Exoten auf Hof Rohrbach zu Hause

 Dietmar Winter und seine Familie auf Hof Rohrbach in Bad Berleburg haben eine exotische Rinderfamilie bei sich aufgenommen. Die Tiere stammen aus Sri Lanka. Foto: nimu
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nimu - Mit Freude und Begeisterung züchtet die Familie Winter aus Bad Berleburg seit anderthalb Jahren eine exotische Rinderrasse aus Sri Lanka. „Auf die Zwergzebus bin ich zum ersten Mal auf der Grünen Woche in Berlin im Jahr 2002 aufmerksam geworden“, erklärte Dietmar Winter. Dort knüpfte er den ersten Kontakt mit einem Züchter aus Baden-Württemberg, der zu den Vorreitern der deutschen Zwergzebu-Zucht gehört. Jedoch wurden ihm die Tiere erst vor zwei Jahren bei der Alsfelder Jungzüchterschulung wieder in Erinnerung gerufen, als dort einige Kinder ihre Zwergzebus ausstellten.

„Danach im Juli 2015 beschloss ich, meiner Frau zum Geburtstag die ersten Zwergzebus zu schenken“, sagte Dietmar Winter. In Folge dessen fuhr die Familie nach Baden-Württemberg und kehrte mit drei Färsen und einem Bullen zurück. Der erste Schritt war getan. Seitdem ist die Herde auf acht Tiere angewachsen, darunter zwei Kälber namens „Kleiner Donner“ und „Donnerschlag“. An ersten Erfolgen kann sich die Familie Winter auch schon erfreuen. Im vergangenen Jahr gewann ihre Färse Svenja als deutsche Gesamtsiegerin die Jungtierschau der Zwergzebus in Baden-Württemberg.

Für Dietmar Winter sind die Tiere nicht nur Zuchtobjekt. „Ihr geringes Gewicht und ihre vergleichsweise großen Hufe belasten die Grasnarbe nur geringfügig“, bestätigte der Landwirt zufrieden. „Sie sind somit optimal zur Landschaftspflege von schwer zugänglichen Flächen wie Steilhängen oder Feuchtgebieten geeignet.“ Hinzu kommt ihr geringer Futteranspruch, da sie so ziemlich alles fressen, von Distel über Schwarzdorn bis hin zu überständigem Gras. „Durch die Zwergzebus spare ich mir den Einsatz von Maschinen und somit auch Kosten bei der Landschaftspflege“, argumentiert Dietmar Winter.

Die Rinder können fast das ganze Jahr über auf der Weide verbringen. „Nur im Winter benötigen sie einen Unterstand“, erklärte der Landwirt. Für Dietmar Winter wäre auch eine Vermarktung seiner Neuerwerbungen denkbar. Mehrere Anfragen für das leckere Fleisch hat er schon erhalten. Allerdings sei dies erst für die Zukunft geplant, da für ihn die Qualität des Fleisches über der Quantität stehe. „Unser Ziel ist es, die Herde auf 15 bis 20 Tiere aufzustocken, bevor wir uns an die Eigenvermarktung unseres Fleisches begeben“, schlussfolgerte Dietmar Winter. Dafür ist besonders der Buckel der Zwergzebus beliebt. „Daraus kann man einen exzellenten Schinken machen.“ Aktuell führt die Familie Winter den einzigen landwirtschaftlichen Betrieb in Wittgenstein, der die exotischen Rinder züchtet. Wenn man jedoch die vielen Vorteile der Zwergzebus näher betrachtet, dürfte es nur eine Frage der Zeit sein, bis weitere Landwirte in die Zucht einsteigen.

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