Es wird weiter gerechnet und geplant

Raumproblem drängt:

Pavillon der Jung-Stilling-Schule soll nicht mehr genutzt werden – Noch keine Lösung da

Weidenau. Dass der Pavillon der Jung-Stilling-Grundschule in Weidenau marode ist, ist schon lange kein Geheimnis mehr. Bereits 1998 machte die Schulverwaltung auf dieses Problem aufmerksam. In Anbetracht des vor der Tür stehenden Winters ergriffen die Eltern der beiden betroffenen Klassen selbst die Initiative. Es besteht die Sorge, das Dach könne möglicherweise Schneelasten nicht tragen. Insgesamt seien die Klassenräume der 2a und der 4a im Pavillon mittlerweile unzumutbar. Nachdem eine öffentliche Zusammenkunft von Eltern, Schulvertretern und Verwaltung in der vergangenen Woche geplatzt war, fand sie am Dienstagabend hinter verschlossenen Türen statt.

Klassenräume im Keller?

Mit dem Ergebnis sind die Eltern allerdings nicht zufrieden. Wann die Mädchen und Jungen den Pavillon verlassen können und wo genau sie untergebracht werden, stehe immer noch nicht fest, war von der Schulpflegschaftsvorsitzenden Bärbel Randolph zu erfahren. Die Untersuchungen und die Ermittlung der Kosten dauerten an. Zur Debatte stehe, zwei Fachräume im Kellergeschoss zu Klassenräumen umzufunktionieren und auf dem Speicher provisorische Fachräume herzurichten. Auch der Küche könne eine Umwandlung in ein Unterrichtszimmer drohen. Dabei werde beabsichtigt, eine Betreuung der Kinder über die Mittagszeit anzubieten: „Dafür brauchen wir die Küche.” Überhaupt, so die Vorbehalte der Eltern, seien die Räumlichkeiten im Keller nicht als Klassenzimmer geeignet. Es sei feucht, Schimmelpilze könnten sich bilden. Sollten die Fachräume im Dachgeschoss untergebracht werden, drohe im Sommer in Anbetracht der Dachfenster unerträgliche Hitze, im Winter könne Schnee das Eindringen des Lichtes verhindern. Bärbel Randolph: „Das ist eine denkbar ungünstige Lösung.” Besser sei es, einen Container befristet anzumieten.

Übergangslösung für drei Jahre

Auch die Siegener Schulverwaltung ist über die augenblickliche Lage alles andere als glücklich. Nur, so Abteilungsleiter Herbert Keßler, überall drücke der Finanzschuh. In drei Jahren werde ein Pavillon an der Realschule am Hengsberg in Eiserfeld frei. Keßler: „Wir müssten den Pavillon der Jung-Stilling-Schule also noch für drei Jahre nutzbar machen.” Bei Dachreparaturen im Sommer sei jedoch klar geworden: „Das rechnet sich nicht mehr.” Eine andere Lösung muss her. Und die wird primär im Schulgebäude gesucht.

Zwölf Räume werden benötigt

Zwölf Räume werden benötigt: zehn für Klassen, ein Mehrzweckraum und Platz für den Schulkindergarten. Keßler: „Grundsätzlich sind die zwölf Räume im Gebäude vorhanden.” Eben in der von den Eltern geschilderten Konstellation. Zwei Mehrzweckräume im Keller könnten umfunktioniert werden. Die Fensterflächen entsprächen trotz der Sockelhöhe den Bauvorschriften. Die Fachräume im Dachgeschoss besäßen zwar nicht den Standard der bisherigen, seien aber für eine Übergangszeit zumutbar. Zumal absehbar sei, dass die Grundschule in zwei Jahren durchgehend zweizügig geworden sein könnte. In den vergangenen beiden Schuljahren habe es jeweils nur zwei Eingangsklassen gegeben. Dann sei das Platzproblem eh behoben.

Keßler: „Wir wollen der Schule die Fachräume nicht kappen.” Nur eben der bisherige Standard könne bei der angedachten Variante im Schulgebäude nicht beibehalten werden. Der Abteilungsleiter Schulverwaltung: „Dem gegenüber steht der verständliche Wunsch der Schule nach einem neuen Zwei-Klassen-Container.” Derzeit würden die Kosten der beiden Möglichkeiten – Umwidmung der Fachräume und Container – ermittelt und abgewogen. Keßler: „In Anbetracht der Haushaltslage müssen wir auf die Kosten achten.” Im äußersten Falle sei für die Schulverwaltung auch denkbar, den Schuleinzugsbereich zu ändern. Grundschulen im Umfeld hätten nämlich noch Kapazitäten frei. Auch der Schulkindergarten könne verlegt werden.

Eltern wollen neuen Container

Die Lösungsvariante innerhalb des Schulgebäudes ist für die Eltern unbefriedigend. Auch geänderte Einzugsbereiche finden sie problematisch. Die Schulkonferenz beschloss daher am Dienstagabend, die Stadt schriftlich aufzufordern, „für sofortigen, vollwertigen Ersatz außerhalb des Schulgebäudes und innerhalb des Schulgeländes” zu sorgen.

kk

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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