Kirchenkreis legte Mitgliederstatistik vor
Evangelische Kirche wird kleiner

Der Kirchenkreis Siegen prüft – wie im Nachgang zur jüngsten Synode (Bild) berichtete –  auch wegen des demografischen Wandels zurzeit in einer Machbarkeitsstudie zusammen mit dem Kirchenkreis Wittgenstein, ob eine Vereinigung neue Perspektiven und eine gegenseitige Bereicherung bringen kann.
  • Der Kirchenkreis Siegen prüft – wie im Nachgang zur jüngsten Synode (Bild) berichtete – auch wegen des demografischen Wandels zurzeit in einer Machbarkeitsstudie zusammen mit dem Kirchenkreis Wittgenstein, ob eine Vereinigung neue Perspektiven und eine gegenseitige Bereicherung bringen kann.
  • Foto: Archivbild (mir)
  • hochgeladen von Christian Hoffmann (Redakteur)

sz Siegen/Olpe. Der ev. Kirchenkreis Siegen spürt weiterhin die Auswirkungen des demografischen Wandels. Im vergangenen Jahr sank die Mitgliederzahl der 29 Kirchengemeinden im Siegerland und Olper Raum auf 114 613. Im Jahr 2017 lag die Zahl noch bei 116 432. Grund für den Rückgang um knapp 1,6 Prozent ist vor allem, dass die Zahl der Sterbefälle die Zahl der Taufen und Eintritte in die evangelische Kirche übersteigt.

Erfreulich sei dabei aber, dass im vergangenen Jahr wieder deutlich mehr Menschen Mitglied der evangelischen Kirche geworden sind: Die Zahl der Eintritte stieg im Kirchenkreis Siegen um mehr als ein Drittel von 147 im Jahr 2017 auf 200 im vergangenen Jahr. Dazu zählen Aufnahmen von konfessionslosen Menschen und Gläubigen anderer Konfessionen sowie Taufen von Erwachsenen und Jugendlichen ab 14 Jahren. Gestiegen ist auch die Zahl der Taufen von Kindern unter 14 Jahren. 2018 wurden 799 Mädchen und Jungen in den Gemeinden des Kirchenkreises evangelisch getauft, 2017 waren es 758.

731 Menschen traten im vergangenen Jahr im Siegerland und Olper Raum aus der evangelischen Kirche aus, das waren 36 Austritte mehr als im Vorjahr (2017: 695). Zudem wurden 1492 Kirchenmitglieder evangelisch bestattet. Nicht erfasst ist in der Statistik die Zahl der verstorbenen evangelischen Christen, die nicht evangelisch bestattet wurden.

„Als kleiner werdende Kirche müssen wir auch neue Wege gehen“, so der Siegener Superintendent Peter-Thomas Stuberg zu den jüngst vorgelegten Zahlen. Zwar sei ein Großteil des Mitgliederrückgangs durch den demografischen Wandel bedingt. Gerade deswegen müsse die Kirche aber noch aktiver auf die Menschen zugehen, die ihr zurzeit fern stehen. „Wir müssen den christlichen Glauben in die heutige Zeit übersetzen, um mehr Menschen für die Botschaft der Liebe Gottes zu gewinnen“, sagte der leitende Theologe des Kirchenkreises. Die Kreissynode als oberstes Leitungsgremium des Kirchenkreises hat zu diesem Zweck erst im Juni einen Innovationsfonds beschlossen. Aus ihm werden künftig innovative Projekte gefördert, die Menschen ansprechen sollen, die bisher von kirchlichen Angeboten noch nicht erreicht werden.

„Die Kirche muss angesichts sinkender Mitgliederzahlen aber auch ihre Strukturen überdenken und an künftige Herausforderungen anpassen“, ergänzte Stuberg. Der Kirchenkreis Siegen prüft – wie berichtete – aus diesem Grund zurzeit in einer Machbarkeitsstudie zusammen mit dem Kirchenkreis Wittgenstein, ob eine Vereinigung neue Perspektiven und eine gegenseitige Bereicherung bringen kann. „All diese Herausforderungen gehen wir in der Hoffnung und Zuversicht an, dass Gott seine Kirche leitet und sein Geist in ihr wirkt“, betonte Stuberg. „Bei allen Überlegungen über Strukturen ist der Glaube an Gott unser Antrieb und Ankerpunkt.“

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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