SZ

Feuerwehrleute aus dem Kreis Olpe helfen tatkräftig mit
Erfolg an der Steinbachtalsperre

Mit dem zum Wasserförderzug gehörenden „Hytrans Fire System“ war die Feuerwehr Olpe an der Steinbachtalsperre angerückt. Sie pumpten bis zu 60 000 Liter Wasser pro Minute ab.
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  • Mit dem zum Wasserförderzug gehörenden „Hytrans Fire System“ war die Feuerwehr Olpe an der Steinbachtalsperre angerückt. Sie pumpten bis zu 60 000 Liter Wasser pro Minute ab.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

tip Olpe/Euskirchen. Tagelang bangten die Bürger in und um Euskirchen: Am Montag gab es dann endlich Entwarnung. Im Bereich der zwischenzeitlich als gefährdet eingestuften Steinbachtalsperre stabilisierte sich die Lage. Mitgeholfen haben daran auch Feuerwehrleute aus dem Kreis Olpe. Sie waren am Sonntagabend mit ihrem Wasserförderzug, das unter anderem das Spezialfahrzeug „Hytrans Fire System“ (HFS) beinhaltet, zur Talsperre alarmiert worden. Gegen 22 Uhr trafen die zwölf Retter, die aus Olpe und Oberveischede stammen, in ihren drei Fahrzeugen im Bereitstellungsraum ein. Am Montagmorgen ging es dann zur Steinbachtalsperre. Dort, so berichtet es Feuerwehr-Pressesprecher Martin Lauer, der ständigen Kontakt zu seinen Kollegen vor Ort hielt, hatte die Bundeswehr schon ganze Arbeit geleistet.

tip Olpe/Euskirchen. Tagelang bangten die Bürger in und um Euskirchen: Am Montag gab es dann endlich Entwarnung. Im Bereich der zwischenzeitlich als gefährdet eingestuften Steinbachtalsperre stabilisierte sich die Lage. Mitgeholfen haben daran auch Feuerwehrleute aus dem Kreis Olpe. Sie waren am Sonntagabend mit ihrem Wasserförderzug, das unter anderem das Spezialfahrzeug „Hytrans Fire System“ (HFS) beinhaltet, zur Talsperre alarmiert worden. Gegen 22 Uhr trafen die zwölf Retter, die aus Olpe und Oberveischede stammen, in ihren drei Fahrzeugen im Bereitstellungsraum ein. Am Montagmorgen ging es dann zur Steinbachtalsperre. Dort, so berichtet es Feuerwehr-Pressesprecher Martin Lauer, der ständigen Kontakt zu seinen Kollegen vor Ort hielt, hatte die Bundeswehr schon ganze Arbeit geleistet. Denn die teils stark durchweichten Wege zum Einsatzort hätten vorab mit Panzerplatten abgesichert werden müssen. Nur so war es den Feuerwehrkräften überhaupt möglich, das schwere Gerät sicher an Ort und Stelle zu transportieren.

60 000 Liter pro Minute abgepumpt

Gegen 11 Uhr begannen die Olper Wehrleute dann mit dem Aufbau der sogenannten Hochwassermodule. Das Ziel: Mit 60 000 Litern pro Minute Wasser aus der Talsperre pumpen. Das alles übrigens in Gegenwart von Bundesinnenminister Horst Seehofer und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet, welche die Lage vor Ort sondierten. Kurz darauf dann die erlösende Nachricht für die Bevölkerung: Der Wasserstand sei weit genug gesenkt worden, die Evakuierungen der Orte unterhalb des Damms könnten beendet werden, erklärte die Bezirksregierung Köln. „Ein Dammbruch ist jetzt nicht mehr zu befürchten“, hieß es von offizieller Stelle. Die Behörden im zuständigen Rhein-Sieg-Kreis organisierten daraufhin eine geregelte Rückkehr der Einwohner der sicherheitshalber geräumten Gemeinden Swisttal und Rheinbach.

Das Ziel der Einsatzleitung ist, den Pegel der Steinbachtalsperre bis auf einen Meter abzusenken.
Martin Lauer
Pressesprecher Feuerwehr Olpe

Für die Olper Feuerwehrleute, die mit ihrem Wasserförderzug andere HFS-Spezialeinheiten aus NRW abgelöst hatten, ist der Einsatz damit allerdings noch nicht beendet. Weitere Systeme wurden und werden mit anderen Wasserförderzügen zusammen aufgebaut. „Das Ziel der Einsatzleitung ist, den Pegel der Steinbachtalsperre bis auf einen Meter abzusenken. Das ermöglicht, dass der Fischbestand nicht vollständig abgefischt werden muss“, berichtet Martin Lauer. Die Einsatzkräfte verbleiben auf jeden Fall bis Mittwochnachmittag in Euskirchen. Ob sie dann von weiteren Kameraden aus Olpe abgelöst werden oder komplett einrücken können, wird im Laufe des Dienstags entschieden.

Schlimmer als in Vorstellung 

Auch in Erftstadt halfen Feuerwehrleute aus dem Kreis Olpe mit. Die Mobile Führungsunterstützung (MoFüst) und die Informations- und Kommunikationseinheit (IuK) lösten am Sonntagabend Einsatzkräfte aus dem Kreis Siegen-Wittgenstein ab und übernahmen dort bis Montagmorgen die Leitung eines Einsatzabschnittes. Die SZ sprach mit Thomas Beckmann, Pressesprecher Feuerwehr Kirchhundem, der auf dem Rückweg aus Erftstadt war. „So schlimm hatte ich es mir nicht vorgestellt“, lautete sein Fazit der vor Ort gesammelten Eindrücke. „Den einen oder anderen Straßenzug, den man schon auf Fernsehbildern gesehen hat, sah man dann live vor Ort. Und in der Nacht sorgte das auch noch einmal für ein ganz anderes Gefühl.“

Medizinische Versorgung koordiniert 

In Erftstadt hatten die Olper Feuerwehrleute vor allem die medizinische Versorgung zu koordinieren. Hier ging es beispielsweise darum, Bewohner eines evakuierten Altenheims über Apotheken, die nicht vom Hochwasser betroffen waren, mit notwendigen Medikamenten auszustatten. „Teilweise mussten wir auch zusehen, dass wir überhaupt an die Akten der Bewohner kamen, um diese auswerten zu können. Da brauchte es sehr pragmatische Ansätze“, so Beckmann. Die Zusammenarbeit mit den anderen Rettungskräften wie etwa dem DRK, das für die Logistik sorgte, habe reibungslos funktioniert. „Das ist die Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Einsatz“, findet Beckmann.

Trost im Katastrophengebiet spenden
Autor:

Tim Plachner

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