt. Bürgermeister Stötzel brachte die Diskussion auf den Punkt: »Wir kriegen auf Mord und Kaputt nur Entlastung, wenn die HTS fertig ist.«

matz

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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