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Das heimische Handwerk erholt sich
Es brummt nicht nur in den Bäckereien

Die Bäckereien, hier die Rudersdorfer Landbäckerei Hellmann, machen laut Konjunkturbericht der Handwerkskammer Arnsberg wieder Boden gut.
  • Die Bäckereien, hier die Rudersdorfer Landbäckerei Hellmann, machen laut Konjunkturbericht der Handwerkskammer Arnsberg wieder Boden gut.
  • Foto: SZ-Archiv/Tim Lehmann
  • hochgeladen von Michael Sauer

sz/ch Siegen/Olpe. Frühjahr, Sommer, Herbst: Es läuft wie geschnitten Brot, der Aufwärtstrend im Handwerk hat sich verfestigt, wie die Daten der jüngsten Umfrage der Handwerkskammer Südwestfalen zeigen. Gemeinsam mit den Kreishandwerkerschaften Hochsauerland, Märkischer Kreis und Westfalen-Süd hat sie ermittelt, dass die Konjunktur in den Betrieben brummt.

„Es geht wieder aufwärts“, fasst denn auch Meinolf Niemand, Hauptgeschäftsführer der Kammer, die wirtschaftliche Lage im zweiten Corona-Jahr zusammen. „Die meisten Auftragsbücher – ganz besonders in den Bereichen Bau und Ausbau – sind gut mit Aufträgen gefüllt. Die Auftragsreichweiten sind deutlich gestiegen und der Auslastungsgrad der Betriebe hat wieder zugenommen“, so Niemand.

sz/ch Siegen/Olpe. Frühjahr, Sommer, Herbst: Es läuft wie geschnitten Brot, der Aufwärtstrend im Handwerk hat sich verfestigt, wie die Daten der jüngsten Umfrage der Handwerkskammer Südwestfalen zeigen. Gemeinsam mit den Kreishandwerkerschaften Hochsauerland, Märkischer Kreis und Westfalen-Süd hat sie ermittelt, dass die Konjunktur in den Betrieben brummt.

„Es geht wieder aufwärts“, fasst denn auch Meinolf Niemand, Hauptgeschäftsführer der Kammer, die wirtschaftliche Lage im zweiten Corona-Jahr zusammen. „Die meisten Auftragsbücher – ganz besonders in den Bereichen Bau und Ausbau – sind gut mit Aufträgen gefüllt. Die Auftragsreichweiten sind deutlich gestiegen und der Auslastungsgrad der Betriebe hat wieder zugenommen“, so Niemand.
Doch die Entwicklung in Südwestfalen hätte noch dynamischer verlaufen können, fügt der Kammerchef hinzu. Der Anstieg des Geschäftsklimaindexes sei mit sieben Punkten auf nun rund 120 Zähler „vergleichsweise“ moderat ausgefallen.

Das heimische Handwerk erholt sich: Fachkräftemangel bremst aus

Denn: Das heimische Handwerk hat ein Personalproblem, der Beschäftigungsstand ist vergleichbar mit dem Wert von vor zehn Jahren. Niemand: „Diese Bremsspur hat einen Namen: Fachkräftemangel. Durch die demografische Entwicklung ebenso wie durch den ungebrochenen Trend zur Akademisierung kann der Bedarf an Arbeitskräften aktuell nicht gedeckt werden.“

Es geht wieder aufwärts.
Meinolf Niemand
Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer

Für Meinolf Niemand gibt es da nur eine Perspektive: „Es gilt auch weiterhin der Appell, verstärkt auszubilden und junge Menschen auf die hervorragenden Karrierechancen im Handwerk hinzuweisen!“

Das heimische Handwerk erholt sich: Material ist knapp und teuer

Der zweite Bremsklotz: Vor Jahresfrist und noch im Frühjahr machten die Corona-Regeln mit den verbundenen Schließungen der Handwerkswirtschaft schwer zu schaffen; nun schränken Knappheit und Preissteigerungen bei Material und Vorleistungen die Entwicklungsmöglichkeiten deutlich ein.

Außerdem: Zwischen Auftragseingang und der Produktion bzw. der Erbringung der Dienstleistung vergeht jede Menge Zeit – sei es bei der Errichtung eines Dachstuhls oder bei der Installation und Reparatur von Heizungen. Die Kunden müssen warten. Die Folge: Das lange Warten und die anziehende Endpreise „wirken sich dämpfend auf die Nachfrage aus“. So berichtete mehr als jeder dritte Umfrageteilnehmer in den Handwerksgruppen Bau sowie Metall, dass er Aufträge verloren hat, bei den Gruppen Ausbau und Kfz war es rund jeder vierte Betrieb.

Das heimische Handwerk erholt sich: Chipmangel ein Problem

Ein weiteres Problem für die konjunkturelle Erholung: Die industriellen Auftraggeber drosseln wegen des schon oft berichteten Chipmangels die Produktion und damit Auftragsvergabe an handwerkliche Zulieferbetriebe. Das bleibt laut Niemand auch so; verschärft wird das Problem zudem, dass viele Zulieferer im Handwerk in Erwartung eines normalen Geschäftsverlaufs für Material in Vorleistung gegangen sind.

Das heimische Handwerk erholt sich: Bauboom

Erfreulich hingegen: die anhaltend hohe Nachfrage für die Bauwirtschaft vor allem aus dem privaten Sektor. Geringe Ertragschancen auf Spareinlagen sowie „billiges Baugeld“ beflügeln diesen Bereich und ziehen die Ausbauhandwerke in der Folge mit.

Zu den Gewinnern der zurückliegenden Monate zählen ebenfalls die Lebensmittelhandwerke. Besonders das Fleischerhandwerk legte dank des Trends zu mehr Qualität in Topf und Pfanne deutlich zu. Doch auch die Konditoreien ebenso wie die Bäckereien machten wieder Boden gut.

Autor:

Christian Hoffmann (Redakteur) aus Siegen

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