"Sprachcamp" führte auch zur Geisweider Feuerwehr
Erste-Hilfe-Kurs bei den Maltesern

Rettungssanitäterin Gisela Merten erklärte den Kindern des "Sprachcamps", wie man einen Defibrillator benutzt.
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kno Geisweid. Wie erkennt man eigentlich, dass ein Mensch bewusstlos ist, und vor allem: Wie hilft man ihm? Was für Erwachsene selbstverständlich scheint, kann für Kinder schnell überfordernd sein. Insbesondere Kindern mit Sprachproblemen fällt es zunehmend schwerer, in besonderen Situationen gut klarzukommen. Daher ist es umso wichtiger, ihnen spielerisch zu zeigen, wie man sich in Notfällen angemessen verhält und so vielleicht sogar im Ernstfall Leben retten kann.

"Sprachcamp" im Haus der interkulturellen Bildung

Fünf Tage lang haben sich in der ersten Herbstferienwoche rund 25 Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren im sogenannten „Sprachcamp“ im Haus der interkulturellen Bildung (HiB) in Geisweid mit Themen wie Hygiene, Ernährung und Sprache auseinandergesetzt. Unter dem Motto „Feuerwehr und Erste Hilfe“ bot der Schwerpunkt Sprache und interkulturelle Bildung der Stadt Siegen in Kooperation mit dem Kinder- und Jugendtreff Geisweid und der Erziehungshilfe und Jugendarbeit sowie den Fachkräften des Multiprofessionellen Teams der Schulen in Geisweid vier Workshops an vier Tagen an.Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer durchliefen diese in Kleingruppen jeweils mit einer pädagogischen Fachkraft an ihrer Seite. Dabei lernten sie unter anderem, wie man selbst Seife herstellt und wie man ganz einfach gesund und frisch kochen kann. Der Schwerpunkt des „Sprachcamps“ liegt dabei stets in der Förderung der Sprach-, Sozial-, und Selbstkompetenz, wie Lukas Buchner sagt. Jeder Workshop ist daher sprachsensibel aufbereitet und soll spielerisch die Sprache fördern und stärken.

Besuch bei Feuerwehr und den Maltesern

An den Nachmittagen besuchten die Kinder dann, von einem guten Mittagessen gestärkt, in zwei Gruppen den benachbarten Malteser Hilfsdienst und die Freiwillige Feuerwehr in Geisweid. Die beiden Rettungssanitäter Gisela Merten und Andreas Flender sind Profis in Sachen „Rettungsangelegenheiten“. Sie erklärten den Kindern am Donnerstagnachmittag in den Räumlichkeiten der Malteser alles rund ums Lebenretten. „Anschauen, ansprechen und anfassen – das sind die drei wichtigen Dinge die man tun sollte, wenn eine verletzte Person vor einem liegt“, erklärte Gisela Merten. Schritt für Schritt zeigte die erfahrene Rettungssanitäterin gemeinsam mit ihrem Kollegen den Kindern die stabile Seitenlage, das Absetzen eines Notrufs und die Herzdruckmassage sowie die Mund-zu Mund-Beatmung.

Kids spielten den Ernstfall durch

Dann waren die Kids dran! In einem Notfall-Szenario spielten sie den Ernstfall durch. Sie setzten das frisch erworbene Wissen geschickt um und hatten sichtlich Spaß dabei. „Ich finde es total toll, dass wir so viel lernen und selber machen können!“, strahlte die neunjährige Maroa. Insbesondere der sprechende AED, der „Automatisierte Externe Defibrillator“, sorgte mit seinen verständlichen Anweisungen für große Begeisterung bei den Kids. Am Freitag fand dann gemeinsam mit den Eltern der Kinder eine Abschlussfeier statt, bei der die Freiwillige Feuerwehr Geisweid sowie die Malteser ebenfalls dabei waren. Sie luden die Kinder ein, vielleicht selbst in den Kinder- und Jugendgruppen Mitglied zu werden.

Nächstes "Sprachcamp" im Sommer

Übrigens: Im nächsten Sommer findet das „Sprachcamp“ zum 16. Mal statt und lädt erneut 25 bis 30 Kinder zum gemeinsamen Lernen ein!

Autor:

Kiana Nourishad (Freie Mitarbeiterin) aus Siegen

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