Celenus-Klinik unter Rettungsschirm
Erneuter Abschied von Kredenbacher Klinik

Das Kredenbacher Krankenhaus   wird nicht mehr als potenzielles Ausweichklinikum benötigt.
  • Das Kredenbacher Krankenhaus wird nicht mehr als potenzielles Ausweichklinikum benötigt.
  • Foto: Jan Schäfer (Archiv)
  • hochgeladen von Anja Bieler-Barth (Redakteurin)

sz Kredenbach. Der Kreis Siegen-Wittgenstein gibt das ehemalige Kredenbacher Krankenhaus an die Diakonie Südwestfalen zurück. Das Klinikgebäude war, wie berichtet, während der Hochphase der Corona-Pandemie als Ausweichkrankenhaus hergerichtet worden.  „Wir hatten uns auf einen Fall vorbereitet, bei dem unsere Kliniken überlastet gewesen wären. Das ist zum Glück nicht eingetreten“, ruft Landrat Andreas Müller in Erinnerung: „Die Pandemie hat sich aber so entwickelt, dass wir akut kein Ausweichkrankenhaus mehr vorhalten müssen. Deshalb können wir der Diakonie nun ihr Gebäude zum Monatsende wieder zurückgeben.“ Damit erfüllen sich auch nicht die Hoffnungen jener, die in den vergangenen Wochen und Monaten eine dauerhafte Wiederbelebung des Klinikums gewünscht hatten.

Dank an alle Helfer  und Spender

Müller dankt noch einmal ganz ausdrücklich allen, die sich in das Projekt „Ausweichkrankenhaus“ eingebracht haben. „Mein erster Dank gilt natürlich der Diakonie, die sofort bereit war, uns das Gebäude in dieser besonderen Situation zur Verfügung zu stellen. Danken möchte ich auch den vielen ehrenamtlichen von DRK und Maltesern, die beim Einrichten des Gebäudes mitgeholfen haben. Unglaublich groß war auch die Resonanz auf unseren Aufruf, sich im Rahmen von #siwihilft als Mitarbeiterin oder Mitarbeiter für das Ausweichkrankenhaus zur Verfügung zu stellen. Mit all den Freiwilligen hätten wir problemlos einen Schichtbetrieb rund um die Uhr abbilden können. Hochachtung für dieses ehrenamtliche Engagement!“  Der Landrat dankt auch den Unternehmern und Spendern, die einen Beitrag zur Einrichtung des Ausweichkrankenhauses geleitstet haben oder im Stand-by bereitstanden, Ausrüstung oder Materialien zu liefern. Und nicht zuletzt gilt Müllers Dank dem Team des Amtes für Brand- und Bevölkerungsschutz, Rettungswesen, das den Aufbau und die Einrichtung der Ausweichklinik gemanagt hat. „Referatsleiter Thiemo Rosenthal, der auch der Leiter unseres Krisenstabes ist, und Amtsleiter Thomas Tremmel und Projektleiterin Christine Domnick haben hier wieder außergewöhnliches geleistet und gezeigt, dass wir in Krisensituationen in der Lage sind, schnell unkonventionelle Lösungen zu entwickeln und umzusetzen.“

Reha-Kliniken einsetzbar

Müller mit Blick auf eine eventuelle zweite Corona-Welle: „Sollten wir doch noch zusätzliche Krankenhaus-Kapazitäten benötigen, werden wir auf Reha-Kliniken zurückgreifen können: z. B. auf die Celenus-Klinik in Hilchenbach. Diese ist technisch auf dem aktuellen Stand und hat auch das Personal, das wir zum Betrieb eines Ausweichkrankenhauses brauchen“, so Müller.  Das wäre möglich, weil es zwischenzeitlich gelungen ist, die Celenus-Klinik unter den Rettungsschirm der Landesregierung zu stellen. Dieser sieht vor, dass geeignete Rehabilitationseinrichtungen zur nicht-intensivpflichtigen Behandlung von Akutfällen herangezogen werden können und dann zunächst bis zum 30. September als zugelassene Krankenhäuser gelten.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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