Erlösender Sieg für VC SFG Olpe

 Salchendorfs Außenangreiferin Sarah Neuser (blaues Trikot, Tochter vom Ex-Eiserner Goalgetter Hansi Neuser) setzte den Block von Oberliga-Tabellenführer FJM Köln 2 mit parallelen und diagonalen Schmetterbällen mächtig unter Druck. Foto: roh
  • Salchendorfs Außenangreiferin Sarah Neuser (blaues Trikot, Tochter vom Ex-Eiserner Goalgetter Hansi Neuser) setzte den Block von Oberliga-Tabellenführer FJM Köln 2 mit parallelen und diagonalen Schmetterbällen mächtig unter Druck. Foto: roh
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niwe - Bei den Männern kam der TV Dresselndorf gegen Essen nicht über einen Punktgewinn hinaus, während der VC Freudenberg mit einem klaren 3:0 bei Bayer Dormagen überraschte.

TV Dresselndorf - VV Humann Essen 2. 2:3 (25:19, 22:25, 25:21, 22:25, 14:16). In einer hochklassigen Regionalliga-Partie mussten die Dresselndorfer zwar am Ende eine knappe Niederlage einstecken, zeigten aber ihre beste Saisonleistung und überzeugten trotz der Pleite. „In diesem Spiel haben Kleinigkeiten entschieden, was auch die absolute Punktzahl zeigt“, analysierte Dresselndorfs Trainer Tom Brinkmann, dessen Mannschaft für die 108:106 Punkte nur einen Zähler in der Tabelle erhält.

Im ersten und im dritten Durchgang beherrschten die Hausherren das Geschehen und schafften es regelmäßig, den mit einem 2-Meter-“Hünen“ besetzten Essener Block zu umspielen. „Leider haben wir in den anderen Sätzen die Bälle nicht ,tot’ gemacht und uns gerade im Angriff zu viele Fehler erlaubt“, so Brinkmann, der auch dem Gegner eine starke Leistung attestierte.

Ein Sonderlob verdiente sich Stefan Dünnes. Zu guter Letzt nahmen auch die Unparteiischen Einfluss auf die Partie, als im vierten Satz beim Stand von 21:22 nicht nur eine umstrittene Entscheidung gegen die Südsiegerländer gefällt wurde, sondern ein TVD-Akteur zudem mit der roten Karte bedacht wurde, sodass die Gäste vorentscheidend auf 21:24 davonzogen. Und auch im entscheidenden Tie-Break brachte den ansonsten so ruhigen Tom Brinkmann eine krasse Fehlentscheidung zum 8:10 auf die Palme und die Gäste aus dem Ruhrgebiet endgültig auf die Siegerstraße. Brinkmann: „Die Entscheidungen der Unparteiischen über die gesamte Spielzeit waren schon auffällig.“

TSV Bayer Dormagen - VC Freudenberg 0:3 (19:25, 18:25, 21:25). „Ich bin von diesem klaren Sieg selbst überrascht, weil bei uns am Freitag im Training und beim Einspielen nicht viel zusammen gelaufen ist“, gestand Freudenbergs Coach Norbert Homrighausen ein. Nach einem etwas wackeligen Start und einem 2:6-Rückstand stabilisierten die „Flecker“ ihre Annahme, spielten viel über die Mitte und kämpften sich über gute Blockarbeit nach und nach heran. Über 19:16 sicherten sich die Gäste den ersten Durchgang am Ende souverän und nahmen diesen Schwung auch mit in Durchgang zwei.

„Wir haben im Block weiterhin gut gestanden und wenig zugelassen“, berichtete Homrighausen über einen „unspektakulären“ Satz. Im dritten Durchgang legten die Freudenberger wieder mit 6:2 vor, doch die Hausherren steckten nicht auf und kamen zum Ausgleich. Danach wog die Partie hin und her, ehe Thorben Strackbein mit einer Aufschlagserie zum 19:15 die Entscheidung im Spiel einleitete. „Die drei Punkte tun sehr gut, weil die Liga unheimlich eng ist und - abgesehen vom Tabellenführer - jeder jeden schlagen kann.“

SG Langenfeld - SG Eichen-Kreuztal 1:3 (25:21, 17:25, 26:28, 26:28). Einen ganz wichtigen Auswärtssieg – den ersten der laufenden Saison – fuhren die Nordsiegerländer in Langenfeld ein, überflügelten den Gegner damit in der Tabelle und liegen nun erstmals auf einem Platz, der den direkten Klassenerhalt bedeuten würde. „Mit diesem Sieg haben wir unseren Überraschungserfolg der Vorwoche veredelt“, freute sich SG-Coach Andreas Irle, „in einem hart umkämpften Spiel haben wir nicht unverdient gewonnen. In der Hinrunde hätten wir dieses Spiel vermutlich noch verloren. Mittlerweile sind wir aber so weit, solche knappen Partien auch für uns zu entscheiden.“

