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KOMMENTAR
Everard im Kopf

SZ-Volontärin Alexandra Pfeifer.

Wir alle kennen es. Dieses mulmige Gefühl im Bauch, wenn wir Frauen nachts allein nach Hause gehen. Wenn sich selbst der kürzeste Weg anfühlt wie eine Ewigkeit. Wenn wir Schattengestalten neben uns sehen und Schrittgeräusche hinter uns hören. Wenn alle Sinne auf Alarmbereitschaft stehen. Wenn Gedankenspiele Panik und Paranoia auslösen. Diese Angst, überwältigt zu werden. Die Kontrolle zu verlieren. Ignoranz oder Offensive? Schreien oder Schockstarre? Weglaufen oder ergeben?

Die Szenarien hat jede von uns schon mehr als einmal durchgespielt. Denn traurigerweise wissen wir alle, wie potenziell riskant es ist, im Dunkeln und ohne Begleitung durch die Straßen zu laufen. Wie es ist, statt der Abkürzung durch den Park den beleuchteten Umweg an der Hauptstraße zu nehmen.

Wir alle kennen es. Dieses mulmige Gefühl im Bauch, wenn wir Frauen nachts allein nach Hause gehen. Wenn sich selbst der kürzeste Weg anfühlt wie eine Ewigkeit. Wenn wir Schattengestalten neben uns sehen und Schrittgeräusche hinter uns hören. Wenn alle Sinne auf Alarmbereitschaft stehen. Wenn Gedankenspiele Panik und Paranoia auslösen. Diese Angst, überwältigt zu werden. Die Kontrolle zu verlieren. Ignoranz oder Offensive? Schreien oder Schockstarre? Weglaufen oder ergeben?

Die Szenarien hat jede von uns schon mehr als einmal durchgespielt. Denn traurigerweise wissen wir alle, wie potenziell riskant es ist, im Dunkeln und ohne Begleitung durch die Straßen zu laufen. Wie es ist, statt der Abkürzung durch den Park den beleuchteten Umweg an der Hauptstraße zu nehmen. Immer Ausschau nach Fluchtwegen zu halten. Nicht dann zu gehen, wann man will, sondern dann, wenn alle gehen. Den eigenen Standort zu teilen und (Fake-)Telefonate zu führen. Da hilft keine Zahl, keine Statistik. Keine Wahrscheinlichkeitsrechnung, die uns sagt, wie gering das Risiko ist, dass uns tatsächlich etwas zustößt. Das Kopfkino läuft trotzdem in HD.

Wir alle haben schon die Schuhe gewechselt. Wir haben uns bewaffnet. Haben die Schlüsselspitze zwischen unsere Finger geklemmt. Das Pfefferspray griffbereit gehabt. Aber wir machen uns viel zu selten bewusst, dass unsere Angst und all diese Vorkehrungen einen Grund haben. Daran erinnert der Fall Everard. Er steht nicht nur in der Zeitung. Er passiert.

a.pfeifer@siegener-zeitung.de

So gefährlich ist Siegen für Frauen

Autor:

Alexandra Pfeifer

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