Erfrischendes Programm

Chor Siegen-Süd begeisterte mit gelungenem Konzert

soph Eiserfeld. Nicht hektisch, schnell oder zügig, sondern ruhig und besinnlich begann das Konzertprogramm. Der Kinder- und Jugendchor Siegen-Süd, der Gemischte Chor Siegen-Süd und der Oberstufenchor der Fritz-Busch-Musikschule der Stadt Siegen ließen dem Publikum genügend Zeit, sich auf den herbstlichen Konzertnachmittag einzustimmen.

Nach nachdenklichen Liedern wie »The willow tree« (John Rutter) und »Adiemus« (Karl Jenkins), bei letzterem Katharina Utsch an der Blockflöte, versprach Leiter Jürgen Scholl: »Wir werden auch noch schneller.« Und in der Tat leitete »Die Nadel sagt zum Luftballon«, reizend gesungen und inszeniert von den kleinsten Nachwuchssängern, den heiteren Teil des Konzerts ein. Die nächsten vier Lieder hingen zusammen und sollten mit kleinen schauspielerischen Einlagen die Probleme des Erwachsenwerdens verdeutlichen. Die Stücke wurden von Anna-Lena Schulze am Piano begleitet.

Bei »As tears go by« und »Don’t it make my brown eyes blue?« bewies der Chor allerdings, dass auch die A-cappella-Fähigkeiten nicht unterschätzt werden sollten. Stimmig und klar erklangen die Töne von der Bühne, und der Applaus der vollen Aula in der Hubenfeldschule in Eiserfeld zeigte die deutliche Begeisterung. Einer der Höhepunkte kam nach den beiden Stücken ohne instrumentale Begleitung auf die Bühne gehüpft. Bei dem bekannten Klassiker »The lion sleeps tonight« sangen die kleinsten Chormitglieder als Löwen verkleidet. Die älteren Besucher des Konzerts waren vor allem von dem letzten nur gesungenen Stück überrascht. Ursprünglich eine Liebeserklärung an die Stadt London, textete Jürgen Scholl das Lied um, und heraus kam »Schöner Hauberg«, eine Aufforderung, die schöne Natur im Siegerland mal wieder öfter aus der Nähe zu betrachten.

Nach diesem »Lokal-Hit« wurden die trainierten choreografischen Talente der älteren Chormitglieder auf die Probe gestellt. Vor etwa einem halben Jahr war der amerikanische Choreograf Dwight Jordan zu Gast in Siegen und hatte in einem Wochenendworkshop die wesentlichen Grundzüge einer Showchoreografie vermittelt (die SZ berichtete). Dem Könner aus den USA wäre aufgefallen, dass die Arbeit nicht umsonst war, denn Tanz und Gesang bildeten die gewünschte Einheit. Von »Car wash« über »Old Gumbie Cat« mit einem gut gesungenen Solo von Verena Hülpüsch bis »Born to Hand Jive« zeigten die Mitglieder, dass sie dem Titel »Show Choir«, so die Bezeichnung des singend-tanzenden Teils des Konzerts, durchaus gewachsen sind.

Damit es gut geübten Nachwuchs für den Chor gibt, ist eine neue Kindergruppe in Planung. Wenn kleine Nachwuchssänger Lust haben, mit anderen Kindern zwischen fünf und sieben Jahren zu singen, ist dies die beste Gelegenheit damit anzufangen (Info-Tel. 0271/ 355299).

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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