Im ersten Satz spielten beide Teams sehr konzentriert, am Satzende häuften sich allerdings die Fehler der Gäste. Davon unbeirrt zeigte das Team von Anmdreas Irle im zweiten Durchgang aber eine tadellose Leistung und stand vor allem im Block besser. In den Sätzen drei und vier lagen die Hausherren die meiste Zeit in Front, doch mit einem hohen kämpferischen Aufwand drehten die Kreuztaler diese Sätze jeweils noch.

Dritte Liga Frauen West

SV Wietmarschen - VC SFG Olpe 1:3 (25:16, 23:25, 17:25, 24:26)t Der Knoten ist geplatzt: Mit einem Pflichtsieg beim Tabellenschlusslicht haben die Olperinnen die ersten Punkte im Jahr 2014 eingefahren und den Abwärtstrend gestoppt. „Wir sind sehr erleichtert, wir haben zum ersten Mal in dieser Saison auswärts drei Punkte geholt und gezeigt, dass wir doch noch gewinnen können“, zog SFG-Mannschaftsführerin Tami Heide ein positives Fazit.

Dabei begann die Partie für die Olperinnen nicht gut, die sich im ersten Satz viele Annahmefehler leisteten und die letzten Niederlagen wohl doch noch nicht so ganz verarbeitet hatten. Ab dem zweiten Satz stabilisierte sich das Spiel der Mannschaft von Trainer Michael Jürgens jedoch zusehends, die gute Trainingsarbeit machte sich bezahlt und die Sauerländerinnen nahmen das Heft in die Hand. „Wir haben uns von dem ersten Satz zum Glück nicht weiter verunsichern lassen, sondern uns in allen Bereichen gesteigert und endlich mal wieder gezeigt, was wir können“, so Tami Heide.

Lediglich im vierten Durchgang hatten die Gäste noch eine kurze Schwächephase zu überstehen, aber mit dem neu gewonnenen Selbstvertrauen konnte auch der knappe letzte Satz erfolgreich gestaltet werden. Einen maßgeblichen Beitrag zum Sieg leistete Caro Clemens auf der – immer noch ungewohnten – Zuspielposition.

TV Salchendorf - FCJ Köln 2. 1:3 (25:23, 18:25, 17:25, 24:26). „Wir haben den Tabellenführer mehr als nur geärgert und uns so teuer wie möglich verkauft, daher können wir die Niederlage verschmerzen“, fasste Alfred Terkowsky, Coach der Salchendorferinnen, zusammen. „Das Ergebnis spiegelt den Spielverlauf wider.“ Den ersten Satz in einem Oberliga-Duell auf höchstem Niveau dominierten die Gastgeberinnen von Beginn an, waren hochkonzentriert und präsent und gewannen den Durchgang völlig verdient. Der hohen Konzentrationsleistung mussten sie dann allerdings etwas Tribut zollen, es schlichen sich zu viele Fehler ein, die den Verlust der Sätze zwei und drei bedeuteten.

„Im vierten Satz haben wir dann wieder richtig gut gespielt und an die Leistung aus Satz eins angeknüpft“, bilanzierte Terkowsky, der beim 23:21 allerdings eine nicht nachvollziehbare Schiedsrichter-Fehlentscheidung quittieren musste, die seine Mannschaft aus dem Konzept und um den möglichen Satzgewinn brachte.

TV Werne -VC SFG Olpe 2. 3:1 (19:25, 25:18, 25:16, 25:14). „Das war leider ein kleiner Rückfall in die Zeit vor der Weihnachtspause, aber wir können das Fehlen von zwei Stammkräften nur schwer kompensieren“, resümierte Olpes Coach Gereon Unterste, der im ersten Satz noch zufrieden auf das Spiel seiner Mannschaft blicken konnte. „Ab dem zweiten Satz müssen wir das Spiel schnell abhaken, weil wir alle Tugenden haben vermissen lassen und drei rabenschwarze Sätze gespielt haben“, so Unterste. Bei seiner Mannschaft lief nichts mehr zusammen, was dem Gegner natürlich in die Karten spielte. „Wir arbeiten das Spiel auf und richten den Blick nach vorn, weil wir deutlich besser spielen

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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