Fahrgast-Info: Ausbau dauert noch

Die Informationstafeln am Kölner Tor informieren wartende Fahrgäste darüber, wann der nächste Bus welcher Linie abfährt. Foto: Daniel Benfer
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db - Es ist in der Tat eine scheinbar unendliche Geschichte, die das Projekt des Fahrgastinformationssystems in Siegen schreibt. „Es hat uns und unseren Lieferanten viele Nerven gekostet“, sagt VWS-Betriebsleiter Gerhard Bettermann. Doch mittlerweile laufe das System stabil, man habe die Erprobungsphase hinter sich gelassen. Vorbei die Zeiten der Funkstörungen und der schwarzen, weil leeren Anzeigetafeln.

2012 hieß es, das in anderen Städten bereits fest etablierte System werde im Sommer 2013 in Betrieb genommen. Als genau dieser Zeitpunkt erreicht war, verschob sich die Inbetriebnahme auf November. Erst Ende Dezember war es dann tatsächlich soweit – das Info-System ging in die Erprobungsphase. Bereits Ende der 90er-Jahre war über ein solches System in der Politik gesprochen worden.

Jetzt, da das Fahrgastinformationssystem offenbar endlich stabil läuft, ist aber die ursprünglich angepeilte erste Ausbaustufe noch lange nicht abgeschlossen. Denn bisher kommt das System lediglich an den beiden Haltestellen am Kölner Tor zum Einsatz – angedacht war auch das mal anders. Neben der Einführung am Kölner Tor sollte nämlich auch der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) mit dem System ausgestattet werden. Das sei auch nach wie vor der nächste Schritt, versichert der VWS-Betriebsleiter. Nur wann, das steht – mal wieder – in den Sternen. Gleiches gilt für den Anschluss des neu gestalteten ZOB in Weidenau. Im Zuge der Baumaßnahmen habe man nach Rücksprache mit der Stadt vorbereitende Arbeiten durchführen lassen. Soll heißen, die Leerrohre für die Verkabelung des Fahrgastinformationssystems liegen bereits. Wann diese mit „Leben“ gefüllt werden, ist aber ebenfalls noch offen. Doch wenn es zur Installation kommen sollte, dann, so Bettermann, wären keine Erdarbeiten mehr notwendig.

Dass das Nahverkehrsunternehmen im Moment nicht sagen kann, wann der Ausbau des Info-Systems weitergehen wird, hängt auch mit anstehenden Entscheidungen in den kommenden Jahren zusammen, wie Bettermann durchblicken ließ. Im kommenden Jahr steht eine Überarbeitung des Nahverkehrsplans durch die politischen Gremien der Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe an, 2018 die Neukonzessionierung des ÖPNV. Dann wird sich zeigen, ob die VWS überhaupt weiter für den heimischen Nahverkehr verantwortlich zeichnen. Man warte daher auf eine gewisse Planungssicherheit.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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