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Heilig Kreuz Weidenau (Galerie + Video)
Erste Kolumbariumskirche in der Region fertiggestellt

Die 1250 kunstvoll gestalteten Urnengräber erstrahlen im Eingangsbereich der Kolumbariumskirche in unterschiedlichen Blautönen. Es besteht die Möglichkeit, in Einzel-, Doppel- oder Dreiergräbern beigesetzt werden.
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  • Die 1250 kunstvoll gestalteten Urnengräber erstrahlen im Eingangsbereich der Kolumbariumskirche in unterschiedlichen Blautönen. Es besteht die Möglichkeit, in Einzel-, Doppel- oder Dreiergräbern beigesetzt werden.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

gro Weidenau. Am Eingang der umgebauten Heilig-Kreuz-Kirche in Weidenau thront das alte, neu aufbereitete Taufbecken. Der Weg führt weiter über den Urnenfriedhof, wo auf künstlerische Art und Weise die viereckigen Gräber trappiert wurden. Durch eine gläserne „Kathedralwand“ gelangt man in den Gottesdienstraum. Alles ist in den prägenden Farben blau und gelb gehalten. Getreu dem Motto „Vom Tod zum Leben“, wurde bei der Fertigstellung des nun unter Denkmal stehenden Gebäudes auf jedes Detail geachtet.
Der Tod gehört zum Leben dazu. Aus diesem Grund geht die Kirchengemeinde Heilig Kreuz in Weidenau ganz bewusst den Weg, Leben und Tod zusammenzubringen. „Mit der Taufe beginnt das Leben, bis der Tod kommt und die Auferstehung in das Reich Gottes folgt.

gro Weidenau. Am Eingang der umgebauten Heilig-Kreuz-Kirche in Weidenau thront das alte, neu aufbereitete Taufbecken. Der Weg führt weiter über den Urnenfriedhof, wo auf künstlerische Art und Weise die viereckigen Gräber trappiert wurden. Durch eine gläserne „Kathedralwand“ gelangt man in den Gottesdienstraum. Alles ist in den prägenden Farben blau und gelb gehalten. Getreu dem Motto „Vom Tod zum Leben“, wurde bei der Fertigstellung des nun unter Denkmal stehenden Gebäudes auf jedes Detail geachtet.
Der Tod gehört zum Leben dazu. Aus diesem Grund geht die Kirchengemeinde Heilig Kreuz in Weidenau ganz bewusst den Weg, Leben und Tod zusammenzubringen. „Mit der Taufe beginnt das Leben, bis der Tod kommt und die Auferstehung in das Reich Gottes folgt. Dies wurde auch bei der Gestaltung der Kolumbariumskirche aufgegriffen“, so Pfarrer Karl-Hans Köhle gegenüber der SZ.

Leben und Tod unter einem Dach

Platz für 1250 Urnen in der Kolumbariumskirche Weidenau

Im Kolumbarium der Kirche können insgesamt 1250 Urnen beigesetzt werden. Die Nachfrage ist groß, sodass in kürzester Zeit bereits fast 80 Gräber belegt oder vorgemerkt sind. Die Liegezeit beträgt 15 Jahre. Dann können sich Angehörige entweder um eine Verlängerung kümmern oder aber einen Teil der Asche an einem speziellen Ort „der ewigen Ruhe“ für immer in der Kirche verbleiben lassen. Sitzgelegenheiten ermöglichen ein Verweilen am Grab.

Ein Touch-Screen zeigt Angehörigen die jeweilige Grabstelle an. In zwei Trauerräumen stehen Irmtrud von Plettenberg und ein Team von speziell geschulten Ehrenamtlichen im Rahmen eines Präsenzdienstes bereit. Im verkleinerten Gottesdienstraum sind 150 Sitzplätze geschaffen worden. Eine digitale Orgel ist für die musikalische Untermalung zuständig. Das alte Kreuz aus den 1950er Jahren wurde im Altarraum neu positioniert. Die ganze Kirche ist zudem barrierefrei zugänglich. Den Umbau gestaltete der Künstler Prof. Thomas Kesseler, der sich zuvor in einem Kunstwettbewerb durchsetzen konnte.

Kolumbarium Weidenau steht allen Menschen offen

An seiner Seite Architekt Norbert Sonntag, dessen Vater den Bau der Kirche vor über 60 Jahren geplant hat. Die Umbauarbeiten haben insgesamt über ein Jahr gedauert und letztendlich 2,5 Millionen Euro gekostet. „Oft ist es ja so, dass ein Bauprojekt mehr kostet als im Voraus einkalkuliert war. Ich bin sehr froh darüber, dass wir es geschafft haben, im Rahmen unserer finanziellen Möglichkeiten zu bleiben“, so der Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Helmut Angst.
Der Kirchengemeinde ist zudem besonders wichtig, dass dies ein Kolumbarium für alle ist. „Wir sind offen für alle Menschen, unabhängig von einer Konfessionszugehörigkeit oder der Pfarrei“, so Köhle.

Kolumbarium Mit dem Wort „Kolumbarium” bezeichnet man seit der Antike Urnenfriedhöfe, bei denen die Urnen der Verstorbenen in kleinen Kammern beigesetzt werden. Seit dem 19. Jahrhundert wurden auf öffentlichen Friedhöfen, ergänzend zu den Erdbestattungen, Kolumbarien eingerichtet, häufig in Form von Urnenwänden.
Autor:

Kay-Helge Hercher (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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